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"Ich zieh' meine Docs an!" | ||||||||||||||||||
| Das haben sie schon gut hingekriegt, die Herren KASSIERER. Jedes Mal, wenn von Dr. Martens-Schuhen die Rede ist, muss ich an ihr gleichnamiges Lied denken – von dem ich nie so ganz sicher bin, ob es sich nun über die Stiefel und deren Träger lustig macht oder nur über eins von beiden. Oder gar keins. Was das alles mit MARTENS ARMY zu tun hat? Vielleicht gar nichts. Aber die Band hält Skinhead-Attitüde und Szenestolz auf „Ein kleines bißchen Violence“ durchweg so hoch, dass man ihnen gerne abnimmt, gleich nach dem Erwachen die Boots überzustülpen und loszumarschieren. Das tun MARTENS ARMY auch musikalisch von Anfang an. Nach dem Intro [die Melodie von „Freude schöner Götterfunken“ über Marschrhythmus] mit mittelschnellem, eingängigem und simplem Punkrock. Melodien sind auch immer dabei, getragen von Gitarre und den üblichen „Ohoho“-Chören. Neues erfinden will man bei der Army sicherlich nicht. Abprollen und Spaß haben langt dicke. Was mich daran stört? Grundsätzlich gar nichts. Aber im Gegensatz beispielsweise zur aktuellen ROUGHNECKS-Scheibe passiert einfach zu wenig auf „Ein kleines bißchen Violence“ - und das, was passiert, passiert zu vorhersehbar und beliebig. Natürlich kann man das Gleiche über 80 % meiner liebsten Metalscheiben sagen. Aber die sind halt Metal und kein mäßig sympathisches Punk-Subgenre...ihr versteht schon, was ich meine. | ||||||||||||||||||
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