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Cover von Mercenary -- Through Our Darkest Days
Band: Mercenary Homepage Mercenary bei Facebook Metalnews nach 'Mercenary' durchsuchenMercenary
Album:Through Our Darkest Days
Genre:Melodic Death Metal, Power Metal
Label:Noise Art Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:26.07.13
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"Die dunklen Tage sind vorbei"

Sollte man meinen. Zumindest im Hause MERCENARY. Die Zeit der Besetzungswechsel sind zunächst abgearbeitet, die Band wühlt sich seit ein paar Jahren als Quartett durch die metallische Botanik. Und gar nicht mal schlecht, wie das vorliegende Werk „Through Our Darkest Days“ eindeutig beweist.

Bereits mit dem Opener „A New Dawn“ wird klar, wohin die Reise geht. Wunderschöne Melodien, gelungene Hooklines, moderner Sound und eine durchaus vielseitige Stimme von Bassist Rene Pedersen, die bisweilen [möge mancher mich nun dafür verachten] ein wenig wie die von Andy Deris klingt. Und das ist durchaus als Positivum zu betrachten, möchte ich dazu anmerken. Ebenso ist es eine Stimme, die den ehemaligen Sänger Mikkel Sandager, der die Band vor dem letzten Werk „Metamorphosis“ verließ, vergessen lässt. MERCENARY bleiben auf dem Weg, den sie mit eben dem letzten Album einschlugen. Weniger Power Metal und erst recht weniger Melodic-Death Metal. Dafür halt etwas modernere Klänge, die einfach klarmachen, dass hier nicht auf der Stelle getreten wird. Zugegeben, ein wenig „amerikanischer“ sind sie schon geworden, die alten Dänen. Aber was macht es schon, wenn man das dafür geeignete Material scheinbar mühelos aus dem Ärmel schüttelt. Man nehme „Welcome The Sickness“ als Anspieltipp oder das melodische, ja geradezu poppig-radiotaugliche „Holding To Serenity“ am Ende. Wer es denn etwas härter und schneller mag, für den ist mit „Generation Hate“ auch mal etwas rustikaleres Material dabei. Hier sind insgesamt zehn richtig gute Songs am Start, von denen keiner in irgendeiner Weise durchfällt. Manchmal haben MERCENARY ihre Songs wieder einmal zu voll gepackt, kleine Details wird man erst nach mehrmaligem Konsumieren entsecken. Aber genau darin liegt dann wohl auch der Reiz, ansonsten könnte die Halbwertszeit mancher hier vertretender Nummern doch wohl geringer ausfallen. So jedoch offenbart sich das Album nicht gleich beim ersten Durchlauf zur Gänze, es hat doch schon ein wenig gedauert, bis ich mit „Through Our Darkest Days“ warm geworden bin. Ob MERCENARY nun ihr Referenzalbum „11 Dreams“, welches mittlerweile auch schon neun Jahre auf dem Buckel hat, toppen können, kann zwar dezent bezweifelt werden, allzu weit davon sind sie allerdings nicht entfernt.

Bleibt eigentlich nur eine alles entscheidende Frage. Warum tingeln die Dänen immer noch irgendwo im Niemandsland des Ruhmes herum, während andere moderne Zeitgenossen wie LIMP BISKIT und Co, die uns haufenweise mit ihrem massentauglichen Durchschnitt behelligen, auf solchen Mammutveranstaltungen wie beispielsweise Rock am Ring auftreten? Ungerecht ist es allemal, denn was MERCENARY hier abliefern, ist [ wie gehabt ] einfach gute Musik, die wesentlich mehr Gehör finden sollte als es wohl der Fall sein wird.

Trackliste:
01. A New Dawn
02. Welcome To Sickness
03. Through Our Darkest Days
04. Dreamstate Machine
05. A Moment Of Clarity
06. Beyond This Night
07. Starving Eyes
08. Generation Hate
09. Forever The Unknown
10. Holding On To Serenity
Spielzeit: 00:53:18

Line-Up:
Rene Pedersen – Vocals, Bass
Martin Buus Pedersen - Guitars
Jakob Mølbjerg - Guitars
Morten Løwe Sørensen - Drums
Frank Wilkens [Fränky]
19.07.2013 | 17:28
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