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Album:Taste The Blood
Genre:Death/Thrash Metal
Label:My Kingdom Music
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:16.01.09
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"Haben Blut geleckt"

MORTAL FORM aus dem niederländischen Arnhem servieren mit „Taste The Blood“ ihr zweites Studioalbum und melden sich nach siebenjähriger Veröffentlichungspause wieder auf der Bildfläche zurück. Geboten wird eine nicht immer funktionierende Mischung aus Death Metal, Thrash Metal und einigen Heavy-Metal-Querverweisen.

Völlig falsch liegt das Infoblatt also nicht, wenn DEATH, ARCH ENEMY, KREATOR, IN FLAMES und IRON MAIDEN als Einflüsse für den Sound von MORTAL FORM genannt werden. Lediglich die ebenfalls erwähnten MORBID ANGEL lassen sich beim allerbesten Willen nicht in den Songs der Tulpenthrasher auffinden. Insgesamt bestimmen dafür eher melodische und weniger brutale Death/Thrash-Nummern das Gesamtbild auf „Taste The Blood“. Vor allem die Gitarrenarbeit – oftmals zweistimmig – schielt in Richtung IRON MAIDEN und klassischem Heavy Metal, was zusammen mit der sehr erdigen Produktion zwar gut funktioniert, die Band aber spürbar an Härte einbüßen lässt. Des Weiteren befinden sich einige eher mittelmäßige Lieder auf dem Scheibchen, zumal die Hooks nicht immer im Ohr hängen bleiben wollen und das Ganze gelegentlich noch etwas holprig klingt. Auch in lyrischer Hinsicht gewinnen MORTAL FORM nicht unbedingt einen Blumentopf, da sich die Texte oftmals auf dem Niveau eines Achtklässlers bewegen [„Guts In The Gutter“], was allerdings nicht so arg ins Gewicht fällt, da in erster Linie die Mucke zählen sollte.

„Taste The Blood“ ist somit ein leicht überdurchschnittliches und solide gemachtes Zweitwerk, das oftmals Spaß macht, aber nicht auf ganzer Länge zu überzeugen weiß. MORTAL FORM bekommen es alles in allem jedoch auf die Kette, ihre verschiedenen Einflüsse gut zu kombinieren und entziehen sich auf sympathische Weise einer allzu einfachen Kategorisierung ihres Sounds. Death/Thrash-Fans sollten die Band am besten erst mal auf MySpace antesten, da man die Scheibe nicht unbedingt im Regal stehen haben muss. Anspieltipps: „From Ape To Christ“, „Besiege“, „Blasphemer“.

Trackliste:
01. The Uprising
02. From Ape To Christ
03. Besiege
04. Construction Of Deconstruction
05. Territorial
06. King Of Gauls
07. Blasphemer
08. Guts In The Gutter
09. Taste The Blood
10. Screwed
Spielzeit: 00:43:25

Line-Up:
Rogier – Vocals
Bastiaan – Drums
Teun – Guitar, Vocals
Oscar – Bass
Vincent – Guitar
Alexander Eitner [soulsatzero]
17.01.2009 | 17:07
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