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Cover von Morrigan -- Headcult
Band: Morrigan Homepage  Metalnews nach 'Morrigan' durchsuchenMorrigan
Album:Headcult
Genre:Black Metal, Pagan Metal
Label:Undercover Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:01.10.05
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"Keltische Tonkunst"

Wer bisher noch nichts mit dem Namen MORRIGAN anzufangen wusste, dem sei gesagt, dass es sich hierbei um eine Gruppe aus dem deutschen schwarzmetallischen Untergrund handelt, die bereits seit mehr als zehn Jahren aktiv ist. In der Demophase agierten sie als MAYHEMIC TRUTH, deren alte Werke seit langem Kultstatus besitzen. Im Jahre 1997 ging diese Formation auseinander, setzte jedoch 1999 den alten Weg ohne stilistische Veränderungen unter neuem Namen fort. 2001 erschien das Debütalbum „Plague, Waste And Death“. Danach folgten zwei weitere Alben, auf denen die Musik, wie immer, deutlich von den beiden Schaffensphasen BATHORYs geprägt ist. Typisch für MORRIGAN war der ständige Wechsel zwischen Epik und Aggression. „Headcult“, die insgesamt vierte Scheibe, stellt das erste komplett epische Album dar.

In Vorfreude verharrend lauschend musste ich feststellen: der erste Höreindruck ist ein eher enttäuschendes Erlebnis. Es ist paradox. Obwohl MORRIGAN zum ersten Mal ein komplett episches Album veröffentlicht haben, übertreffen viele der darauf enthaltenen Stücke nicht die Qualität der epischen Hymnen aus früheren Tagen. Weiterhin sind Klangfehler, wie das blechtrommelartige Schlagwerk, sowie der indifferente Gesamtklang nicht zu überhören. Die stumpf klingenden Gitarren finde ich aber mittlerweile sehr passend, weil sie hier der Musik sehr viel barbarische, stoische Kraft verleihen. Auch wenn es bedauerlicherweise keinen richtigen Höhepunkt gibt, was mir anfangs sehr missfiel, so habe ich mir die Zeit genommen tiefer in die pathetischen Landschaften von „Headcult“ einzudringen. Erst jetzt sehe und FÜHLE ich die wahre Pracht dieses Kleinods keltischer Tonkunst.

Der Blick schweift über die grüne Ebene hin zu den Hügeln und weiß-grauen Bergen. Drei Raben fliegen über die keltischen Lande. Heerscharen verfeindeter Stämme treffen in einem gewaltigen Gemetzel aufeinander, während die Raben die Schlacht umkreisen, nur um darauf zu warten die Seelen der Gefallenen fortzubringen. In einem mächtigen Kriegerchor klingt das Treiben aus, um „Crom Cruach“ zu eröffnen. Ein Stück voller Anmut und Erhabenheit! Es lebt durch ständig wiederkehrende, sich auftürmende archaische Chöre, die immer aufs Neue in mächtigen Schreien ausklingen. Deutlich sieht man vorm geistigen Auge einen König an der Spitze seines Heeres, das über schneebedeckte Berge marschiert, vorbeiziehen. Es folgt nun „Where Rainbows End”. Abwechslung schreitet Hand in Hand mit Schwelgerei von unglaublicher atmosphärischer Intensität. Schier unbeschreiblich sind Weite und Farbpracht dieses mächtigen Regenbogens… Spätestens jetzt sind alle Fehler und Makel vergessen! Es regiert nur noch die pure, konzentrierte Atmosphäre. Ohne Zwischenpause geleitet der Regenbogen zur nächsten Schlacht im kämpferischen „Bloody, Blue Faces“. Ein weiterer archaischer Höhepunkt sind die Marschtrommeln im Titelstück. Fast noch stärkere schwelgerisch Momente und schier grenzenlose Leidenschaft offenbart „Talisain“, welches „Beyond The Convent“ beinahe gleicht. Nur „Spell Of The Mountain King“ erreicht nicht ganz die Qualität der anderen Stücke.

„Headkult“ bietet zwar nicht alles, was ich mir erhoffte, aber es ist definitiv große Kunst! Schon allein „Crom Cruach“, „Where Rainbows End“ und „Talisain“ machen es dazu. Auch das Textheft ist sehr edel gestaltet. Wenn es jedoch einen Höhepunkt mit so viel Klasse wie „Dead Forever“ (Split-EP mit NOCTERNITY) gäbe und die angesprochenen Klangmängel nicht wären, so wäre „Headkult“ ein absolutes Meisterwerk.

Trackliste:
01. Morrigans Flight Over Celtic Lands
02. Crom Cruach
03. Where Rainbows End
04. Bloody, Blue Faces
05. They Can’t Tame The Devil
06. Headcult
07. Talisain
08. Beyond The Convent
09. Spell Of The Mountain King


Karsten Heim [Lone Wolf Winter]
25.03.2006 | 12:54
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