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Album:Deadly Incorporated
Genre:Heavy Metal, Power Metal
Label:All In Sound
Bewertung:3 von 7
Releasedatum:24.04.09
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"Angenehm ist der Bruder von Öde."

Die Berliner Band MORBID MIND hat auf ihr neues Album „Deadly Incorporated“ satte 13 Stücke gepackt. Eine Unglückszahl? Straighter Metal mit teils groovigen, mitunter auch mal thrashigen Passagen schallt uns da entgegen. Auffällig ist der extrem klinisch sauber wirkende Gitarrensound, der mich unweigerlich an ein gut produziertes Demotape früherer Tage denken lässt. Aber eine im Studio produzierte CD? Da missfällt der Gesamteindruck dann doch. Schlagzeug und Bass wirkend da besser ausgelotet. Und auch hinsichtlich der Gesangsspur von Shouter Jonas gibt es nichts zu bemängeln.

Es sind diese brutal in den Vordergrund gerückten Gitarrenklänge, die links und rechts alles überlagern scheinen zu wollen. So richtig damit anfreunden kann ich mich auch nach zigmaligem Hören der Scheibe nicht. Vom Songmaterial her hat die Band ebenso nicht so viel Abwechslung und Originalität zu bieten, als dass man sie unbedingt im Ohr behält. Viele der Stücke ähneln sich zu sehr hinsichtlich Tempo, Klangspektrum und Riffing. Die eingestreuten Parts von Gastsängerin Chrissi sind da eine willkommene Abwechslung und verbreiten direkt eine andere Stimmung in den Songs, die sonst nie aufkommen würde.

Sicher, alles ist eingängig und spricht direkt die Gehörgänge an. Beim ersten Durchlauf dachte ich auch noch: „Jo, ist angenehm.“. Aber das ist es eben dann auch schon. Angenehm muss nicht zwangsläufig auch gut sein. Live würde ich mir die Truppe sicher mal ansehen, vielleicht kommt hier ihre Power erst zum Ausdruck. Im Studio jedenfalls haben sie mir viel zu wenig Druck auf den Silberling gebracht. Alles wirkt brav eingespielt, jedoch auf Dauer langweilig.

Das mag hart klingen, dich dieser Eindruck manifestierte sich immer mehr. Typische Beispiele dafür sind die Songs „Destroy“ und „Apocalypse“. Dass die Band wesentlich mehr drauf hat, merkt man ironischerweise beim Instrumental, welches einen tollen Abschluss der Platte bietet. Ansonsten bleiben ein paar schicke Refrains, wie etwa bei „Black Hole“, einige brauchbare Gitarrenparts im MACHINE HEAD-Stil und die kernige Stimme von Jonas in Erinnerung. Zu wenig, um mit einer guten Note belohnt zu werden.

Trackliste:
01. Deadly Inc.
02. What You´ve Made Me Do
03. Breakdown
04. Black Hole
05. Insignificant
06. Apocalypse
07. Talk To The Hand
08. Destroy
09. Pain
10. Drug
11. Adam
12. The Message
13. Instrumental
Spielzeit: 00:56:17

Line-Up:
Jonas - Gesang
Manu - Gitarre
Markus - Gitarre
Eppi - Schlagzeug
Ben - Bass
Markus Grunow [Archon]
15.04.2009 | 12:27
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