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Cover von Melechesh -- The Epigenesis
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Album:The Epigenesis
Genre:Black/Thrash Metal, Folk Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:01.10.10
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"Die Epigenese einer Kulturinstitution"

Knappe vier Jahre hat sich das Nahost-Gespann um Frontmann Ashmedi nun Zeit gelassen. MELECHESH bringen mit „The Epigenesis“ anno 2010 ein Werk, das in mehrfacher Hinsicht alle Grenzen sprengt. Allem voran ist es vor allem die Überlänge des Albums, denn weitere drei Minuten mehr und die reguläre Spielzeit einer CD wäre verbraucht gewesen. Über 71 Minuten schwarz angehauchter, folkiger Thrash Metal mit zahlreichen Ausflügen in weitere Genres - da gibt’s einiges zu bestaunen.

Tja, und bei diesem Begriff sollte man angesichts dieses Albums auch bleiben. MELECHESH übertreffen sich mit „The Epigenesis“ Song für Song selbst und beeindrucken ein weiteres Mal mit ihrer ganz eigenen Mischung aus traditionellen Spielarten. Metal, folkloristische Beiträge des nahen und mittleren Ostens sowie ein Textkonzept mit all den Wortspielen, Legenden und Mythen aus der ehemaligen Heimat der Band [mittlerweile leben drei Mitglieder in den Niederlanden, Gitarrist Moloch in den USA] – ein Konzept, das bereits sein 17. Jahr feiert.
Was zu Beginn der Scheibe noch überraschend roh, kalt, aggressiv und schnell klingt, nimmt mit der Zeit gehörig Wind aus den Segeln und wartet mit wunderbar öffnenden Überraschungsmomenten, instrumental ausufernden Höhepunkten und gesamtkompositorisch grandiosen Titeln auf. Die knapp vier Jahre, die sich Ashmedi und seine Mannen bis zum neuen Album Zeit gelassen haben, haben sich definitiv gelohnt. „The Epigensis“ ist nicht nur das bisher komplexeste, sondern vor allem das ausgereifteste und - in logischer Konsequenz dazu - beste Album der Band. Die 71 Minuten laden zum Verweilen ein, machen Lust darauf, immer wieder die Repeat-Taste zu betätigen und sich auf eine regelrechte Entdeckungstour zu begeben. Vorausgesetzt natürlich, man öffnet sich den vielen, östlich-orientalischen Elementen. In jedem Song gibt es etliche Details zu erkunden, die erst einmal herausgehört werden möchten. Ob ein minimalistisches Pianospiel im Hintergrund, eine indische Sitar oder in unseren Breiten gar gänzlich unbekannte, traditionelle Instrumente, wie zum Beispiel Tår oder Tanbour – MELECHESH überzeugen durch immense Vielfalt und vergessen dennoch nicht, das Ganze so aufzuziehen, dass jeder Song für sich geballte Aggression und die richtige Portion Schwermetall aufweist. Selbstverständlich schießt man sich nicht ausschließlich auf Black oder Thrash Metal ein, sondern streut mit Elementen des klassischen Heavy Metals oder Psychedelic Rocks angenehme Abwechlsung ein.
Der Mut, sich in Istanbul ein Studio zu suchen, das vorher noch niemals mit Heavy Metal in Berührung kam, wird ebenfalls belohnt. „The Epigenesis“ klingt gleichermaßen dynamisch wie organisch, nichts ist überproduziert und die sensiblen Details verschwinden nicht hinter einem Vorhang undifferenzierter Instrumentierung.
Selten schaffen es Bands, folkloristische Elemente und Takte so authentisch einzuspielen, wie MELECHESH es seit jeher tun. Mit „The Epigenesis“ hat diese Schaffensart ihr Zenit erreicht, worauf die Band hoffentlich noch einige Jahre verharren kann.
Einziger Kritikpunkt: 60 Minuten hätten völlig ausgereicht. Den ein oder anderen ausufernden Zwischenpart hätte man sich sparen können, wenngleich es wunderbar anzuhören ist.

Ein Fazit ist an dieser Stelle nur noch Ergebnisbestätigung: Wer dieses Album nicht kauft, ist selber Schuld. Und all jenen, denen MELECHESH bisher nur nebenbei begegnet sind – und dazu musste ich mich bis vor Kurzem selbst zählen – muss gesagt werden, dass „The Epigenesis“ der absolute Wurf ist. Anfänglich noch verwunderlich, wieso ausgerechnet MELECHESH bei Nuclear Blast landen, beweisen sich die Donzdorfer als Label mit glücklichem Händchen. Zumindest dieser Band sei es von Herzen gegönnt!

Trackliste:
01. Ghouls Of Nineveh
02. Grand Gathas Of Baal Sin
03. Sacred Geometry
04. The Magickan And The Drones
05. Mystics Of The Pillar
06. When Halos Of Candles Collide [Intrumental]
07. Defeating The Giants
08. Illumination – The Face Of Shamash
09. Negative Theology
10. The Greater Chain Of Being
11. The Epigenesis
Spielzeit: 01:11:29

Line-Up:
Ashmedi – Gesang, Gitarre
Moloch – Gitarre
Rahm – Bass
Xul – Schlagzeug
Patrick Franken [Border]
24.09.2010 | 13:22
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