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Album:Illud Divinum Insanus – The Remixes
Genre:Electro, Experimental
Label:Season Of Mist
Bewertung:2.5 von 7
Releasedatum:24.02.12
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"Überdimensioniert und zahnlos"

Was zum... MORBID ANGEL haben sich die letzte Zeit mit ihrer offiziellen Neuerscheinung "Illud Divinum Insanus" bei vielen Fans Treuepunkte verspielt [für mich war das Album unterer Durchschnitt, nur die Midtempo Death Metal Tracks überzeugten, auf seltsame Art und Weise mochte ich auch "Destructos Vs. the Earth/Attack"]. "Wie holen wir uns die Treuepunkte wieder rein?" werden sich auch die Herren gefragt haben und kamen dabei wohl auf die sensationelle Idee, ein Remix-Album des kontrovers diskutierten Werkes herauszubringen.

In Zeiten von Youtube kennt der ein oder andere schon diverse Tanzvideos zu einigen Songs des Albums, was leider auch ganz gut vorhergesagt hat, was wir auf der Remix-Variante zu erwarten haben: Weitere "Gothisierung".
Kommen wir zu den Vorteilen: Keiner ist gezwungen, sich das Doppel CD-Album zuzulegen. Außerdem sind nun wirklich verschiedenste Stilarten im Bereich "Elektro" vorzufinden, was den ein oder anderen gelungenen oder zumindest interessanten Remix garantiert. Vor allem bei den eher MORBID ANGEL typischen Songs wundert man sich doch manchmal sehr, was manche Künstler aus dem Track heraushören und den Track entsprechend verunstalten oder gar ein kleines Meisterwerk daraus machen [besonderer positiver Erwähnung bedürfen LAIBACH, PROJECT PITCHFORK und TOM SKOLD]

Die Nachteile: Es sind viel zu viele Songs, zumal auch die elektronische Ausrichtung natürlich stark Geschmacksabhängig ist. Bei einer derart großen Sammlung ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch viel Mist dabei ist [was leider so auch zutrifft]. Und selbst bei einigen echt gelungenen Remixes muss man sich vor Augen halten, dass man es hier mit einem MORBID ANGEL-Werk zu tun hat. hierfür fällt das Endergebnis einfach viel zu zahnlos aus. [Vergleich: THE KOVENANT vollführten auch 1998 den Wechsel von Black/Dark Metal zu Industrial und EBM lastigen Rock/Metal und waren zeitgleich vor allem auf "Animatronic" grandios gut]

Ich bewerte den Release einfach mal neutral und sage, dass wir es mit einem Remix-Album zu tun haben, der seinem Namen gerecht wird. Besser wäre es gewesen, eine EP mit der handvoll sehr guten Mixes [LAIBACH, PROJECT PITCHFORK und auch TOM SKOLD haben echt gute Varianten auf diesem Album] herauszubringen, in dieser Form ist es einfach zu überdimensioniert und über viele Teile leider auch zu langweilig. Wer das Hauptwerk nicht mochte, wird diesen Release einfach ignorieren. Meiner Meinung nach besser als das reguläre Album.

Trackliste:
CD 1
01. Laibach – I Am Morbid (Wall Of Morbid Mix)
02. Cevin Key/Hiwatt Marchall – OmniDead
03. Brain Leisure – Too Extreme (Black Symphony Edition)
04. The Toxic Avenger – 10 More Dead
05. Malakwa – I Am Morbid
06. Synapscape – Too Extreme
07. Punish Yourself Vs. Sonic Area – Destructos Vs. The Earth (DoomsdayMarchMix)
08. Hiv+ – Too Extreme
09. Micropoint – I Am Morbid
10. John Lord Fonda – Too Extreme (Metallizer Remix)
11. Evil Activities – Radikult
12. Mixhell – Too Extreme
13. Black Lung – I Am Morbid
14. Mondkopf – Radikult
15. Xytras – Existo Vulgoré
16. Toxic Engine – I Am Morbid

CD 2:
01. Ahnst Anders – I Am Morbid
02. Nachtmahr – Destructos vs. The Earth
03. Tim Skold – Profundis/Mea Culpa
04. Black Strobe – 10 More Dead
05. Chris Pohl – Too Extreme
06. Project Pitchfork – Destructos Vs. The Earth
07. Treponem Pal – 10 More Dead
08. Scott Brown – I Am Morbid
09. Fixhead – Radikult
10. DJ Ruffneck – I Am Morbid
11. Igorrr – Remixou Morbidou
12. Tamtrum – I Am Morbid
13. Tek-One – 10 More Dead
14. Adrian – I Am Morbid
15. The Horrorist – Existo Vulgoré

Download (Ltd. Edition)
01. Combichrist – Destructos Vs. The Earth
02. Chrysalide – Nevermore
03. Asche – Destructos Vs. The Earth
04. Sylvgheist Maelstorm – 10 More Dead
05. Dead Sexy Inc. - I Am Morbid
06. Roger Rotor - Radikult
07. The Processus – I Am Morbid
08. Mulk – Existo Vulgoré
Spielzeit: 03:10:09

Line-Up:
David Vincent - Gitarre, Gesang
Trey Azagthoth - Gitarre, Keyboard
Thor Anders „Destructhor“ Myhren - Gitarre
Tim Yeung - Schlagzeug
Sascha Dörr [Saschisch]
18.07.2012 | 13:25
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