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Cover von Metallica -- Hardwired... To Self-Destruct
Band: Metallica Homepage Metallica bei Facebook Metalnews nach 'Metallica' durchsuchenMetallica
Album:Hardwired... To Self-Destruct
Genre:Heavy Metal, Thrash Metal
Label:Blackened Recordings
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:18.11.16
CD kaufen:'Metallica - Hardwired... To Self-Destruct' bei amazon.de kaufen
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"Wut und Stagnation"

Erst ließen sie sich ewig bitten und dann ging alles ganz schnell: Nach knapp acht Jahren Wartezeit, in denen gefühlt überhaupt nichts voranging – gipfelnd im fast schon komödiantischen Verlust von Kirk Hammetts iPhone, das ja angeblich sämtliche bis dahin gesammelten Riffs enthielt – stampfen METALLICA mit „Hardwired... To Self-Destruct“ wie aus dem nichts ein neues Album, ein neues DOPPEL-Album aus dem Boden. Und wenn eine Band, die das bis heute gültige Regelwerk des Metal mitverfasste und Generationen von Nachahmern mit ihrem einzigartigen Sound inspirierte, eine neue Platte veröffentlicht, dann ist das nicht nur eine Schlagzeile, sondern auch eine eingehende Begutachtung des Produkts wert.

Mit „Hardwired... To Self-Destruct“ machen es METALLICA ihrer Hörerschaft alles andere als leicht. Nein, die Platte ist kein neuer Meilenstein, keine Rückkehr zur unübertrefflichen Topform der späten 80er und kein Album für die Ewigkeit. Sie ist auch kein Totalausfall, keine Selbstdemontage und keine Blamage. Vielmehr ist sie der nächste Schritt einer Band in scheinbar konstanter Metamorphose und somit randvoll mit allerhand Gegensätzlichkeiten: Leitet der rabiate Titeltrack als relativ banaler Uptempo-Brecher die Platte noch vergleichsweise unspektakulär ein, so feuern METALLICA mit „Atlas, Rise!“ sodann den vermutlich besten Song der Platte ab – großartige Riffs, ordentlich Drive und gänsehautverdächtige Melodien aus der NWOBHM-Schule verhaken die Nummer sofort im Gehörgang. Das behäbige „Now That We're Dead“ wird von infektiösem Groove angeschoben und flirtet dezent mit der „Load“ / „Reload“-Periode und das mächtig stampfende „Dream No More“ punktet sowohl textlich als auch musikalisch mit durchaus offensichtlichen Zitaten von „The Thing That Should Not Be“. Obendrein singt James Hetfield auf „Hardwired... To Self-Destruct“ so gut wie lange nicht mehr und die Kalifornier haben auch den etwas gezwungenen Pseudo-Proberaum-Sound von „Death Magnetic“ durch eine kompaktere, fettere Produktion ersetzt, die dem Material nur zugute kommt. Abgeschlossen wird CD 1 von der vielschichtigen Halbzeit-Hymne „Halo On Fire“, die zunächst etwas befremdlich anmuten mag, sich jedoch – wie übrigens manch anderer Song auf diesem Album auch – als klassischer „Grower“ entpuppt und ihr Potenzial mit jedem Durchlauf etwas mehr entfaltet. Auch machen METALLICA in Sachen Aufbau auf „Hardwired... To Self-Destruct“ alles richtig: Das Wechseln der Tonträger sorgt zwangsläufig für eine Zäsur im Hörerlebnis und da ist es für den dramatischen Aufbau dieser Platte unerlässlich, dass „Confusion“ die zweite Hälfte – vor allem nach einem Höhepunkt wie dem erwähnten „Halo On Fire“ - neu einleitet und das klappt hier wunderbar. So viel zur „Haben“-Seite. Allerdings verliert „Hardwired... To Self-Destruct“ nach hinten raus viel von seiner anfänglichen Zugkraft. Nummern wie „ManUNkind“, „Here Comes Revenge“ und leider auch die Lemmy-Hommage „Murder One“ erweisen sich auch nach mehrmaligem Hören als relativ unspektakuläre wenn auch solide Midtempo-Nummern, in denen die Truppe es mit der Neigung zur „Load“- und „Reload“-Phase etwas übertreibt. Überhaupt mag es ja zu begrüßen sein, dass METALLICA seit einigen Jahren wieder verstärkt „old school“ auftreten wollen, allerdings wirkt „Hardwired... To Self-Destruct“ über weite strecken etwas angestrengt. Die brachialen Riffs sind nicht ganz so brachial, wie sie sein könnten [und sollten], die Texte nicht so wütend, wie sie früher waren und die rotzig-selbstbewusste Attitüde alter Tage ist der Routine gewichen. Und es scheint, als sei das METALLICA selbst am stärksten bewusst, weshalb die Band hier in jeder Note dagegen ankämpft – und verliert. Immerhin entlassen die Herren ihre Fans dann noch mit einem guten Gefühl in die Stille, denn mit „Spit Out The Bone“ haben die Bay Area-Urgesteine hier noch eine rasante, mitreißende Nummer auf Lager, die den Hörer noch einmal aufzurütteln vermag. Letztlich ist „Hardwired... To Self-Destruct“ sicherlich keine schlechte Platte, allerdings werden an METALLICA-Alben dank des überragenden Schaffens der Band extrem hohe Standards angelegt und die erfüllt eine Platte wie diese nur knapp.

