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Cover von Motörhead -- Aftershock
Band: Motörhead Homepage  Metalnews nach 'Motörhead' durchsuchenMotörhead
Album:Aftershock
Genre:Hard Rock, Heavy Metal
Label:UDR Music
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:18.10.13
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"Kräftiger als das eigentliche Erdbeben"

So manch ein alteingesessener Fan wird sich in den vergangenen Monaten große Sorgen um sein Rockstar-Idol gemacht haben. Alles was es braucht, um für einen Aufschrei zu sorgen und allerhand Spekulationen ins Rollen zu bringen, ist ein gesundheitlich angeschlagener Lemmy Kilmister, das wissen wir jetzt. Die Ereignisse sind zweifellos ernst zu nehmen und sollen keinesfalls heruntergespielt werden. Doch jetzt melden sich MOTÖRHEAD mit einem gewaltigen „Aftershock“ zurück und prügeln ihren Zweiflern jeden bösen Gedanken aus.

„Aftershock“ ist das 22. Studioalbum von MOTÖRHEAD, ob das auch Lemmy und seine Weggefährten Mikkey Dee und Phil Campbell wissen, ist fraglich. Wie soll eine Band da auch den Durchblick behalten, wenn sie einen Meilenstein nach dem anderen auf die Menschheit loslässt. MOTÖRHEAD ist eine der wenigen Bands, bei denen schon vor dem ersten Hören neuen Materials feststeht, dass dieses nicht enttäuschen kann. Erscheint ein neues Album, dann ist das vielmehr eine Botschaft, die sagt „Wir treten euch immer noch heftig in den Arsch“. Auch bei „Aftershock“ ist das nicht anders. Der Opener „Heartbreaker“ hätte auch von einem der letzten Alben stammen können. Keine Spur von Entwicklung, keine stilistische Neuerung zu entdecken, alles bleibt beim Alten. Punkt. Ganz so einfach lässt sich die aktuelle Scheibe der Rock’n’Roller natürlich nicht beurteilen. Mit einer derartigen Konstanz sehr gute bis überragende Musik zu schreiben ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit, das musste fast jede auch noch so geniale Band leider schon mindestens einmal feststellen. Bei MOTÖRHEAD könnte man meinen, dass die Gabe für eingängige Riffs und mitreißende Hooklines regelmäßig mit dem Whiskey aufgenommen wird. Wie sonst ist es zu erklären, dass Titel wie „Keep Your Powder Dry“ oder „Crying Shame“ – um nur die Speerspitze von „Aftershock“ zu nennen – es schaffen, mit drei oder weniger Akkorden und frei von malträtierten E-Gitarren und explodierenden Bassdrum-Schlägen ein riesiges Glücksgefühl auszulösen. Diese Verschiebung der Stärken von wummernden Headbang-Nummern hin zu straighten Kopfnickern ist möglicherweise eine der wenigen Veränderungen in fast vierzig Jahren Bandgeschichte. Ruhig, fast schon melancholisch, geht es zu bei „Dust And Glass“, bei dem jede Lady schwach werden und in Kuschelstimmung verfallen sollte. Ebenfalls von entspannter Atmosphäre geprägt ist der „Lost Woman Blues“, dessen Name Programm ist und der mit seinen weichen, aber wehleidigen Riffs sowie Lemmys gewohnt rauchiger Stimme die Vorstellung erweckt, man sitze in einer von Zigarettenrauch benebelten Bar, um gedankenverloren sein letztes Glas Whiskey zu trinken. Allerdings nur so lange, bis der Blues ins Taumeln gerät und sich in eine zerstörerische Dampfwalze verwandelt. Dabei fühlt man sich, als säße man in einem dieser riesigen amerikanischen Trucks und düse über den Highway, nur um allen zu zeigen „Ich bin der Größte!“. Aber warum bloß geht die Anlage nicht lauter?! Der Ausflug ist schneller vorbei als gedacht, der allmächtige Rock jedoch pulsiert weiter durch die Venen. Das kontinuierlich treibende „End Of Time“ ist mit einer guten Prise „Overkill“ gewürzt und das darin enthaltene Zitat „Dancing With The Devil“ erinnert unweigerlich an „Ace Of Spades“. Eine weitere, aber immer wieder nötige Liebeserklärung an den Rock’n’Roll kommt mit „Do You Believe“ in einer nicht zu erreichenden Authentizität zur Sprache. Die provozierende Art, wie uns Lemmy das „Silence“ in „Silence When You Speak To Me“ ins Gesicht brüllt, erscheint dagegen fast wie Ironie – aber eben nur fast, denn was eine Musik-Legende sagt, ist Gesetz. Genauso, wie es auch Gesetz ist, das neue MOTÖRHEAD-Album bei mindestens voller Lautstärke zu hören, denn erst dann kann (der) „Aftershock“ seine volle Wirkung entfalten.

MOTÖRHEAD, das ist nicht bloß eine Band, MOTÖRHEAD ist ein Musikgenre, das sich über Jahrzehnte hinweg etabliert hat. Man kann über diese alten Herren denken was man will, sie beherrschen „ihren“ Stil wie es nur eine Handvoll Bands tun. Mit verhältnismäßig einfachen musikalischen Mitteln, einer immerwährenden Punk-Attitüde und der bedingungslosen Hingabe zum Rock’n’Roll holen die Engländer mit „Aftershock“ zu einem mächtig weiten Wurf aus. Das beste an dieser Band ist allerdings, dass man sich immer wieder bis zur Bewusstlosigkeit an den vorhandenen Alben ergötzen kann, ohne jemals ein ernsthaftes Verlangen nach einer weiteren Veröffentlichung zu spüren. Ertönen dann jedoch die ersten Klänge eines neuen Albums, dann ist es wieder da: dieses Gefühl, soeben einen heftigen Tritt in den Allerwertesten verpasst bekommen zu haben.


