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Band: Miasmal Homepage Miasmal bei Facebook Metalnews nach 'Miasmal' durchsuchenMiasmal
Album:Cursed Redeemer
Genre:Death Metal
Label:Century Media
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:18.04.14
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"Klassisch und rockig!"

Tief im Herzen bin ich zu schwach für richtig brutalen Death Metal. Ich finde ja, dass Black Metal generell wesentlich zugänglicher und auch spannender ist als die schiere Brutalität mit der manche Death Metal Bands einfach alles totprügeln, was ihnen so über den Weg läuft. Aber es gibt auch Ausnahmen – eine davon sind MIASMAL aus Schweden, die dieser Tage ihr zweites Album „Cursed Redeemer“ via Century Media Records veröffentlichen.

Und „Cursed Redeemer“ ist eine richtig knackige und coole Scheibe geworden, die mit ihren zunächst etwas kurz wirkenden 37 Minuten auch genau die richtige Länge erreicht. MIASMAL schaffen es auf „Cursed Redeemer“ nämlich, ihren Death Metal mit Melodien, schmissigen Soli und einer ordentlichen Portion Groove aufzuwerten. Dass dabei die Brutalität etwas verloren geht, ist nur natürlich, tut der Qualität der Scheibe aber keinen Abbruch. Sänger Pontus growlt und schreit sich durch die acht Songs, ohne jeweils ins reine Gegrunze oder in Klargesang abzurutschen. Manchmal erinnert der Sänger schon fast eher an einen Punk, der jetzt für einen Death Metal Band singt. Aufgrund der variablen Drumarbeit von Björn gelingt es MIASMAL außerdem, eine gewisse Variabilität in ihre Songs und in ihr Album zu bringen, so dass man nach 10 Minuten noch nicht das Gefühl hat, man könne nach schon vorhersagen, was auf der Scheibe noch passieren wird. Trotzdem besteht kein Zweifel daran, dass „Cursed Redeemer“ eine klassische Death Metal Scheibe ist – erkennt man doch an den Songs und vor allem an den Strukturen klar den Einfluss verschiedener Death Metal Bands der 90er. Insofern bleiben MIASMAL trotz durchaus variationsreicher Songs innerhalb der Grenzen dieses Genres. Textlich beschäftigen sich MIASMAL mit apokalyptischen Visionen und Zuständen und prangern auch die Übermacht der Technik an. Sozialkritischer Death Metal also. Das größte Problem, das MIASMAL in naher Zukunft haben werden, ist wohl ihre fehlende Eigenständigkeit. Es besteht kein Zweifel, dass „Cursed Redeemer“ richtig Laune macht und zum Abrocken perfekt geeignet ist. Aber es lässt sich auch nicht leugnen, dass diese Art von Musik auch schon von anderen Bands perfektioniert wurde. MIASMAL sind somit momentan im Hype der „Retro“-Bands wunderbar aufgehoben, aber irgendwann wird auch dieser Trend in sich zusammenfallen und dann stellt sich immer die Frage – welche Bands stehen noch, wenn der Rauch sich gelichtet hat?

Bis dahin kann man aber auch einfach weniger nachdenken, „Cursed Redeemer“ eintüten und eine halbe Stunde lang eine ordentliche Ladung Todesblei vor den Bug geschossen bekommen. Denn handwerklich wissen die Jungs auf jeden Fall was sie tun und werden euch gut unterhalten, das kann ich euch versprechen.

Trackliste:
01. Cursed Redeemer
02. Call Of The Revenant
03. Whisky Train
04. Excelsior
05. A Veiled Remembrance
06. Until The Last
07. Frozen In Time
08. 2013
Spielzeit: 00:37:09

Line-Up:
Björn – Drums
Magnus – Gitarre, Hintergrundgesang
Ruben – Bass
Pontus – Gesang, Gitarre
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
07.05.2014 | 12:27
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