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Cover von Minsk -- The Crash And The Draw
Band: Minsk Homepage  Metalnews nach 'Minsk' durchsuchenMinsk
Album:The Crash And The Draw
Genre:Sludge
Label:Relapse Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:03.04.15
CD kaufen:'Minsk - The Crash And The Draw' bei amazon.de kaufen
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"Im Geiste von NEUROSIS"

Die nicht aus der Hauptstadt Weissrusslands, sondern aus den Staaten stammenden Herren von MINSK bringen mit "The Crash And The Draw" nun ihr auch schon viertes Studioalbum auf den Markt, haben sich dieses Mal mit mehr als sechs Jahren Pause seit "With Echoes In The Movement Of Stone" eine ganze Menge Zeit gelassen. Schauen wir mal, ob die lange Pause sich auch gelohnt hat.

Der erste Gedanke, der mir beim Hören früherer Werke von MINSK durch den Kopf schoss, war, dass sie ein wenig nach NEUROSIS in gelassen klingen. Dichte, sich langsam aufbauende Atmosphäre, die aber nicht so bedrückend und wuchtig daherkommt wie bei den Herren um Scott Kelly, sondern dem geneigten Hörer mehr Raum zum Atmen lassen. Wer so etwas auch hier erwartet, wird schnell vor den Kopf gestoßen, da 'To The Initiate' nach etwas ruhigerem Anfang förmlich explodiert und den Hörer mit Wucht gegen die Wand drückt, bevor dann wieder in ruhigere Gefilde geschwenkt wird. Ein weiteres Highlight ist das in vier Parts geteilte 'Onward Procession', das zuerst ruppiger daherkommt, mittendrin mit fast schon sakralen Chören aufwarten kann und sehr trippig und relaxt daherkommt, bevor in einer plötzlichen Eruption wieder der Knüppel ausgepackt wird. Wechsel zwischen ruhigeren und aggressiveren Parts bestimmen auch den weiteren Verlauf der Platte, so sind 'Conjunction' und der erste Teil von 'The Way Is Through' von deutlich entspannten Klängen geprägt, die den Hörer sich zurücklehnen lassen, bevor es dann wieder rauer wird. 'To You There Is No End' ist dann ein interessantes Zwischenspiel mit viel Perkussion, das von der Atmosphäre auch gut in so manchen Horrorfilm gepasst hätte. Der Rausschmeißer 'When The Walls Fell' vereint dann nochmals alle Elemente der Scheibe in einem Song und setzt einen gekonnten Schlusspunkt.

Fazit: MINSK gelingt ein starkes, eigenständiges Album, das Fans von Bands wie NEUROSIS, ISIS oder PELICAN auf jeden Fall zusagen sollte. Die Scheibe ist stets abwechslungsreich und spannend, verbindet gekonnt raue und entspannte Seiten und bietet auch nach einigen Durchläufen immer wieder Neues.

Trackliste:
01. To the Initiate
02. Within and Without
03. Onward Procession I. These Longest of Days
04. Onward Procession II. The Soil Calls
05. Onward Procession III. The Blue Hour
06. Onward Procession IV. Return, the Heir
07. Conjunction
08. The Way Is Through
09. To You There Is No End
10. To the Garish Remembrance of Failure
11. When the Walls Fell
Spielzeit: 01:15:36

Line-Up:
Sanford Parker - Producer, Mixing
Chris Bennett - Guitars, Vocals
Tim Mead - Vocals, Keyboards
Aaron Austin - Guitars, Vocals
Zachary Livingston - Bass, Vocals
Kevin Rendleman - Drums
Florian Reuter [Nezyrael]
30.03.2015 | 22:40
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