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Album:Lords of Chaos - Der blutige Aufstieg aus dem Untergrund
Genre:Black Metal
Bewertung:7 von 7
25. November 2002
CD kaufen:'Michael Moynihan und Didrik Søderlind - Lords of Chaos - Der blutige Aufstieg aus dem Untergrund' bei amazon.de kaufen
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Nachdem das vorliegende Buch für lange Zeit nur in englischer Sprache zugänglich war, kommt es nun „rechtzeitig“ zu Weihnachten samt dazugehöriger [allerdings auch separat erhältlicher] Doppel-CD auf deutsch daher.
Wie das Titelbild verrät werden in „Lords Of Chaos“ vorrangig die Kirchenbrände im Norwegen der neunziger behandelt; doch rollt man die Geschichte der satanischen Musik zunächst ganz von Beginn an auf und fängt mit dem Jazz und Blues der späten dreißiger Jahre an, zieht sich dann über Bands wie die Rolling Stones, Black Sabbath oder Led Zeppelin bis hinzu den frühesten schwarzmetallischen Anfängen, als die Musik härter, provokativer und immer offensichtlicher mit dem Satanismus umging – nämlich Bands wie Venom.

Der angesteuerte Kurs geht sodann in Richtung Norwegen, wo man bis ins kleinste Detail die maßgebenden Personen des Milieus [sowie dessen Enstehung], Kirchenbrände, Morde, Drohungen, Verbindungen, etc. erläutert bekommt. Interviews, Zeitungsberichte, etc. mit/über den/die Größen der Szene en masse. Es werden die Gründe für die eingenommene Haltung, Satanismus an sich, Heidentum, Musik, Verbrechen und Verbindungen hinterfragt, wobei sich unter anderem Leute wie Euronymous [Mayhem], Varg Vikernes [Burzum] oder Bård „Faust“ Eithun [Emperor] zu Worte melden.
Weiterhin beschäftigt sich das Buch mit den Anfängen des in die Öffentlichkeit geratenen Satanismus durch „Drahtzieher“ wie Aleister Crowley und den Gründer der „Curch of Satan“ Anton Szandor LaVey.
Beleuchtet werden ebenfalls die Auswüchse der deutschen, den anderen skandinavischen und der amerikanischen Szene; was das zweite größere Hauptfeld des 413 Seiten starken Wälzers ausmacht. Natürlich hält das Augenmerk auch auf der Person Hendrik Möbus fest und zeigt dessen Taten und Anschauungen auf.
Zum Schluß hin beschäftigt man sich eingehender mit dem Thema Faschismus, der bis heute immer noch eine tragische Rolle im Thema Black Metal inne hat und eben jene Musikrichtung meist deshalb sehr übel aufstößt.

„Lords Of Chaos“ liefert auf 413 Seiten einen umfangreichen Einblick in die norwegische Black Metal Szene und deren „Ableger“. Die Figur des Count Grishnackh [Varg Vikernes] zieht sich wie ein roter Faden durch die Kapitel und taucht so zu fast jedem Thema hier und da auf. Sowieso dreht sich viel um diese Person, welche wohl [nicht nur wegen seiner zweifellos fragwürdigen politischen Ansichten] als Führungsbild angesehen werden darf.
Das Buch überzeugt absolut durch Sachlichkeit und sehr gute Recherche. Was vorliegt ist keine Propaganda, weder positiv noch negativ. Es ist sehr interessante Berichterstattung über eine Szene, die sich von allem abwendet und es geschafft hat, sich bishin zu einer Sub-Kultur und einem eigenem Genre abseits der restlichen Metalwelt zu etablieren.

Trotz mancher Tippfehler und der Tatsache, dass ich mir etwas genauere Berichterstattung über den Fall Dissection und aber auch das Erwähnen von Bands wie Nargaroth oder Taake gewünscht hätte, kommt der deutsche Version noch eines zu Gute: durch die Zeit der Umsetzung in die deutsche Sprache, sammelten sich weitere Interviews u.ä. an, welche sich hier finden lassen. Ebenso ist das Gesamtwerk nicht von Zensur oder ähnlichem heimgesucht worden, da sich die widergespiegelten Meinungen und Aussagen mitunter mehr als menschenverachtend und/oder entwürdigend zeigen.

Man kann diesem Buch mit Sicherheit eine der höchsten Positionen im Bereich der Rock/Metal-Literatur attestieren; denn gerade in dieser Sektion der harten Musik, kamen meist nur pro-faschistische, christliche oder stümperhafte Schriften ans Tageslicht. Beide Daumen gehen weit hoch und ich empfehle dieses Buch jedem, der sich für Themen dieser Art interessiert.

Trackliste:


Markus Jakob [shilrak]
13.12.2002 | 00:02
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