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Cover von Momentum -- The Freak Is Alive
Band: Momentum Homepage Momentum bei Facebook Metalnews nach 'Momentum' durchsuchenMomentum
Album:The Freak Is Alive
Genre:Death Metal, Prog-Metal, Psychedelic
Label:Dark Essence Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:20.02.15
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"Interessante und vertrackte Kombi"

Ein psychedelisches Cover-Artwork, das ein Album namens „The Freak Is Alive“ ziert, das wiederum von vier Jungs aufgenommen wurde, die von der schönen Insel namens Island stammen. Wir ahnen ungefähr, in welche Richtung das Ganze gehen wird. MOMENTUM haben allerdings eine ziemlich bewegte Vergangenheit hinter sich; begannen sie doch unter dem Namen AFSPRENGI SATANS und haben zu jener Zeit noch dem Black Metal gehuldigt. Bald aber nannte man sich MOMENTUM und spielte Death Metal. Und jetzt, viele Jahre nach Bandgründung, erscheint das Zweitwerk „The Freak Is Alive“, das irgendwo an der Grenze von Death und Progressive Metal anzusiedeln ist.

Das Album „The Freak Is Alive“ zu nennen, ist gelungen, denn auf der zweiten Langrille der Isländer geht es tatsächlich ziemlich abgespact zur Sache. Zwar gehen MOMENTUM nicht die schon ausgetretenen Pfade von SÓLSTAFIR entlang und spielen sich mit endlos scheinenden Klanglandschaften, aber psychedelische und experimentelle Sounds finden sich auch auf „The Freak Is Alive“ zu Hauf. Als Beispiel kann der Titeltrack mit seinen psychedelisch-orientalischen Melodien am Ende des Songs herhalten. Oder das sehr ruhig gestaltete und kurze Zwischenstück „Familiar Unknown“, auf welchem MOMENTUM die Melancholie ins Spiel bringen. Die Isländer haben aber auch begriffen, dass Metal-Fans manchmal einfach abgehen wollen; MOMENTUM haben also ihre Death Metal-Wurzeln nicht vergessen, die in verschiedenen Songs immer wieder aufblitzen. So zum Beispiel gleich im Opener „Bury The Eyes Once Gold“, der mit Todesblei-Vocals und Drum-Arrangements aufwartet und, trotz oder gerade wegen seiner Vertracktheit, eine spannende Albumeröffnung darstellt. Aber auch am Ende von „Creators Of Malignant Metaphors“ hauen MOMENTUM noch einmal ein paar Death Metal-Trademarks rein, um den Song zusätzlich spannend zu machen. Gelungen. MOMENTUM spielen somit recht geschickt mit härteren und sanfteren Tönen, wobei die Isländer ganz im Gegensatz zu ihren Landsmännern von SÓLSTAFIR und KONTINUUM noch nicht die Freude an metallischen Fundamenten verloren haben. Dass diese aber teilweise recht komplex ausgefallen sind und auch unerwartet mit psychedelischen Elementen verknüpft werden, führt dazu, dass „The Freak Is Alive“ bei den ersten Hördurchgängen doch etwas sperrig und verkopft wirkt. Viele Songs öffnen sich allerdings nach ein paar Durchgängen und werden dann recht schnell faszinierend. Zweifellos gibt es auch Stellen und ganze Songs, die nicht perfekt funktionieren oder bei denen man sich etwas weniger Härte und ein etwas filigraneres Vorgehen gewünscht hätte, aber das ändert nichts am interessanten Ansatz der Isländer. Die Produktion von „The Freak Is Alive“ ist ordentlich ausgefallen; die härteren Parts knallen ordentlich, während die sanfteren Elemente recht klar aus den Boxen dröhnen.

Es scheint nach wie vor ein Rätsel zu sein, wie gerade Isländer immer wieder so außergewöhnliche und spannende Musik kreieren können. MOMENTUM auf jeden Fall machen nicht den Fehler, den momentan gehypten Weg von endlosen Klanglandschaften zu folgen, sondern stellen mit „The Freak Is Alive“ einen eigenständigen Sound auf. Manchen wird er etwas zu sperrig und zu hart sein, aber man kann große Momente auf der zweiten Langrille der Herren entdecken. Und, und das ist nicht ganz uninteressant, nicht viele Bands klingen so wie MOMENTUM. Ein guter Grund, zumindest einmal reinzuhören.

Trackliste:
01. Bury The Eyes Once Gold
02. Between Two Worlds
03. Familiar Unknown
04. Gauntlet
05. The Freak Is Alive
06. A Beast Is Near
07. Creator Of Malignant Metaphors
08. Undercover Imagination
09. Depth Of The Whole
Spielzeit: 00:48:54

Line-Up:
Hörður Ólafsson - Gesang, Bass
Ingvar Saemundsson - Gitarre, Gesang
Kristján Einar Gudmundsson - Drums
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
29.04.2015 | 11:59
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