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Cover von Mayhem -- Ordo Ad Chao
Band: Mayhem Homepage  Metalnews nach 'Mayhem' durchsuchenMayhem
Album:Ordo Ad Chao
Genre:Black Metal
Label:Season Of Mist
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:27.04.07
CD kaufen:'Mayhem - Ordo Ad Chao' bei amazon.de kaufen
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"Vertonte dissoziale Persönlichkeitsstörung"

Über MAYHEM und deren Vergangenheit noch groß Worte zu verlieren, kann man sich an dieser Stelle wohl sparen. Gehen wir also direkt zu ihrem neuen Werk "Ordo Ad Chao" über und schaun uns an, was die Wahnsinnigen um Blasphemer, Necrobutcher und Hellhammer uns mit dem zurückgekehrten Attila Csihar am Mikro 2007 vor den Latz knallen.

Zunächst fällt einem die dumpfe, basslastige Produktion auf, die relativ undifferenziert im Grunde genau das Gegenteil von dem ist, was man von der letzten Scheibe "Chimera" gewohnt war. Mit fast Funeral-Doom-ähnlichen Klängen eröffnet man sehr schwarz und atmosphärisch das Album. Dieser Einschlag zieht sich durch das ganze Album und wird durch typische MAYHEM-Blasts und ungewohnt viel Midtempo durchbrochen. Man hackt sich sehr oldschool-lastig durch längere, von düsteren Keys begleitetete Passagen, wird plötzlich und unvorhersehbar fast postrockig und ergeht sich in kranken, gesprochenen, geflüsterten, irrsinnigen, finster gegrummelten Vocals von Attila, um wenig später wieder in Midtempo zu verfallen. Diese Elemente kehren so oder ähnlich arrangiert immer wieder zurück und durchziehen das Album mit einer kruden, kranken und gleichzeitig extrem dunklen Stimmung. Fast könnte man meinen, die Dunkelheit würde ebenso zutiefst schwarz heraufbeschworen, wie die aktuelle CELTIC FROST-Scheibe es vor Kurzem vor machte - natürlich Beide auf völlig eigene Weise.

MAYHEM arbeiten gleich mit einer ganzen Palette an Extremen, um ihrem neuen Album das aufzudrücken, was die Band im Jahre 2007, bzw. seit der Bandgründung darstellen will: Infernalisches Geschrei, vertrackte, pfeilschnelle Parts, psychopathisches Gejammer, schleppende Riffläufe, hypnotisierende Keyboardklänge, Monotonie, Doom Metal etc.. Das Ganze wirkt dabei etwas sperrig, löst sich aber nach wenigen Durchläufen schon auf. Leider haben sich aber auch hier und da einige Längen eingeschlichen, die den Marsch durch die schwarzeste Schwärze etwas stocken bzw. ihn teilweise an einem vorbeilaufen lassen. Trotzdem hat die Band sich ein Requiem, ein Monument geschaffen, was Seinesgleichen sucht. So morbide, schwarz und gleichzeitig durchtrieben von einer vertonten dissozialen Persönlichkeitsstörung hat sich wohl selten eine Scheibe angehört.

Trackliste:
01. Wise Birthgiver
02. Wall of Water
03. Great Work of Ages
04. Deconsecrate
05. Illuminate Eliminate
06. Psychic Horns
07. Key to the Storms
08. Anti


Thomas Kleinertz [shub]
26.04.2007 | 13:12
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