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Cover von Mastodon -- Blood Mountain
Band: Mastodon Homepage Mastodon bei Facebook Metalnews nach 'Mastodon' durchsuchenMastodon
Album:Blood Mountain
Genre:Noisecore, Prog-Metal, Sludge, Southern Rock
Label:Reprise
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:08.09.06
CD kaufen:'Mastodon - Blood Mountain' bei amazon.de kaufen
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"Urgewalt auf Silikon"

Größer kann Druck nicht auf Musikern lasten: nach ihrem Überraschungserfolg „Leviathan“, welcher schon heute als ein Meilenstein im modernen und progressiven Rock und Metal gehandelt wird, steckte die Erwartungshaltung seitens der Fans und Kritiker auf ein nie geahntes Niveau. Können die vier Jungs aus Atlanta den gleichen Achtungserfolg noch einmal erzielen? Sind sie überhaupt in der Lage, wieder ähnlich starkes Songmaterial zu schreiben? Ist MASTODON eine Band, die den natürlichen Reifungsprozess und den Labelwechsel von Relapse zum Major Warner überstanden hat, ohne von ihrer bisherigen Richtlinie abzuweichen?

Alle Fragen können mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden. „Blood Mountain“ ist genau das Nachfolgeralbum, welches man sich von den Rüsselmonstern gewünscht hat. Sperrige, psychedelische, progressive, verschrobene und zuweilen auch melodische Tonkunst, niedergegossen in 12 kleine Wunderwerke, zu gleichen Teilen kompliziert und nachvollziehbar, voller Emotionen und Aggressivität. Die einen mögen es Krach nennen, MASTODONS Liebhaber nennen es eine einzige Offenbahrung; noisige Gitarrenlicks, unzählige Drumbreaks, panisches Geschrei, sludgige Parts, Groove bis zum Umfallen und durchgeknallte Synthie-Effekte pflastern den blut’gen Berg. Die Band ist genauso Metal, wie sie Hardcore oder klassischer Rock ist. Wie ein schwarzes Loch absorbieren die Musiker Hinds, Sanders, Dailor und Kelliher sämtliche Klänge der frühen 70er bis in unsere Zeit hinein und verweben das Ganze zu ihrem ureigenen Konglomerat, welcher Drogengeschwängert durch die Sphären schwebt (und es müssen eine Menge Halluzinogene bei den Aufnahmen im Spiel gewesen sein, wenn man sich nur einmal die Vocal-Spuren bei „Bladecatcher“ anhört). So jung wie die Band ist, hat sie auch schon bei alteingesessenen Musikern einen dicken Stein im Brett, wenn man sich die Liste der Gastmusiker anschaut, die bei „Blood Mountain“ mitgewirkt haben. Scott Kelly von den unsterblichen NEUROSIS gibt sich bei „Crystal Skull“ die Ehre, der Desert Session-Rocker Joshe Homme näselt bei „Colony Of Birchmen“ ins Mikro und Cedric Bixler von THE MARS VOLTA steuert seinen Beitrag zu „Siberian Divide“ bei.

Mit ihrer dritten Langrille haben MASTODON bewiesen, dass sie dem Wandel im Musikgeschäft durchaus gewachsen sind und das sie wirklich erstklassige Songwriter sind, die schon jetzt den Ton in Sachen harter Musik anzugeben scheinen. Die Phrase des „Make It or Break It“ stellt sich somit eigentlich gar nicht, denn das Quartett hat es schon längst geschafft und ihre Kritiker dadurch gebrochen. Noch Fragen?

Trackliste:
01. The Wolf Is Loose
02. Crystal Skull
03. Sleeping Giant
04. Capillarian Crest
05. Circle Of Cysquatch
06. Bladecatcher
07. Colony Of Birchmen
08. Hunters Of The Sky
09. Hand Of Stone
10. This Mortal Soil
11. Siberian Divide
12. Pendulous Skin


Lorenz von König [LvK]
19.10.2006 | 14:32
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