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Cover von Mosaic -- Old Man's Wyntar [EP]
Band: Mosaic Homepage  Metalnews nach 'Mosaic' durchsuchenMosaic
Album:Old Man's Wyntar [EP]
Genre:Avantgarde, Black Metal
Label:Amor Fati
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:14.04.14
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"Verfrühter Winter aus dem Untergrund"

Aus dem tiefsten Thüringer Untergrund entstammen MOSAIC – hinter dessen Namen verstecken sich Inkantator Koura [ALCHEMYST] und Leshiyas –, die uns schon diesen April mit ihrer neuesten EP „Old Man’s Wyntar“ in den eisigen Winter entführen wollten. Mit ganzen 44 Minuten ist diese EP allerdings schon fast ein Album geworden und so ist man mehr als nur gespannt, was einem hier so geboten wird.

Das stimmige Winterschloß auf dem Cover noch vor Augen, das sicherlich zu einem der schönsten Artworks gehört, die ich dieses Jahr gesehen habe, taucht man mit dem Ambient-Intro „Incipit: Geherre“ in die Musik von MOSAIC ein. Düster und klirrend wabert der Sound dahin und erste Ähnlichkeiten mit diversen Bands der kanadischen Black Metal Szene werden sichtbar, die sich im Laufe der Scheibe noch verdichten sollen. Mit „Onset of Wyntar“ erwartet einen dann ein fast 13-minütiger Brocken, der zwischen schwarzmetallischen Mid-Tempo Passagen [hin und wieder wird’s auch etwas schneller], Ambient-Sounds, neofolkesken Momenten und Erzählstimmen hin- und herwechselt und es dennoch [meistens] schafft, einen Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Dabei fällt unter anderen auch der sehr rohe Sound auf, der sich – auch laut eigenen Aussagen des Masterminds – an PAYSAGE D’HIVER orientiert. Zwar kriegen MOSAIC diese unglaublich dichte und vernichtend-kalte Atmosphäre, welche die Glanzzeiten des Schweizer Projekts auszeichnet, nicht hin, aber die Richtung stimmt und auch atmosphärisch gibt es auf „Old Man’s Wyntar“ einiges zu entdecken. So macht in „Onset of Wyntar“ die Kombination aus scheppernden Drums, in den Hintergrund gemischte Schreie und kalten Riffs schon einiges her und in den besten Momenten fühlt man sich tatsächlich in einen Schneesturm versetzt. Sehr gelungen! Dass es dabei manchmal auch Passagen gibt, die man hätte etwas präziser und etwas knackiger auf den Punkt bringen können, ist ein Problem, welches für die ganze Scheibe gilt, letztendlich aber den Hörgenuss nur minimal schmälert. Nach dem gemütlichen Ausklingen von „Onset of Wyntar“ startet mit „Im Winter“ eine kurze Nummer, die vor allem von klaren Gitarren und sphärischen Keyboard-Sounds getragen wird und die Atmosphäre des vorherigen Songs weiterträgt. Das darauffolgende „Snowscape“ dient mit seinen klaren Gitarren und den Klängen von stampfenden Schuhen im Schnee als Einleitung für den monumentalen Zwölfminüter „White Gloom“, welcher wohl der stärkste Track der Scheibe sein dürfte, weil er tatsächlich als zusammenhängender Monolith daherkommt und die harsche Winterkälte schön einfängt. Vor allem die melodisch-angehauchten Gitarrenriffs wissen hier zu überzeugen. Zwar ähnlich angelegt wie „Onset of Wyntar“ wirkt „White Gloom“ vom Spannungsbogen her gelungener und kohäsiver. Mit einer fast neun Minuten langen Ambient-Kollage namens „Black Glimmer“ lässt man „Old Man’s Wyntar“ dann ausklingen, wobei dieses Stück etwas zu lang geraten ist und die bisher erzeugte Atmosphäre nicht wirklich aufrechterhalten kann.

MOSAIC haben sich hier mit ihrer EP wirklich große Mühe gegeben – Artwork, Texte und Musik verschmelzen zu einem organischen Ganzen und die schöne Idee, die EP quasi in zwei Teile [jeweils In- und Outro + Hauptsong] aufzusplitten, funktioniert sehr gut. Dass die Thüringer dabei von der Form her an das neueste GRIS-Album „À l'âme enflammée, l'âme constellée...“ erinnern, ist nicht verwunderlich, denn man merkt MOSAIC an, dass die Musik dieser und anderer Bands aus Quebec ihre Kunst beeinflusst haben. Wenn es MOSAIC auf ihrem Debütalbum schaffen, manche Passagen noch etwas zu straffen, den Spannungsbogen immer im Auge zu behalten und den Metal-Anteil etwas zu erhöhen, dann sehe ich hier ein richtig spannendes Album auf uns zu kommen. Ein kleines Glanzlicht im deutschen Untergrund!

Trackliste:
01. Incipit: Geherre
02. Onset of Wyntar
03. Im Winter
04. Snowscape
05. White Gloom
06. Black Glimmer
Spielzeit: 00:44:02

Line-Up:
Inkantator Koura - Alles
Leshiyas - Drums
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
30.08.2014 | 11:26
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