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Cover von Maroon -- When Worlds Collide
Band: Maroon Homepage  Metalnews nach 'Maroon' durchsuchenMaroon
Album:When Worlds Collide
Genre:Death Metal, Metalcore
Label:Century Media
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:24.03.06
CD kaufen:'Maroon - When Worlds Collide' bei amazon.de kaufen
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"Stagnation bedeutet Tod"

Meine größte Hoffnung für „When Worlds Collide“ war, dass MAROON nicht den Kurs des Vorgängers „Endorsed By Hate“ weiterverfolgen würden - um nicht falsch verstanden zu werden: Natürlich war der Vorgänger ein amtliches Brett, trotzdem kam die Abwechslung aufgrund der vorhersehbaren und oft sehr ähnlichen Moshparts oft doch ein bischen zu kurz.
Mit diesem Gedanken im Hinterkopf wurde ich vom Opener „24 Hour Hate“ überrollt, schwedische Riffsalven ganz im Stile der seligen AT THE GATES (zu Slaughter Of The Soul Zeiten natürlich), gepaart mit einigen melodischen Soli und natürlich einem alles zerstörenden Moshpart. Auch das nachfolgende „And If I Lose, Welcome Annihilation“ schlägt in die selbe Kerbe - MAROON haben definitiv eine einschneidende Kurskorrektur in ihrem Sound vorgenommen, allerdings ohne dabei ihre alten Trademarks außer Acht zu lassen: Derbe Moshparts sind nach wie vor in Massen vorhanden, wechseln sich dabei geschickt mit schnellen, melodischen Parts ab und auch vor gelegentlichen Blastspeed-Parts schreckt man nicht zurück. Mit „Sirius“, „Arcturus“ und „Koo She“ sind drei Akustikgitarren-Interludes vorhanden, die auf mich ebenfalls sehr schwedisch inspiriert wirken und als stimmungstragende Intros funktionieren. Bei „Annular Eclipse“ fällt mir dann zum ersten Mal ganz deutlich auf, was mir schon einige Male beim Anhören von „When Worlds Collide“ im Hinterkopf gehangen ist: Maroon haben sich auf ihrem neuen Werk ein ganzes Stück vom letzten Output UNEARTHS beeinflußen lassen - zumindest in Sachen Melodien und Melodieführung. Einige Metalcorekids werden bestimmt auch vom äußerst true-en Powermetalgesang in „Annular Eclipse“ und den dazu passenden Gitarrensoli überrascht sein - nach mehrmaligem Hören findet man aber schnell Gefallen an derlei neuen Gimmicks im MAROON-Sound. Auch die zweite Hälfte der Scheibe fällt nicht ab, denn Songs wie der mit Keyboards und melancholischen Melodien unterlegte Thrasher „Confessions Of The Heretic“ oder das cool dahingroovende „Sword And Bullet“ haben durchaus das Zeug zu packenden Livesongs - aus der Konserve killen sie schon jetzt. Mit dem abschließenden „Below Existence“ halten MAROON mit einer alten Tradition: Die letzte Nummer der Scheibe ist eine Hymne und auch „Below Existence“ macht da keine Ausnahme! Textlich scheint es hier den gestreckten Mittelfinger für alle zu geben, die den Nordhausenern vorwarfen, ihre vegane Lebenseinstellung zu Gunsten des Erfolgs ausverkauft zu haben...
Produktionstechnisch perfekt in Szene gesetzt wurde das Ganze von Jacob Hansen, der im Moment seinem Kollegen Tue Madsen aus den Antfarm Studios mehr und mehr den Rang abzulaufen zu scheint - neben den aktuellen Werken von FEAR MY THOUGHTS und NEAERA waren nun also auch MAROON zu Gast in Ribe und kehren mit einem Monster von Produktion heim. Artworktechnisch konnte man hingegen Travis Smith verpflichten, der das Cover gestaltete und dabei gewohnt sehr gute Arbeit ablieferte (und mittlerweile zum Century Media Haus-und-Hof Künstler zu werden scheint).
Alles in Allem ist "When Worlds Collide" eine sehr runde Sache und ein guter Einstand für MAROON auf Century Media geworden.

Trackliste:
01. 24 Hour Hate
02. And If I Lose, Welcome Annihilation
03. Sirius
04. Wake Up In Hell
05. Annular Eclipse
06. Arcturus
07. Confessions Of The Heretic
08. There Is Something You Will Never Erase
09. The Omage Suite Pt. II
10. Sword And Bullet
11. Vermin
12. Koo She
13. Below Existence


Thomas Gschwendner [theburningdarkness] | 17.03.2006 | 10:18

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