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Cover von Moonlight Agony -- Echoes Of A Nightmare
Band: Moonlight Agony Homepage  Metalnews nach 'Moonlight Agony' durchsuchenMoonlight Agony
Album:Echoes Of A Nightmare
Genre:Power Metal, Prog-Metal, Symphonic / Epic Metal
Label:Massacre Records
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:27.09.04
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"Namen sind nur Schall und Rauch"

Anno 2004 sollte eine Band namens MOONLIGHT AGONY das Licht der Metalwelt erblicken. Ein abschreckender Name, der viele potenzielle Käufer wahrscheinlich selbst bei dieser Review schon vertrieben haben sollte und doch lohnt es sich, sich mit dieser Band einmal mehr zu befassen. Der Aufkleber Dark-Symphonic-Power-Metal beschreibt eigentlich alles, was in der Platte steckt, und trotzdem dachte ich bei dem Aufdruck an eine ganz andere Musik. Beim Cover angefangen erblickt man, dass es düster zugehen sollte auf dieser Langrille und trotzdem weiß man nicht, was einen erwartet. Dark-Metal und das Cover sprechen für ein düsteres, erdrückendes Werk. Der Name und die Spielrichtung Symphonic-Power-Metal deuten jedoch in eine ganz andere Richtung. Wo also ist dieses Debüt „Echoes Of A Nightmare“ einzuordnen?

Fangen wir einmal ganz anders an und sagen, dies wäre Symphonic-Power-Metal der ganz anderen Art. Schon beim Opener „Into Darkness“ baut die Kombo alle Eigenschaften ein, die diese Band auf „Echoes Of A Nightmare“ auszeichnet. Es entfaltet sich ein siebenminütiger Song voller Kraft, Gefühl und Ausdruck. Rasante Drum Kicks treffen hier auf ein Keyboard, dass gut für Filme hätte eingestimmt sein können. Das Keyboard bildet eine düstere, geradezu für Filme prädestinierte Stimmung, die von düster-geheimnisvoll bis zu fröhlich-folkloristisch alles perfekt in Szene setzt.

Die Stimme von Sänger Chitral "Chity" Somapala [Ex-Firewind, Civilisation One uvm.] passt sich den Songs ideal an. Die Stimme wirkt einprägsam, markant und gibt den Songs den Drive, den sie benötigen, um perfekt in Szene gerückt zu werden. Jeder Song variiert zwischen High-Speed-Passagen und schleppenden Parts und bildet somit perfekte Abwechslung. Zwischenspiele, die der Band ganz klare progressive Aspekte zuweisen, lassen sich nicht von der Hand schlagen, jedoch versucht man bei diesem Album den Schwerpunkt nicht auf eine Prog-Attitüde zu legen. Zugleich wartet man auf diesem Album, mit Ausnahme von einem Track [Ceremony], vergeblich auf LaLaLa-Mitsing-Songs. Griffig, anspruchsvoll und abwechslungsreich gehen MOONLIGHT AGONY bei ihrem Debüt zu Werke.

Auch beim Titeltrack „Echoes Of A Nightmare“ hat man das Gefühl, in einem anspruchsvollen Horrorfilm zu sitzen. Zu Anfang des Songs hört man die Klänge einer Spieluhr, welche Unbehagen verbreitet. Nach diesem Intermezzo setzten die Drums ein und ergeben zusammen mit dem Keyboard und den Gitarren ein instrumentales Vorspiel, ehe es wieder zur düsteren Grundstimmung geht und Chitral "Chity" Somapala sich erneut passend in Szene setzt. Im Refrain geht es dann wieder mit High-Speed Tempo weiter. [Mit den High-Speed-Passagen ist auf diesem Album sehr oft zu rechnen – Das Drumset rattert eigentlich in jedem Song mindestens zu 50% mit einer Double Bass.].