Live nach wie vor eine Macht hat bei METALLICA seit einiger Zeit eine gewisse Stagnation im Songwriting Einzug gefunden. Obschon die Kalifornier auf „Hardwired... To Self-Destruct“ teils Mut und Fähigkeit zu Entwicklung beweisen und auch manch gute Idee in ihren Songs verarbeitet haben, fehlt diesem Album letztendlich die Seele. Während gleichaltrige Mitstreiter wie MEGADETH, TESTAMENT, METAL CHURCH oder SLAYER starke bis grandiose Alben vorgelegt haben, wirken die Urväter des Thrash hier ein wenig richtungslos - selbst, wenn nach einigen Durchläufen versteckte Qualitäten zutage treten. Knappe fünf Punkte.


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Auch wenn sich das Netz in einem Hype-Schwall an Lobeshymnen ergeht, macht sich bei mir eher Zwiespalt breit. Ja, „Hardwired To Self-Destruct“ zeigt METALLICA wohl in ungeahnter Form. Was mir als gesangsfixiertem Menschen besonders positiv auffällt, ist, dass Hetfield die Uhr zurückgedreht hat und sich wieder mehr an der „Load“- sowie partiell „Black Album“-Ära orientiert. Das nervige Gewollte der letzten beiden Alben kommt beinahe gar nicht mehr zum Tragen. Pluspunkt. Auch musikalisch ist der Vergleich zu „Load“, „Black Album“ und stellenweise auch „…And Justice For All“ wohl am treffendsten und mit Nummern wie dem vorab verbreiteten „Moth Into Flame“ oder der „Sad But True“-Quasi-Huldigung „Am I Savage?“ und dem rausschmeißenden einzig echten Thrasher „Spit Out The Bone“ hat man auch einiges gutes Material am Start. Ansonsten dümpelt aber vieles und das Pseudo-Doppelalbum [78 Minuten auf zwei CDs zu verteilen ist schon irgendwie lächerlich] weist unnötig viele Längen auf. Im Endeffekt handelt es sich um ein gutes Heavy-Rock-Album mit Thrash-Momenten, das teilweise überrascht, teilweise langweilt. Für Zwischendurch und im Hintergrund eine absolute hörbare Scheibe, die nicht weh tut. Und genau das ist wohl der Fehler.
shilrak | 4.5 von 7 Punkten


Schlappe acht Jahre haben METALLICA gebraucht, um den Nachfolger von „Death Magnetic“ zu veröffentlichen – eine Wartezeit, die sich aber gelohnt hat, denn „Hardwired… To Self-Destruct“ klingt überraschend frisch; insbesondere James Hetfields Gesang ist so bissig wie schon sehr lange nicht mehr. Und mit dem thrashig-punkigen, prägnanten „Hardwired“, „Atlas, Rise!“, „Halo On Fire“ und der grandiosen, abschließenden Uptempo-Nummer „Spit Out The Bone“ sind einige echte Highlights vertreten, auch wenn die erste Hälfte der Scheibe deutlich stärker ist und insbesondere „Confusion“ ein bisschen belanglos daherkommt. Dennoch: So richtig schlecht ist kein Song, auch wenn nicht alles Gold ist, was glänzt [manches Stück hätte gut etwas gestrafft werden können], die Produktion stimmt diesmal, und insgesamt haben METALLICA somit ein gutes Album abgeliefert – will heißen, ihr vielleicht bestes Album seit bestimmt zwei Jahrzehnten!
soulsatzero | 5 von 7 Punkten


METALLICA liefern fünf Jahre nach ihrem unglaublich starken „schwarzen“ Album das konsequente Nachfolgewerk „Hard Wired...To Self-Destruct“ ab, welches die bisherigen Trademarks der Band vereint. Moment mal...fehlen da nicht zwanzig Jahre sowie die Unterschlagung solcher „Heldentaten“ wie zum Beispiel „Reload“, „St.Anger“, „Death Magnetic“ und „Lulu“? Abhaken, in die Mottenkiste damit. METALLICA erfinden sich 2016 keineswegs neu [zum Glück nicht noch einmal], sondern bieten genau das, was die ewigen Dauernörgler [mich eingeschlossen] kaum zu hoffen wagten: Ein richtig fettes, amtlich geiles Album, welches zurecht den METALLICA-Schriftzug zieren darf. Klar, es sind nicht ausnahmslos alle Songs Perlen der Musikgeschichte und somit bleibt die Legende „Master Of Puppets“ eben weiterhin das Nonplusultra.
fränky | 6 von 7 Punkten

Trackliste:
CD 1:

01. Hardwired
02. Atlas, Rise!
03. Now That We're Dead
04. Moth Into Flame
05. Dream No More
06. Halo On Fire

CD 2:

01. Confusion
02. ManUNkind
03. Here Comes Revenge
04. Am I Savage?
05. Murder One
06. Spit Out The Bone
Spielzeit: 01:17:14

Line-Up:
James Hetfield - Vocals, Guitar
Kirk Hammett - Guitar
Rob Trujillo - Bass
Lars Ulrich - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
19.11.2016 | 00:46
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