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Band: Misery Speaks Homepage Misery Speaks bei Facebook Metalnews nach 'Misery Speaks' durchsuchenMisery Speaks
Album:Disciples Of Doom
Genre:Melodic Death Metal, Rock'n'Roll
Label:Drakkar
Bewertung:5.5 von 7
CD kaufen:'Misery Speaks - Disciples Of Doom' bei amazon.de kaufen
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"Spannende neue Pfade"

Neuer Sänger, neuer Stil, neues Glück? Eindeutiges Ja. MISERY SPEAKS haben eine beeindruckende Stilkorrektur vorgenommen, ohne sich selbst zu verleugnen. Nach dem unglaublich bollernden, selbstbetitelten Labeleinstand, der wirklich frisch aus Schwedens Melodic Death Metal-Werkstatt importiert hätte sein können und dem etwas gezügelteren Zweitling "Catalogue Of Carnage", haben MISERY SPEAKS den Stillstand vermieden und öffnen sich auf "Disciples Of Doom" ein großes Stück weit in verschiedene Richtungen.

Das liegt nicht zuletzt am neuen Sänger Przemek Golomb, der den abgewanderten Claus Ulka ersetzt. Przemek hat ein viel rotzigeres Organ als sein Vorgänger, was MISERY SPEAKS dazu nutzen, auch mal straight nach vorne zu rocken und ein wenig in den Süden der USA zu schielen. Ein Hauch von DOWN oder CORROSION OF CONFORMITY würzt die immer den immer noch Schweden Death-lastigen Cocktail. MISERY SPEAKS haben ihre Strukturen entrümpelt, ohne wirklich banal zu werden. Dazu kommt neuerdings auch eine kleine Prise Thrash und großer Rock´n´Roll-Appeal. Zugegeben: Die Mischung braucht ein paar Durchläufe, um zu zünden. Partiell auftretende Verwirrung, ja, vielleicht sogar Enttäuschung, sollte man getrost ignorieren und "Disciples Of Doom" die verdiente Chance geben. Nach einer Weile entpuppen sich Songs wie "The Burning Path", "End Up In Smoke", "Obsessed" oder "The Swarm" [mit rabiatem Blastbeat-Einstieg] als wahre Perlen. Besonders hervorzuheben ist "Black Garden", ein beeindruckender Longtrack, bei dem MISERY SPEAKS alle Register ziehen und das neue Spektrum von EDGE OF SANITY bis ALABAMA THUNDERPUSSY komplett abdecken. Dieses Mal griff man übrigens nicht auf die Dienste von Dan Swanö [ex-BLOODBATH, EDGE OF SANITY] zurück, sondern engagierte Jonas Kjellgren [SCAR SYMMETRY, SONIC SYNIDCATE] für den nötigen Punch im Soundgewand. Sicherlich angesichts der vorherrschenden Dynamik von "Disciples Of Doom" die richtige Entscheidung.

"Disciples Of Doom" ist ein mutiges, interessantes Album, das mit jedem Durchlauf wächst. Ein wenig Geduld muss man mit dem Material haben, doch dann entfaltet sich das volle Aroma der "neuen" MISERY SPEAKS. Die Band lehnt sich nicht ganz so weit aus dem Fenster wie FEAR MY THOUGHTS auf "Isolation", agiert aber definitiv ähnlich spannend und originell.

Trackliste:
01. Out Of The Unknown
02. The Burning Path
03. End Up In Smoke
04. A Road Less Traveled
05. Disciples Of Doom
06. Obsessed
07. Black Garden
08. Fragile
09. The Swarm
10. Into The Unknown
Spielzeit: 00:49:15

Line-Up:
Przemek Golomb – Vocals
Florian Füntmann – Guitar
Stephan Gall – Guitar
Martin Grossmann – Bass
Janosch Rathmer – Drums
Michael Siegl [nnnon]
19.04.2009 | 11:35
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