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Cover von Misery Index -- Retaliate
Band: Misery Index Homepage  Metalnews nach 'Misery Index' durchsuchenMisery Index
Album:Retaliate
Genre:Grindcore
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:15.09.03
CD kaufen:'Misery Index - Retaliate' bei amazon.de kaufen
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Wer kennt die DYING FETUS-Meuterer seit ihrer furiosen „Overthrow“-Scheibe nicht?!
Nun hat man allerdings seit der Bandgründung anno 2001 durch die Ex-FETUS-Mitglieder Jason Netherton (Geschrei und Dicke-Saiten-Folter) und Drumgott Kevin Talley, die durch Mike Harrison an der Gitarre unterstützt wurden und erst als Studioprojekt geplant waren, ein paar Line-Up-Wechsel hinter sich, aber deswegen wurde die Mucke nicht schlechter. Mittlerweile hat man den Kevin-Zögling Matt Byers an den Fellen und Sparky von den sterbenden Föten ersetzte Harrison an der Gitarre. In Bruce Greig fand man einen 2. Saitenkitzler. Soviel zur Geschichte der Band; jetzt aber zum Produkt dieser prominenten Gesellschaft...

War der letzte Output noch stark von Kevin´s Grooves bestimmt, die zwangsläufig an DYING FETUS erinnern vermochten, gelang es mit „Retaliate“ einen weiteren Schritt in Richtung Selbstständigkeit zu gehen. Hier wird einem gnadenlose, harte Mucke geboten, die viel hardcorelastiger rüberkommt als alles was man ehemaligen Föten gewohnt ist. Das ist aber nicht mal so schlecht, da man sich mit so einer Art von Sound in neue Bereiche des Grindcores/DeathGrinds bewegen kann, als andere Bands dieser Gangart und man kann den Songs eine absolute Eigenständigkeit nicht verwehren. Hin und wieder kommt eine Prise Punk reingestreut, die aber nicht allzu relevant ist und das Gesamtbild nur noch härter erscheinen lässt.
Man kann auch deutlich Einflüsse von der Kult-Death-Metal-Band schlechthin TERRORIZER und den alten MORBID ANGEL heraushören. Gesanglich bewegt sich Talley aber immer mehr in Richtung Hardcore bzw. NAPALM DEATH, wobei wir wieder beim Grindcore wären, der seine Wurzeln ja bekanntlich im Punk bzw. Hardcore hat. Ok, der Thrash Metal sei hier auch erwähnt, denkt man an HYRAX zurück, die Anfang der 80er den ersten Grindsong verfassten. [und das mit „hohem“ Gesang!!!]
Jedenfalls beziehen sich MISERY INDEX auf dieser Scheibe mehr denn je auf ihre Wurzeln und verbinden gekonnt Moderne mit klassischen, harten Metalstoff.
Als kleines Schmankerl für die deutschen Fans [ob das mit dem deutschen Label Nuclear Blast zusammenhängt???*g*] hat man mit dem 4. Song „Angst isst die Seele auf“ eine deutsche Betitelung gewagt, die auch recht lustig klingt, wenn man sie Talley mit leichtem Gurgeleffekt schreien hört ;)
Der Song selbst kickt ausserordentlich gut Ass und sollte auf Tour in Germoney wohl kein Haar bewegungslos lassen.
Die anderen Nackenbrecher reihen sich da nahtlos ein und ich kann jedem, der noch nichts von dieser aussergewöhnlichen Combo gehört hat, diese Scheibe ans Herz, bzw ans Ohr legen. Mir persönlich gefällt aber der letzte DYING FETUS-Output „Stop At Nothing“ noch einen Deut besser, da er wesentlich thrashiger und grooviger ausgfallen ist, als MISERY INDEX es jemals waren und wohl auch werden. Aber das möchte die Band sicher auch nicht, sonst wären sie ja nur ein Klon und das sind sie spätestens ab „Retaliate“ nicht mehr.

Trackliste:
01. Retaliate
02. The Lies That Bind
03. The Great Depression
04. Angst Isst Die Seele
05. Demand The Impossible
06. Order Upheld / Dissent Dissolved
07. Servants Of Progress
08. The Unbridgeable Chasm
09. Bottom Feeders
10. History Is Rotten


Danny Jakesch [Trabi]
23.09.2003 | 01:15
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