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Cover von Monuments -- The Amanuensis
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Album:The Amanuensis
Genre:Djent, Progressive
Label:Century Media
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:20.06.14
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"Hinter den Erwartungen geblieben"

Schade, schade, schade. Ein riesiger Faktor für die Großartigkeit des Debüts der Briten, „Gnosis“ [2012]: Matt Rose, ein absoluter Wundersänger und Könner. Nach internen Spannungen hat sich Rose leider bei MONUMENTS ausgeklinkt, bzw. wurde ausgeklinkt. Sein Nachfolger ist der Ami Chris Barretto, echten Djentlemen noch von PERIPHERY bekannt - er stieg kurz vor den Aufnahmen zu deren selbstbetitelten Debütalbum [2010] aus. Und leider ist Barretto einer der Gründe, warum „The Amanuensis“ etwas hinter den Erwartungen zurückbleibt. Mit ihm können MONUMENTS anscheinend nicht ihr komplettes Potential abrufen.

Das soll natürlich nicht heißen, dass Barretto nichts drauf hätte, aber er kann Matt Rose stimmlich einfach nicht das Wasser reichen reichen, auch wenn sich die beiden technisch ungefähr in der gleichen Liga vokalisieren. Rose hatte das schlichtweg das angenehmere und außergewöhnlichere Timbre, aber das mag natürlich Geschmackssache sein. Womit wir bei dem anderen Problem von „The Amanuensis“ wären: Wer „Gnosis“ mochte, der wird auch dieses Album mögen, nur eben nicht ganz so sehr, da MONUMENTS sich kaum weiterentwickelt haben, sondern routiniert ihren [qualitativ hochwertigen] Stiefel durchziehen. Saufette, tiefe Riffs, melodische, meist große Refrains, Clean-/Schrei-Wechselgesang, technische Kabinettstückchen - alles, was man eben an „Gnosis“ auch schon schätzte oder eben nicht schätzte. Die Produktion ist einen Ticken organischer als beim letzten Mal geraten, aber trotzdem klingt „The Amanuensis“ natürlich modern as fuck. Bewundernswert ist – und das hebt MONUMENTS letztlich auch von der Djent-Konkurrenz ab – die fast schon manische Fixierung der Briten auf den Song. Kein unnötiger Schnick-Schnack, alles ist kompakt arrangiert und auf den Punkt gebracht. Exzessiv gefrickelt wird ausschließlich im Song-Kontext, Überbau zum Abbau musikalischen Samenstaus ist der Band komplett fremd. „Atlas“ ist das neue „Blue Sky Thinking“, auch wenn viele Songs auf „The Amanuensis“ das Zeug zum Hit haben [„The Alchemist“ sei noch als Beispiel genannt]. Mit dem Abschlusstrack „Samsara“ legen MONUMENTS dann doch zumindest etwas Experimentierfreude an den Tag: Bei diesem Stück mit Outro-Charakter wird Barretto lediglich von einigen Soundscapes, Backing-Chören und Effekten begleitet, was kurzzeitig an irgendwelche neueren ULVER-Sachen erinnert und erstaunlich gut funktioniert, aber wahrscheinlich mit Matt Rose noch besser funktioniert hätte...

„The Amanuensis“ ist trotz der genannten Schwächen unter dem Strich eine starke Scheibe mit großartigen Momenten, die jeden MONUMENTS-Symphatisanten zufriedenstellen wird. Chris Barretto ist zwar ein ordentlicher, aber kein grandioser Matt Rose-Ersatz. Beim nächsten Werk müssen die Briten allerdings unbedingt noch eine Schippe drauflegen.

Trackliste:
01. I, The Creator
02. Origin Of Escape
03. Atlas
04. Horcrux
05. Garden Of Sankhara
06. The Alchemist
07. Quasimodo
08. Saga City
09. Jinn
10. I, The Destroyer
11. Samsara
Spielzeit: 00:50:21

Line-Up:
Chris Barretto – Vocals
John Browne – Guitar
Olly Steele – Guitar
Adam Swan – Bass
Mike Malyan – Drums
Michael Siegl [nnnon]
21.06.2014 | 13:45
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