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Vor drei Jahren markierte „The World Is Yours“ den 35. Bandgeburtstag und war gleichzeitig das 20. Album von MOTÖRHEAD. Es versprühte viel rockenden Charme, kompromisslos und kraftvoll kamen die neuen Songs daher. 2013 sieht es ein wenig anders aus. Das Album bietet ein abwechslungsreiches Vollprogramm, denn „Aftershock“ ist keine Rock’n’Roll-Party. Der zuletzt zwischen Krankenbett und Studio pendelnde Lemmy hat viel von der oft beschworenen Blues-Affinität der Band einfließen lassen. Der „Lost Woman Blues“ macht dabei seinem Namen alle Ehre und senkt das Durchschnittstempo auf dem Silberling deutlich. Dadurch zündet vielleicht nicht jeder Song sofort, vermittelt aber mehr Tiefgang als erwartet. Das Niveau hält das nimmermüde Trio nach wie vor sehr hoch. Erstaunlich hoch sogar, wenn man bedenkt, wie viele Songs in all den Jahren schon den Stempel „MOTÖRHEAD“ tragen durften. Auf „Aftershock“ zeigen die drei, dass ihr Ideenreichtum noch lange nicht am Ende ist. Von Blues über stampfendes Mid-Tempo bis zu schnellem Rock’n’Roll lässt Lemmy die komplette MOTÖRHEAD-Bandbreite noch einmal von der Kette. Und auch mit 68 Jahren kann ihm dabei immer noch keiner das Wasser reichen.
sebyK | 6 von 7 Punkten

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Manche Dinge bleiben konstant, und MOTÖRHEAD bleibt MOTÖRHEAD, dennoch ist nicht jedes Album der Rock’n’Roll-Legende gleich gut. „Aftershock“ gehört definitiv zu den besseren Scheiben der Band und überraschenderweise stechen für mich mit „Lost Woman Blues“ und „Dust And Glass“ diesmal zwei sehr langsame Stücke dabei heraus, letzteres hat mir sogar eine Gänsehaut beschert. Der Rest ist eben Rock’n’Roll, wie man ihn kennt und liebt, und dass Lemmy das im fortgeschrittenen Alter immer noch so cool und lässig wie hier herüberbringt, verdient Respekt.
Teriel | 6 von 7 Punkten

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Nach über dreißig Jahren dürfte jedem klar sein, dass ein neues MOTÖRHEAD-Album keine großen Überraschungen mehr bietet. Lemmy und seine Jungs bleiben ihrem Stil treu, bauen wieder ein paar potentielle Klassiker ein und halten sich an ihr Erfolgsrezept. Nett, aber nicht großartig.
Timon | 5 von 7 Punkten

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Keine Ahnung, was sie dem Lemmy eingepflanzt haben, aber es wirkt. Außerdem hat Phil Campbell die krankheitsbedingte Abwesenheit seines Chefs scheinbar genutzt, um heimlich die Regler an seinem Amp nach oben zu justieren. Einer der Gründe, warum dieses Album besser ist als alles, was die Jungs in den letzten Jahren so fabriziert haben. Noch nie waren MOTÖRHEAD so dicht an ihren Glanzzeiten dran wie auf „Aftershock“. Tendenziell sicherlich nahezu null Innovation, dafür einfach nur haufenweise geile Songs mit Arschtrittcharakter.
Fränky | 6 von 7 Punkten

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Der Mythos von Lemmy Kilmisters absoluter Unzerstörbarkeit hat in den letzten Jahren arg gelitten. Nicht, dass es überraschen sollte. Und irgendwann wird es so weit sein und die seit Jahren fertigen Nachrufe werden aus den Schubladen gekramt. Musikalisch besteht allerdings kein Anlass, sich Sorgen zu machen. „Aftershock“ zeigt MOTÖRHEAD dabei, wie sie in gewohnt guter Form das tun, was sie eigentlich schon immer getan haben – dreckigen Rock’n’Roll zocken. Überraschungen oder Neuerungen im eigentlichen Sinn gibt’s keine. Der Blues ist da [„Lost Woman Blues“], die Ballade ist da [„Dust And Glass“], das rhythmische Klaviergehämmer wird auch nicht vergessen [„Crying Shame“]. Ansonsten gibt’s flotte MOTÖRHEAD-Kracher direkt in die Magengrube. Okay, ein paar mehr Hitkandidaten wie „Death Machine“, „End Of Time“ oder „Going To Mexico“ hätten schon noch sein dürfen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau – freuen wir uns lieber, dass es die Band und „Aftershock“ gibt. Wie es nämlich auch nach vierzig Jahren aussehen kann, kann man gerade bei Lemmys Ex-Kapelle sehen...
Grim_Rieper | 5 von 7 Punkten

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Trackliste:
01. Heartbreaker
02. Coup De Grace
03. Lost Woman Blues
04. End Of Time
05. Do You Believe
06. Death Machine
07. Dust And Glass
08. Going To Mexico
09. Silence When You Speak To Me
10. Crying Shame
11. Queen Of The Damned
12. Knife
13. Keep Your Powder Dry
14. Paralyzed
Spielzeit: 00:47:00

Line-Up:
Lemmy Kilmister - Vocals, Bass
Phil Campbell - Gitarre
Mikkey Dee - Drums
Steffen Peise [Peisestratos]
11.10.2013 | 22:53
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