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Cover von Mortification -- The Evil Addiction Destroying Machine
Band: Mortification Homepage  Metalnews nach 'Mortification' durchsuchenMortification
Album:The Evil Addiction Destroying Machine
Genre:Thrash Metal
Label:Rowe Productions
Bewertung:3 von 7
Releasedatum:30.10.09
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"Keine Großtat"

Egal, wie man zu MORTIFICATION steht: Ihr Durchhaltevermögen verlangt einfach Respekt. Seit 1990 krebst die christliche australische Death/Thrash-Truppe [oder eigentlich Mastermind Steve Rowe] mal mehr, mal weniger erfolgreich durch die Szene, veröffentlicht ein Album nach dem anderen, hat Line Up-Wechsel ohne Ende zu verzeichnen und konnte selbst von der beinahe tödlich verlaufenen Blutkrebs-Erkrankung Rowes nicht gestoppt werden. Seit dem Verlust des Vertrags mit ihrem langjährigen Label Nuclear Blast nach dem sehr umstrittenen, recht modernen "The Silver Cord Is Severed"-Werk [2001] konnten MORTIFICATION keinen amtlichen Deal mehr einfahren, was Steve Rowe allerdings trotzdem nicht hindert, weitere Alben unters Volk zu bringen. So ist das neue Werk "The Evil Addiction Destroying Machine" schon die Nummer vier [davor gab es noch "Relentless" im Jahre 2002, "Brain Cleaner" 2004 und 2006 "Erasing The Goblin"] seit dem Abstieg in den tiefsten Underground.

Leider konnten MORTIFICATION qualitativ bisher nicht wieder an ihre Früh- bis Mitte-Neunziger Glanzzeit anknüpfen, in der die Band mit "Scrolls Of The Megilloth" [1992] und "Post Momentary Affliction" [1993] mindestens zwei Death Metal-Klassiker veröffentlicht hat und auch die späteren Thrash-Alben wie "EnVision EvAngelene" [1996] oder auch "Hammer Of God" [1999] haben noch keinen würdigen Nachfolger bekommen. Daran ändert auch das neueste Werk "The Evil Addiction Destroying Machine" nichts. Nach dem sehr old schooligen, recht schnellen "Erasing The Goblin"-Album, bei dem Steve Rowe stellenweise wieder tiefe Growls auspackte, gibt es mit dem etwas muffig produzierten "The Evil Addiction Destroying Machine" wieder die Mid Tempo-Thrashkelle, die auf Dauer etwas ermüdend wirkt. Auf den gutklassigen Einstieg mit dem Titeltrack folgt erst einmal lange nichts mehr zwingendes, bis das coole "I'm Not Confused" wieder aufhorchen lässt. Zwischen diesen Songs [und leider auch danach] passiert einfach zu wenig, als das man "The Evil Addiction Destroying Machine" guten Gewissens weiterempfehlen könnte. Wirklich schlecht ist das Dargebotene nicht, aber man wird wie auch schon bei den letzten Alben einfach das Gefühl nicht los, dass MORTIFICATION etwas uninspiriert und blutleer durch die Gegend musizieren. Daran kann auch der erneute Einstieg von Jungdrummer Adam Zaffarese [der bereits auf "The Silver Cord Is Severed" und "Relentless" zu hören war und beim Einspielen von ersterem Album gerade mal 15 Lenze zählte] nichts ändern. Auch Steve Rowe hat Mühe an seine früheren Gesangsleistungen anzuknüpfen und krächzt auf diesem Album wirklich etwas bedenklich. Klingt, als ob der Gute wirklich Schmerzen bei den Aufnahmen hatte.

"The Evil Addiction Destroying Machine" wird Fans der letzten paar MORTIFICATION-Alben ganz sicher nicht enttäuschen, aber wer auf eine weitere Großtat hofft, muss leider weiter warten. Nächstes Jahr feiern MORTIFICATION ihr 20-jähriges Bestehen und machen sich hoffentlich ein etwas schöneres Geschenk als "The Evil Addiction Destroying Machine".

Trackliste:
01. The Evil Addiction Destroying Machine
02. The Master Of Reinvention
03. A Sense Of Eternity
04. Elastisized Outrage
05. One Man With Courage Makes A Majority
06. Pilots Hanging From Shoulder Dust
07. Pushing The Envelope Of The Red Sonrise
08. I'm Not Confused
09. Alexander The Metalworker
10. Resurrection Band [A Tribute To Rez]
Spielzeit: 00:42:30

Line-Up:
Steve Rowe - Vocals, Bass
Mick Jelinic - Guitar
Adam Zaffarese - Drums
Michael Siegl [nnnon]
22.11.2009 | 16:56
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