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Band: Mercenary Homepage Mercenary bei Facebook Metalnews nach 'Mercenary' durchsuchenMercenary
Album:Metamorphosis
Genre:Melodic Death Metal, Modern Metal
Label:Noise Art Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:25.02.11
CD kaufen:'Mercenary - Metamorphosis' bei amazon.de kaufen
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"Zwischen Metal und Radio"

Die dänischen Melodic Deather MERCENARY nahmen nach ihrer letzten Platte „Architect Of Lies“ einige Veränderungen vor: Neben Schlagzeuger und Keyboarder nahm auch Sänger Mikkel Sandager seinen Hut, weshalb Bassist René Pedersen den Gesang künftig vollständig alleine übernimmt.

Am grundlegenden Sound der Truppe hat sich ob der jüngsten Veränderungen jedoch nichts geändert: Songs wie das eröffnende „Through The Eyes Of The Devil“ oder auch „In A River Of Madness“ siedeln die Dänen mit dezenten Keyboards, ebenso kraftvollen wie modernen Riffs und hauptsächlich von der Gitarrenabteilung getragenen Melodieläufen irgendwo zwischen neueren IN FLAMES und zahmeren CHILDREN OF BODOM an. Das funktioniert in Kombination mit dem aggressiven Gesang von Basser Pedersen auch ziemlich gut, beißt sich allerdings mit den in jedem Song zu findenden, arg eingängigen Pop-Refrains. In „The Follower“ oder etwa „Velvet Lies“ machen sich MERCENARY gar nicht erst die Mühe, Wut aufzubauen, kommen die Songs doch als überwiegend seichtes Modern Metal-Geplänkel daher. Auf „Metamorphosis“ geht es also technisch höchst anspruchsvoll zu und die enthaltenen Songs sind auch allesamt gut komponiert und wirkungsvoll aufgebaut – Keyboards, Breaks und Melodien sitzen immer genau da, wo sie hingehöre und so manches Riff verleitet schnell zum gutgelaunten Mähneschütteln – jedoch könnte sich die hauptsächlich den arg „amerikanisierten“ Refrains zu schuldende Eingängigkeit der Platte auf Dauer zum Problem entwickeln: Die Gefälligkeit, mit der sich die Songs präsentieren, führt zwar einerseits dazu, dass jeder halbwegs melodiebegabte Metalhead die Nummern spätestens nach einem halben Durchlauf im Ohr hat, in Tateinheit mit der nicht zu leugnenden Gleichförmigkeit des Materials läuft „Metamorphosis“ so jedoch Gefahr, nach wenigen Rotationen in die Belanglosigkeit abzurutschen…

„Metamorphosis“ wirkt, als wäre das Album von vorne bis hinten durchkonstruiert worden. Das resultiert dann in neun perfekt abgestimmten und kompositorisch hochwertigen Modern Metal-Songs, deren handzahme Radiotauglichkeit sie leider eines Großteils ihrer Nachhaltigkeit beraubt.

Trackliste:
01. Through The Eyes Of The Devil
02. The Follower
03. In A River Of Madness
04. Memoria
05. Velvet Lies
06. In Bloodred Shades
07. Shades Of Grey
08. On The Edge Of Sanity
09. The Black Brigade
Spielzeit: 00:48:45

Line-Up:
René Pedersen - Vocals, Bass
Jakob Mølbjerg - Guitar
Martin Buus - Guitar, Keyboards
Morten Løwe - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
18.02.2011 | 12:39
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