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Album:Free Falling Angels
Genre:AOR, Glam Rock, Rock, Sleaze Rock
Label:Pure Rock Records
Bewertung:3.5 von 7
Releasedatum:15.06.12
CD kaufen:'Maryann Cotton - Free Falling Angels' bei amazon.de kaufen
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"Freier Fall mit Promi-Bonus"

MARYANN COTTON war eine Serienmörderin im Viktorianischen England, die seinerzeit immerhin 20 Menschen mit Arsen um die Ecke brachte, bevor sie ihrer Verbrechen überführt und aufgeknüpft wurde.

Just diese Lady verleiht nun also anno 2012 einem jungen, hardrockenden Dänen seinen Künstlernamen – kein wirkliches Novum, falls der eine oder andere Schelm nun spontan an Kollegen wie ALICE COOPER, MARILYN MANSON oder LIZZY BORDEN denken sollte.
Die Überschneidungen mit Herrn Vincent Damon Furnier alias ALICE COOPER allerdings sind mehr als augenfällig und betreffen nicht nur das Styling, sondern auch Stimmlage, Timbre, Gesangsstil und musikalische Ausrichtung. Das ist jedoch mitnichten alles, was es zu MARYANN COTTON zu berichten gäbe, hat sich der Sänger doch bereits als gerade einmal 14jähriger Teenager bei der dänischen Version von „Star Search“ [“Scenen Er Din”] seine Sporen verdient und für sein Debüt ein beachtliches Aufgebot an Musikerprominenz um sich scharen können: namentlich Hal Patino, Andy LaRocque, Pete Blakk und Snowy Shaw, allesamt einstmals/nach wie vor für KING DIAMOND tätig. Kein Kunststück allerdings, wenn man bedenkt, dass Miss COTTON mit bürgerlichem Name Jackie Patino heißt und nun mal der Sohn von Basser Hal Patino ist.
Was bleibt nun nach all' den Vorschusslorbeeren und dem schamlosen Namedopping übrig? Ein insgesamt passables, komplett stromlinienförmiges Hardrock-Album, wenn auch fraglos wuchtig und zeitgemäß von Papa Patino himself in Andy LaRocques „Sonic Train Studios“ aufgenommen und produziert, nicht mehr, nicht weniger.
Bedauerlicherweise verläßt sich MARYANN COTTON nämlich viel zu sehr auf seine Fähigkeiten in Sachen gefühlvoller Balladen, weshalb er derer auch gleich vier auf seinem Erstlingswerk unterbringen musste. Hierbei schneidet lediglich der Albumrausschmeißer, „Maryann“, wirklich hörbar gut ab, denn auch wenn der Frontmann bei „Heaven Send For Me“ oder „Crazy“ teils beeindruckend den jungen ALICE COOPER gibt, spätestens bei der Piano-Ballade „Night Train To Paris“ wird so fingerdick der Schmalz aufgetragen, dass man selbst als hartgesottener JOURNEY-Hörer seine Schwierigkeiten bekommen dürfte...
Dazu hat MARYANN COTTON dann auch noch ein paar „härtere“ Rocker in schönster Desmond Child-Manier [Ihr wisst schon, der Songschreiber für ALICE COOPERs damalige „Trash“-Hitsammlung] [„Never „Waste“ Land“ oder das durchaus gelungene „Get It On“] am Start, die aber neben z.T. durchaus knackig-prägnante Hardrockriffs [„The One“] auch immer sofort einen poppigen Refrain oder Synthie-Part [„Die In Britain“ mit wahrhaft unsäglichen MICHAEL JACKSON-und-gleichzeitig-PRETTY MAIDS-Referenzen] packen müssen, was das Hörvergnügen dann auf Dauer doch merklich beeinträchtigt. Der Titelsong versucht dann – mit mäßigem Erfolg – JIMI HENDRIX mit Alternative Metal Marke ALICE IN CHAINS und Co. und - wieder - ALICE COOPER-Trademark-Rock zu vermählen, ähnlich wie auch „Miss Misery“.
Mit „Shock Me“ mischt MARYANN COTTON dann sogar ganz keck auch noch etwas UGLY KID JOE und BON JOVI in seinen Poprock und schon ist die knappe Dreiviertelstunde überstanden.

„Free Falling Angels“ von MARYANN COTTON ist [minus Promi-Bonus] für ein Debüt reichlich großspurig und ob massiven Balladenanteils gleichzeitig ausnehmend mutig, allerdings nicht zwingend „ein erster Schritt, um in die Rockgeschichte einzugehen“, wie das Labelinfo vollmundig verkündet. Wer hingegen eine kommerzielle, aalglatte AOR-Variante von ALICE COOPER anzuchecken bereit ist, der könnte hier durchaus fündig werden...
Ach ja, tolles Cover-Artwork von Comic-Künstler Timo Wuerz!

Trackliste:
01. Heaven Send For Me
02. Never “Waste” Land
03. Crazy
04. Get It On
05. Free Falling Angels
06. Night Train To Paris
07. Die In Britain
08. Miss Misery
09. Shock Me
10. The One
11. “Maryann”
Spielzeit: 00:41:29

Line-Up:
Maryann Cotton [Jackie Patino] - Vocals
Hal Patino - Bass
Pete Blakk - Drums
Sebastian Sly - Keyboards
Snowy Shaw - Guitars
Andy La Rocque - Guitars
Dirk Konz [dkay]
28.06.2012 | 22:35
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