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Cover von Minsk -- The Ritual Fires Of Abandonment
Band: Minsk Homepage  Metalnews nach 'Minsk' durchsuchenMinsk
Album:The Ritual Fires Of Abandonment
Genre:Ambient, Doomcore, Post Hardcore
Label:Relapse Records
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:23.02.07
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"Wenn sich Neurosis und David Lynch begegnen..."

MINSK gehören zu der Sorte Band, die man nur schwer in eine Schublade packen kann – was die Jungs aus den US of A, genauer gesagt Illinois, bestimmt diebisch freut. Und mit „The Ritual Fires Of Abandonment“ knallen sie dem geneigten Hörer außerdem ihr drittes Album, das wenig Platz für eben jenes Schubladendenken oder für Kompromisse lässt, vor den Latz. Eins vorweg: Diese Scheibe braucht jede Menge Zeit und nebenher sollte sie schon gar nicht gehört werden. Wer sich aber auf diese Spielregeln einlässt, wird jedoch reich belohnt werden…

MINSK liegen irgendwo zwischen Doomcore, Post Rock und Post Hardcore, wobei der Post-Rock-Anteil den deutlich geringsten darstellt, denn dafür gehen sie schlichtweg zu brachial, düster und abgedreht zu Werke. Episch-hypnotische Klangkonstrukte mit düsteren Instrumentalpassagen und schräg wabernden Keyboard-Teppichen, die sowohl TRIBES OF NEUROT und DEAD CAN DANCE als auch den David Lynch-Filmen in Form eines Soundtracks alle Ehre machen würden, werden da durchsetzt mit düsteren Samples [„Circle Of Ashes“] und brachial-schleppenden Gitarren, die sehr an die Wucht von NEUROSIS zu Zeiten von „Through Silver In Blood“ oder „Times Of Grace“ erinnern und nach sanften Abschnitten urplötzlich über dem Hörer wie ein Gewitter losbrechen. Zu dieser sperrigen Symbiose kommt der variable Gesang, der, mal herausgebrüllt, dann wieder sehr klar, sanft und gefühlvoll dargeboten, somit für ein akustisches Gesamtbild sorgt, das als wahres Wechselbad der Gefühle bezeichnet werden kann. Oft rein instrumental [„Mescaline Sunrise“] und beinahe cineastisch anmutend, stellen der Opener „Embers“, „The Orphans Of Piety“ und „Ceremony Ek Stasis“ mit ihren jeweils circa fünfzehn Minuten die verkopften Kernstücke des Albums dar, in denen beispielsweise problemlos auch Percussion-Elemente sowie Piano- und Saxophon-Parts ihren passenden Platz finden. Überhaupt sollte dieses Album eher als durchgehendes Gesamtkunstwerk gehört werden, auch wenn die einzelnen Songs für sich durchaus Sinn ergeben, denn erst in seiner Gesamtheit vermag „The Ritual Fires Of Abandonment“ seine ganze Kraft zu entfalten – und die ist ohne Zweifel gewaltig!

MINSK haben mit ihrer dritten Full Length ein wahnsinnig gutes Album erschaffen, das keineswegs nebenher, sondern mit viel Zeit, wenig Berührungsängsten und am besten mit Kopfhörern konsumiert werden sollte, denn immer wieder offenbaren sich Details in dem extrem weit gefächerten Klangbild. Eigenständig sind die fünf Jungs auf alle Fälle und lassen auch zu keinem Zeitpunkt Zweifel aufkommen, wie sie ihre Musik gestalten und klingen lassen wollen, sodass eine schlüssige, anspruchsvolle und einzigartige Veröffentlichung das Ergebnis ist. Respekt!

Trackliste:
01. Embers
02. White Wings
03. Mescaline Sunrise
04. The Orphans Of Piety
05. Circle Of Ashes
06. Ceremony Ek Stasis


Alexander Eitner [soulsatzero]
10.05.2007 | 11:47
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