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Cover von Memoriam -- For The Fallen
Band: Memoriam Homepage Memoriam bei Facebook Metalnews nach 'Memoriam' durchsuchenMemoriam
Album:For The Fallen
Genre:Death Metal
Label:Nuclear Blast
Bewertung:4 von 7
Releasedatum:24.03.17
CD kaufen:'Memoriam - For The Fallen' bei amazon.de kaufen
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"Es ist [leider] nicht alles Gold, was glänzt"

Bevor die englischen Death-Metal-Urgesteine BOLT THROWER im Spätherbst 2016 nach dem tragischen Tod von Drummer Martin Kearns im Vorjahr letztlich auch offiziell zu Grabe getragen wurden, waren längst MEMORIAM – immerhin mit Shouter Karl Willetts sowie Ex-Schlagzeuger Andy Whale – am Start, um diesen Verlust irgendwie zu verarbeiten. Mit „For The Fallen“ erscheint nun das Debüt des Quartetts aus Birmingham.

Sind MEMORIAM somit der legitime BOLT THROWER-Nachfolger? Jein, denn an die Klasse und auch an die Durchschlagskraft der Bolzenwerfer kommen MEMORIAM nur selten heran, auch wenn eben mehrere Protagonisten der Truppe mitwirken. Gänzlich anders klingt „For The Fallen“ daher natürlich nicht, denn es wird auf schnörkellosen Oldschool Death Metal gesetzt, und rein thematisch steht auch hier das Thema Krieg oftmals im Vordergrund. Dennoch: So wirklich wollen MEMORIAM nicht zünden, was mir offen gestanden auch schon bei den ersten Demosongs so erging. Denn auch wenn das Songmaterial – immerhin acht Songs in knapp 44 Minuten – gut umgesetzt wurde, fehlt es an wirklichen Highlights. Okay, „Resistance“, „War Rages On“ und „Surrounded By Death“ kennt man sowieso schon von den „Hellfire Demos“, doch auch die restlichen Songs wirken oftmals zu langatmig [nicht: zu langsam!] – und während z.B. „Reduced To Zero“ noch mit zum stärksten Material gehört, führt der Song letztlich nirgendwo so richtig hin. Das ist schade, denn Willetts, Whale, Fairfax [CEREBRAL FIX] und Healy [BENEDICTION] bringen natürlich jede Menge Potenzial sowie Erfahrung mit und sind auf ihre bodenständige Art durchweg sympathisch, zumal „For The Fallen“ ohne jeglichen modernen Schnickschnack auskommt – dafür aber mit Dan-Seagrave-Artwork. Wenn man aber mal – O-Ton eines Freundes – die „BOLT THROWER-Fanboy-Brille“ absetzt, dann zeigt die Langrille doch so einige Schwachpunkte – allen voran die inzwischen doch recht dünn und kraftlos klingenden Shouts von Willetts selbst, aber auch das eher durchschnittliche Riffing.

Fazit: Man sollte nicht den Fehler begehen, MEMORIAM mit BOLT THROWER gleichzusetzen bzw. zu vergleichen, denn dies wird zwangsläufig für herbe Enttäuschungen sorgen. Doch wenn man diesen Lineup-Bonus nun ausklammert und MEMORIAM ganz für sich und als eigenständige Band betrachtet, bleibt leider nur ein größtenteils durchschnittliches und nicht sonderlich spektakuläres Death-Metal-Album. Schade, denn da wäre viel mehr drin gewesen, und das wird hoffentlich auf dem nächsten Album auch umgesetzt.

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Als von Hiobsnachrichten gebeutelter BOLT THROWER-Fan war ich natürlich komplett aus dem Häuschen, als die Kunde vom Debütalbum der Band MEMORIAM die Runde machte. Nun stellt „For The Fallen“ auf der einen Seite eine bestenfalls mittelprächtige bis ordentliche Aufarbeitung des BT-Vermächtnisses dar, welches sich doch oft zu sehr an den Vorgaben orientiert. Auf der anderen Seite wird beim starken Abgang „Last Words“ deutlich, dass dieses Album nicht als Resteverwertung, sondern vielmehr als Standortbestimmung zu sehen ist. Hier schlummert etwas heran, was auf „For The Fallen“ noch nicht komplett abgerufen wird.
Fränky | 4,5 von 7 Punkten

Trackliste:
01. Memoriam
02. War Rages On
03. Reduced To Zero
04. Corrupted System
05. Flatline
06. Surrounded By Death
07. Resistance
08. Last Words
Spielzeit: 00:43:36

Line-Up:
Karl Willetts – Vocals
Scott Fairfax – Guitars
Frank Healy – Bass
Andrew Whale – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
17.03.2017 | 19:59
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