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Album:Back From Beyond
Genre:Death Metal
Label:Century Media
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:21.03.14
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"Kult oder unspektakulär?"

Wer hätte das gedacht? Nach 18 Jahren [!] Veröffentlichungspause seit dem völlig missglückten „Promise“ – sowie der EP „Condemned To The Shadows“ von 2012 – legen die US-Oldschool-Deather MASSACRE mit dem programmatisch betitelten „Back From Beyond“ ihre Comeback-Full-Length vor.

Und bei diesem Titel dürften eigentlich mehrere Sachen klar wie Kloßbrühe sein: MASSACRE frönen nach wie vor dem simplen, ruppig-rauen Death Metal der alten Schule, teils mit einer zusätzlichen Prise Thrash, bei dem es weder großen Schnickschnack oder irgendwelche Schnörkel noch ach so moderne Einflüsse oder Ansätze gibt. Und genau das dürften sich die Fans des kultigen Debüts „From Beyond“ [1991] gewünscht haben, auch wenn es eben keinerlei Überraschungen auf „Back From Beyond“ zu finden gibt und das augenscheinlich auch Sinn und Zweck der Sache ist. Dabei liefert das Quartett – die beiden Originalmitglieder Rick Rozz und Terry Butler werden durch Mike Mazzonetto und Ed Webb verstärkt – eine durchweg solide Leistung ab, und gerade in Sachen Sound weiß „Back From Beyond“ zu punkten, da hier ein fettes Gesamtpaket geboten wird, ohne dabei überproduziert oder steril zu klingen. Auch Ed Webb weiß die großen Fußstapfen von Ex-Sänger Kam Lee gut zu füllen, da er zum Glück einen etwas anderen, vielschichtigeren Stil hat und daher nicht auf Biegen und Brechen das tiefe Grollen von Lee zu imitieren versucht. An der Gitarrenfront hat sich natürlich nichts geändert, da Rozz wie gewohnt simple, aber effektive Riffs raushaut [bei „Shield Of The Son“ scheint z.B. mal ein bisschen „Leprosy“ durch] und sich seine Soli – völlig beabsichtigt – nach wie vor wie ein abstürzendes Jagdgeschwader anhören, ohne dabei wirklich songdienlich zu sein. Nun ja, egal, ist schlichtweg Geschmackssache und passt zum Sound von MASSACRE, die übrigens auch die beiden Songs der „Condemned To The Shadows“-EP auf das Album gepackt haben, sodass insgesamt eine Dreiviertelstunde Oldschool-Todesblei geboten wird. Wer sich für die Limited Edition entscheidet, bekommt übrigens noch die Coverversionen „Mutilation“ und „Corpsegrinder“ von DEATH [aus deren Anfangstagen, logisch] geboten.

Alles gut also im Hause MASSACRE und unterm Strich eine sinnvolle Reunion? Jein, denn auch wenn sich die Band auf „Back From Beyond“ keine Schande macht, so kommt die Scheibe – und diese ist ja grundsätzlich als „From Beyond, Teil 2 bzw. anno 2014“ gedacht – nicht an den Kultfaktor des Debüts heran. Dies liegt auch daran, dass zwar grundsätzlich solides Material, das durchaus seine Momente hat, geboten wird, aber eigentlich nichts wirklich Neues bzw. Weltbewegendes/Relevantes/Kreatives gesagt wird [geht bei dem Ansatz zugegebenermaßen auch schlecht], sodass „Back From Beyond“ insgesamt ein bisschen unspektakulär daherkommt. Fazit: Auf jeden Fall ein Tipp für die Oldschool-Freaks und Fans des ersten Albums, während alle anderen erst einmal vorsichtig reinhören oder eben doch gleich zum Debüt greifen bzw. dieses mal wieder auflegen sollten. Knappe 4,5 Punkte.

Trackliste:
01. The Ancient Ones
02. As We Wait To Die
03. Ascension Of The Deceased
04. Hunter’s Blood
05. Darkness Fell
06. False Revelation
07. Succumb To Rapture
08. Remnants Of Hatred
09. Shield Of The Son
10. The Evil Within
11. Sands Of Time
12. Beast With Vengeance
13. Back From Beyond
14. Honor The Fallen
Spielzeit: 00:44:23

Line-Up:
Ed Webb –Vocals
Rick Rozz – Guitars
Terry Butler – Bass
Mike Mazzonetto – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
16.03.2014 | 13:31
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