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Band: Misery Index Homepage  Metalnews nach 'Misery Index' durchsuchenMisery Index
Album:Dissent
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:20.10.04
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Durch das andauernde rumhuren, äh –touren der selbstfinanzierten MISERY INDEX kam es zu einigen Verzögerungen, aber jetzt ist die bereits im Sommer aufgenommene EP „Dissent“ für den Käufer auf der Heimseite der Band erhältlich.
Was erwartet uns nach der vielerorts hochgelobten Langspielscheibe „Retaliate“ [Review], die via Nuclear Blast erschien?

Nun, in erster Linie wird „Dissent“ allein durch MISERY INDEX vertrieben und zweitens ist es eine EP von 17 Minuten Spielzeit. Hinzu kommt aber, daß man einen Drummerverschleiss zu verzeichnen hat, wie manche Fussballvereine ihn mit den Trainern haben. Nur gehen die Drummer alle allein und wegen anderen Gründen, denn an der Musik kann es nicht liegen.
Diese ist auf „Dissent“ ein weiteres Mal auf sehr hohem technischen Level, nur hat man wesentlich mehr Melodien und weniger noisige Elemente mit reingepackt als auf dem Vorgänger. Die fett groovenden Teile sind weiterhin vorhanden bzw. wurden noch etwas verlängert, was mir persönlich sehr gut gefällt.
Diese Überbrückung bis zum nächsten Longplayer, der uns nächstes Jahr in die Fresse hauen soll, beinhaltet den aus vier Teilen bestehende Titeltrack sowie einen Song namens „Defector“, der auch durch eine kurze, würzige Spielzeit von 3:14min und verschiedenen Taktwechseln und den typisch angepunkten Schraddelriffs plus einem äusserst fetten, mittleren Groovepart auffällt und sich ruckzuck in die Nackenmuskeln überträgt.

„Dissent“ selbst fängt mit Teil 1 „Sheep And Wolves“ äusserst langsam und tragisch an. Er hypnotisiert beinahe den Hörer und wird durch Teil 2 „Exception To The Ruled“, einem schnellen und äusserst melodischen Song mit einem immer wiederkehrenden Thema, gleitend abgelöst. Hier gibt es auch ein Gänzehautsolo, was mich sehr positiv überrascht hat und mittlerweile zu meinem Lieblingssong von MISERY INDEX avancierte.
Teil 3 „The Imperial Ambition“ blastet gewohnt die Gehörgänge frei bis es gegen Ende immer langsamer und druckvoller wird. Genau die richtige Einleitung für Nummero Quattro „Multipass“, äh..nee, Gschmarre, ich meine „Multiply By Fire“. Und wieder herrscht der Groove und die Abwechslung in Takt und Melodie. Hammer!

Vergesst alle bisherigen Releases der ehemaligen Föten und legt Euch „Dissent“ zu, denn hier ist alles vorhanden, was der DeathGrinder zum Frühstück benötigt! Blast, Groove und eine Menge gute Laune in Form von geilen Melodien, die jedem das Lächeln wieder zurück ins zerknitterte Gesicht bringen.

Trackliste:
1. Sheep And Wolves
2. Exception To The Ruled
3. The Imperial Ambition
4. Multiply By Fire
5. Defector


Danny Jakesch [Trabi]
30.10.2004 | 23:04
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