Mit Ceremony entlädt sich als viertes der einzig richtige kompakte Track. Zwar sind auch hier die grundlegenden Dinge wie Abwechslung, Speed und ein perfektes Zusammenspiel der einzelnen Instrumente geliefert, jedoch ist dieser Track durchaus fröhlich und erinnert als einziger an andere Bands, die Symphonic-Power-Metal spielen. Trotzdem zeigen sich auch in diesem Track kleine Spielereien, die sich bei diesem Song im Solo auftun.
Auch die nächsten drei Tracks, „Equilibrium, Ghost und Moonlit Horizon“ arbeiten nach dem Prinzip des Openers. Speed-Einlagen soweit das Auge reicht, verbunden mit Melodien, die einen in eine ganz andere Welt entführen. Das technische Können der Band steht außer Frage, jedoch schafft man es hier, dieses in einer Art zu präsentieren, sodass man nicht darin ertränkt wird. Eine wunderbar runde Sache die MOONLIGHT AGONY in ihrem Sound einmalig macht.

Als vorletzten Track präsentiert uns die Band ein kleines Instrumentalstück, ehe es zum achtminütigen Prachtstück „Vanished“ weitergeht. Hier zeigen MOONLIGHT AGONY noch einmal, aus welchem Holz sie geschnitzt sind. All die positiven Eigenschaften, die ich im Vorfeld genannt habe, verbinden sich hier zu einer wahren Hymne dieser Band. Schnell, dynamisch, aufregend und in jeder Sekunde packend, ist dieser Song ein wahres Meisterwerk, das das Album in einem wundervollen Licht ausklingen lässt.

Hier erklären sich noch einmal alle Punkte der Beschreibung Dark-Symphonic-Power-Metal. Die düstere Horror-Fim-Stimmung lässt das „Dark“ in einem völlig neuen Gewand erscheinen. Hier wird der Begriff „Dark“ anders verwendet, wie z.B. bei Bands wie CRADLE OF FILTH. „Dark“ bezieht sich bei dieser Band einfach nur auf die Keyboard-Gitarren- Zusammenspiele. Dazu mischt man noch eine ordentliche Portion Symphonic-Metal der abwechslungsreichen Art und verziert das ganze mit einer ordentlichen Dosis Speed. So ergibt sich am Ende der Begriff Dark-Symphonic-Power-Metal.

Kommen wir zum Fazit der Platte „Echoes Of A Nightmare“ von MOONLIGHT AGONY: Diese Platte ist eigentlich jedem zu empfehlen, der auf symphonische Elemente steht und dazu einer ordentlichen Portion Speed nicht abgeneigt ist. Generell sollte jeder, der sich in Bereichen wie Power, Symphonic, Speed, Melodic etc. zuhause fühlt, die Platte unbedingt antesten. Auch Progressive-Freunde sollten dieser Platte ruhig einmal eine Chance geben, denn Abwechslung und Anspruch, um zu gefallen, bietet die Platte allemal. Selbst die Produktion erscheint in einer Perfektion die seinesgleichen oft sucht.

Am Ende soll gesagt sein, dass hier eine Band ein Debüt abgeliefert hat, dass vor eigenen Ideen nur so strotzt. Man hat es auf Anhieb geschafft, einen ganz eigenen Weg zu gehen, ohne dabei jemanden zu kopieren. Einziger Kritikpunkt an dieser Stelle soll der Name MOONLIGHT AGONY sein. Leider verleitet der Name schnell dazu, die Band links liegen zu lassen, da der Name nicht das verspricht, was die Musik hält. Ein schwerer Fehler in diesem Falle. Betrachtet man z.B. einmal die Coverartworks seiner Platten daheim, müsste man dort auch die Hälfte aller Tonträger aussortieren, da sie vom Optischen her so schrecklich sind. Gott sein Dank gibt die Musik mehr her, als das Cover vorgibt. Genau so ist es bei MOONLIGHT AGONY, jedoch nur mit dem Namen. So soll diese Kritik nicht an die Band gerichtet sein, sondern an uns Hörer, die Bands zu leicht nach dem Namen und dem Aussehen abzutun, da sich, wie in diesem Falle, doch hinter der Fassade ein wahres Prachtstück verbergen kann.

Trackliste:
1. Into Darkness
2. Icy Plains
3. Echoes Of A Nightmare
4. Ceremony
5. Equilibrium
6. Ghost
7. Moonlit Horizon
8. Vanished
Spielzeit: 00:43:26

Line-Up:
Vocals - Chitral "Chity" Somapala
Guitar - Kalle Landin
Guitar - Rickard Petersson
Keyboard - Martin Mellström
Bass - Christofer Starnefalk
Drums - Robert Willstedt
Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden]
28.09.2008 | 09:29
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