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Cover von Mindreaper -- Human Edge [...To The Abyss]
Band: Mindreaper Homepage  Metalnews nach 'Mindreaper' durchsuchenMindreaper
Album:Human Edge [...To The Abyss]
Genre:Death Metal, Death/Thrash Metal
Label:Eigenproduktion
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:06.04.12
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"Weiter so!"

2001 gegründet haben die Hessen MINDREAPER inzwischen mehr als zehn Jahre Dienstzeit abgeleistet und brachten es in dieser Zeit immerhin schon zu einer EP namens „Absolute Zero“. Im Vergangenen Herbst begab sich die Truppe dann ins „Studio 13“, um in Zusammenarbeit mit Michael Schlor [u.a. IGNIS FATUU] ihr erstes volles Album aufzunehmen, das da hört auf den Namen „Human Edge […To The Abyss]“.

Der Vierer hat sich für sein Debüt auf weithin gradlinigen Death Metal eingeschossen, der zeitweise recht offensichtlich mit dem Thrash Metal flirtet und ansonsten eindeutig das Prädikat „Old School“ verdient – nicht zu technisch und nicht zu melodiös, also auch nicht kitschig, aber auch nicht zu stumpfsinnig, sodass es langweilen könnte, was eine recht ausgeglichene Hartwurst-Mischung abgibt. Schon im eröffnenden „Black Head“ fällt dabei der großartige Sound von „Human Edge […To The Abyss]“ auf, der ebenso fett wie organisch ausfällt, was den bratenden Riffs der Hessen durchweg gut tut. Verwundern sollte das allerdings niemanden, denn wie man im Booklet erfährt, kümmerte sich ein gewisser Andy Classen um die klangliche Nachbesserung des MINDREAPER-Debüts und der Mann weiß eben, wie Metal zu klingen hat. Einziger Wehrmutstropfen: Die Leadgitarren des Herrn Weppler sind im Mix etwas zu laut geraten und so gut der Mann auch zweifelsohne Spielen kann – das zumindest wird auf dieser Platte allemal unmissverständlich deutlich – so stört dies in Verbindung mit dem nasalen Leadsound doch ein wenig. Davon abgesehen wird schon mit erwähntem Opener „Black Head“ deutlich, was MINDREAPER auf ihrem Debüt so vorhaben, denn hier greift tonnenschwerer Groove mit peitschenden Riffs eineinander, was für ordentlich Abwechslung sorgt. Gleiches Programm im folgenden „Cryophobia“ und mit „Little Round Top“ zeigen die Mannen schließlich, dass sie durchaus auch zum Filigranerem fähig sind und so werden hier ausladende Melodieläufe und schon auch mal atmosphärische weil unverzerrte Parts mit eingewoben – siehe auch „High Water Mark“. Sänger Sebastian Rehbein hat dabei zwar nichts an sich, was ihn von irgendeinem anderen Vertreter der growlenden Zunft abheben würde, röhrt aber auch nicht schlechter als die „Großen“ ins Mikro, weshalb auch die Vocals von „Human Edge […To The Abyss]“ absolut passend ausfallen und man sich hin und wieder an einen extrem wütenden Tom Angelripper erinnert fühlt. Wenn sie nicht gerade solch interessante Einfälle wie in „Power Commandment“ und „Seven Days“ haben, droht die kompromisslose Riffattacke der Herren MINDREAPER zwar bisweilen ein bisschen monoton zu werden, denn häufig ist das, was man zu hören bekommt, eben doch – wenngleich gut gemachter - „Standart-Death Metal“, aber dennoch legen sich die Mannen auf ihrem Debüt bereits ziemlich ins Zeug und zeigen sich als instrumentell überaus fähige, routinierte Musiker.

Mit „Human Edge […To The Abyss]“ legen MINDREAPER nach ihrer EP „Absolute Zero“ ein in jeder Hinsicht solides Debütalbum vor, welches das Potential der Hessen offenbart und mit etlichen wirklich guten Death Metal-Songs aufwartet. Für die Oberliga reicht es zwar noch nicht, denn viele Songs funktionieren hier noch nach dem gleichen Muster, aber sowohl Underground-Fans als auch Veranstalter kleinerer bis mittelgroßer Festivals dürften sich über das Quartett freuen. Weiter so!

Trackliste:
01. Black Head
02. Cryophobia
03. Little Round Top
04. Power Commandment
05. Cataclysmic Fire
06. Seven Days
07. Absolute Zero
08. Steer On Demise
09. High Water Mark
10. Erased Apocalyse
11. Trust And Betrayal
Spielzeit: 00:46:41

Line-Up:
Sebastian "Sucking" Rehbein - Vocals
Günther "Gynni" Weppler - Guitar
Manuel "M" Roth - Bass
Manuel Nozulak - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
18.06.2012 | 18:00
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