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"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von Motorjesus -- Deathrider
Band: Motorjesus Homepage  Metalnews nach 'Motorjesus' durchsuchenMotorjesus
Album:Deathrider
Genre:Hard Rock, Heavy Metal
Label:Locomotive Records
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:21.04.06
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"''Load'' Teil zwei?"

Frei nach einem bekannten Werbespruch könnte man sagen: die Geschichte der Musiklandschaft ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Während man bei so großartigen Bandnamen wie MISTER MCFART und ITCHY POOPZKID kein Prophet sein muss um darauf zu kommen, dass sich dahinter (nicht wirklich gute) Punkrockbands verbergen, ereilte THE SHITHEADZ lange Zeit die gleiche Kategorisierung - Pech nur, wenn man wie die fünf Mönchengladbacher straighten Heavy Rock mit einer Spur traditionellem Heavy Metal zelebriert. Aufgrund dessen und nach etlichen Problemen mit der Zensur in Amerika, durch welche man gezwungen war, dort obendrein als X-HEADZ aufzutreten, musste letztlich ein neuer Bandname her – die Geburtsstunde von MOTORJESUS im Jahr 2006.

Unter diesem Namen veröffentlicht die Band um Frontrocker Christoph Birx nun ihr zweites Album (unter Einbeziehung des 2004er-SHITHEADZ-Debuts) und knüpft damit genau dort an, wo „Dirty Pounding Gasoline“ vor zwei Jahren aufhörte. Die beiden deutlichsten Weiterentwicklungen manifestieren sich dabei zum einen in den wesentlich verbesserten Zweitstimmen, sowie zum anderen in einer Steigerung des Härtegrades zum Vorgänger durch Unterstreichung des Metalaspekts. Wo früher rotziger Thrash’n’Roll regierte, wird man nun gleich beim Opener „Legion Of Rock“ mit einem Intro konfrontiert, das eher der klassischen Heavy-/Powermetal-Ecke zu entstammen scheint. Die typischen Trademarks des SHITHEADZ-Debuts, sich mit fetten, treibenden Riffs, verspielten Soli, stetigem Groove und ausgeprägten Hooks in jedem noch so verquarzten Gehörgang festzusetzen, werden allerdings auf „Deathrider“ ebenso fortgeführt, wie der spielerische Facettenreichtum. So finden sich unter den zwölf Tracks mit „10 Feet Under Ground“ und dem teilweise akustischen „The Undertaken“ zwei astreine Halbballaden, beide jeweils aufgewertet durch stimmige Gitarrensoli und beinahe schwedisch anmutende Twin Guitar-Parts, METALLICAreske 90er-Jahre-Thrashrocker wie beispielsweise „Distortion Sleep“ und „Hellmachine“ oder absolute Party-Stimmungskracher wie das flotte „The Howling“. Unverkennbar thront über allem die variable Stimme eines der sicherlich besten deutschen Heavy Rocker dieser Tage, dem ein sehr geschätzter Kollege bereits „Eier“ attestierte, als ich noch mit dem Vorgängeralbum rumwedelte. Mal rotzig rausgebrüllt und mit einem dreckigen Timbre in der Stimme, wie ein Sir Angry Anderson (ROSE TATTOO) persönlich, mal ruhig und rauh wie ein James Hetfield, mal klar und dennoch ausdrucksstark wie Nick Holmes auf den neueren Veröffentlichungen von PARADISE LOST (besonders deutlich in den beiden Halbballaden), geht zusammen mit dem druckvollen Spiel der Hintermannschaft jeder Track gut nach vorn und dürfte spätestens mit dem gelungenen Mix und Mastering der Resetti-Brüder in den Münsteraner Principal Studios (wo sich u.a. auch schon Mille Petrozza und Co. ihren fetten Sound abgeholt haben) für jeden Fan der schwedischen Heavy Rocker DAMNED NATION und diejenigen, die bei den Stichworten METALLICA und „Load“ nicht die Hände überm Kopf zusammenschlagen, definitiv eine Empfehlung wert sein.

Ich muss zugeben: ich bin ein wirklicher Fan dieser Band. Ihr Debut hatte es geschafft, konstant weit über ein Jahr lang immer wieder in meinem Plattenspieler zu landen, was wirklich nicht bei vielen Scheiben der Fall ist – entsprechend hoch lag die Messlatte, welche es nun zu überqueren galt. „Deathrider“ gönnt sich just in diesem Augenblick die sicherlich bereits 15. Umdrehung - eine endgültige Antwort darauf, ob ich hier eine Steigerung zum Vorgänger vor mir habe, habe ich dazu aber immernoch nicht gefunden. Auf den Lorbeeren ausgeruht hat man sich definitiv nicht, und die Weiterentwicklung in eine härtere Ausrichtung trägt sicher dazu bei, dass das Material nicht mehr ganz so schnell reingeht. Ein sehr gutes Album ist es aber musikalisch betrachtet definitiv – ob es den Langzeittest ebenso bravourös wie der Vorgänger bestehen wird, wird nun die Zeit zeigen...

Trackliste:
01. Legion Of Rock
02. Destroyer
03. 10 Feet Under Ground
04. Deathrider
05. Distortion Sleep
06. The Howling
07. The Undertaken
08. Hellmachine
09. Invisible Man
10. Black Fuel Domination
11. Death Hammer Overload
12. The Evil


Nadja Lemke [Sherry]
19.04.2006 | 17:07
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