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Band: Mr. Big Homepage Mr. Big bei Facebook Metalnews nach 'Mr. Big' durchsuchenMr. Big
Album:What If ...
Genre:AOR, Hard Rock, Rock
Label:Frontiers Records
Bewertung:(kaamos): 4 von 7
(dkay): 5.5 von 7
Releasedatum:21.01.11
CD kaufen:'Mr. Big - What If ...' bei amazon.de kaufen
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"Wie MR. BIG zu MR. BelieBIG wurde"

Früher war es eine riesige Sensation, wenn sich eine ehemals erfolgreiche Band nach jahrelanger Abstinenz wiedervereinigte. Spätestens in der letzten Dekade hat sich das aber gewaltig geändert und so scheint es im Rock- und Popbereich kaum noch eine vormals semi-erfolgreiche Combo zu geben, die sich nicht früher oder später erneut zusammentut. Dementsprechend war auch die Reunion von MR. BIG – die 1992 mit „To Be With You“ einen Welthit hatten und anschließend noch einige Jahre ziemlich erfolglos versuchten, diesen Erfolg zu wiederholen - wohl nur eine Frage der Zeit.

Dass „What If...“ nun nicht auf einem Majorlabel, sondern bei Frontiers Records erscheint ist insofern doppelt logisch, als dass die Scheibe mit großer Wahrscheinlichkeit kein absoluter Chartstürmer werden wird [mit Ausnahme von Japan, wo MR. BIG immer noch eine riesige Fangemeinde haben] und da Frontiers sich in den letzten Jahren schon des öfteren hervorgetan haben, indem sie einigen ehemaligen Schlachtschiffen des AOR, Melodic- und Hard Rock eine gute Heimat waren und daher mittlerweile u.a. auch JOURNEY, STYX, TOTO, SURVIVOR, ASIA und YES im Stall haben. Musikalisch kann man das Gebotene mit solider Hausmannskost recht gut umschreiben: man hört MR. BIG an, dass sie mit viel Enthusiasmus an die Arbeit zum neuen Album herangegangen sind, was das Ganze schon mal sehr sympathisch macht. Leider schlägt sich das aber nur selten im Songwriting nieder, klingt doch vieles hier austauschbar, schon hundertmal gehört und recht bieder. Gäbe es nicht den einen oder anderen Glanzmoment, wie zum Beispiel das feine „Nobody Left To Blame“ mit erstklassigem Gitarrensolo, „Around The World“ oder „I Won't Get In My Way“, das BON JOVI sich mal gut anhören sollten, da sie - als sie noch Relevanz hatten - mal in der Lage waren, ähnlich gute Songs zu schreiben, man könnte das Projekt Reunion getrost als gescheitert bezeichnen.

„What If...“ ist beileibe kein schlechtes Album geworden, wirklich notwendig war es aber sicher auch nicht. Zwar besteht bei MR. BIG nicht gerade die Gefahr, dass sie sich ihren eigenen Legendenstatus ramponieren [da sie diesen erstens nie wirklich hatten und ihn andernfalls bereits in der Zeit nach ihrem Megahit längst zu Kleinholz verarbeitet hätten], trotzdem hätte es diese Reunion, die einem in erster Linie vor Augen hält, dass aus MR. BIG schon längst MR. BelieBIG wurde, nicht unbedingt gebraucht.
TIMO "KAAMOS" BEISEL

Das Reunion-Fieber grassiert bekanntlich und nach diversen Kapellen aus dem Metal-Sektor konnten nun auch die Hardrocker von MR. BIG wohl nicht länger widerstehen und legen mit „What If...“ via Frontiers Records [diesem Hardrock-Trüffelschwein-Label aus Neapel] ihr neues Album – übrigens das erste seit ihrem Chartbreaker „Lean Into It“ von 1991 und tatsächlich in Originalbesetzung – namens „What If...“ vor.

Frontiers beweisen mit diesem Signing allerdings nicht nur ein Herz für fliegende Schweine und darbende Altrocker, sondern erneut auch mal wieder ihr Händchen für klassischen, gutklassigen Hardrocksound, denn - auch wenn der Lack mittlerweile ab ist und Visage knittert - die "großen Herren" beherrschen ihr Handwerk auch nach all' den Jahren noch immer ausgesprochen versiert.
Schon der Opener „Undertow“ weiß mit kernigen VAN HALEN-Riffs, schmeichelnden Melodien und Hooks, Billy Sheehans prägnantem Bassspiel und ein paar ordentlichen Paul Gilbert-Soli zu überzeugen.
„American Beauty“ ist ein amtlich abgehender Bluesrocker zwischen GREAT WHITE und DOKKEN [ähnlich wie das pumpende „Still Ain't Enough For Me“], bevor „Stranger In My Life“ bereits erstmals das Tempo drosselt und den MR. BIG-Kahn souverän in [halb-]balladeske Wasser manövriert.
„Nobody Left To Blame“ erinnert dann mit seinen ausufernden, beinahe proggigen Arrangements tatsächlich fast ein bisschen an RUSH beim Jammen mit LED ZEPPELIN.
Bei „Once Upon A Time“ kommt Sheehans Bass fast so fett wie der von Doug Pinnick bei KING'S X und auch hier brilliert Mr. Gilbert mit famosem Gitarrenspiel. „As Far As I Can See“ könnte ohne weiteres auch von den Altmeistern von VAN HALEN stammen, denn diese Gesangslinien wären eines Sammy Hagar durchaus würdig.
MR. BIG wären aber nicht sie selbst, wenn sie nicht noch ein Balladen-Ass im Ärmel hätten: „All The Way Up“ ist zwar [zum Glück] kein zweites „To Be With You“, aber allemal klassisches Schmalzrock-Kino im Breitwandformat
„I Won't Get In My Way“ rockt zwar souverän, aber eher unspektakulär, dafür bietet dann aber das folgende „Around The World“ wieder reichlich Gelegenheit zum Posen und für Angebereien, sprich: instrumentale Kabinettstückchen der Saitenfraktion, so dass hernach diversen Nachwuchsmuckern der Gang zurück in den Probekeller nicht erspart bleiben dürfte.
„I Get The Feeling“ ist ein flott, reichlich AORmäßig rockender und endlos positive Vibes verbreitender Rausschmeißer, gleichauf mit dem riff- und soloseligen Bonustrack „Unforgiven“.

Klanglich tadellos in Szene gesetzt von Kevin Shirley [u.a. AEROSMITH, RUSH, IRON MAIDEN] geht radiofreundlicher, AOR-affiner Hardrock genau so: zwar irgendwo hoffnungslos gestrig, aber letztendlich auch schon fast wieder zeitlos klassisches Liedgut, das nicht unbedingt wehtut, aber ab einem gewissen Alter muss Musik das auch nicht mehr unbedingt.
Falls es also demnächst mal wieder etwas Rockiges mit Melodie, Hooks und Herz sein darf, ist „What If...“ sicherlich keine üble Wahl...
DIRK "DKAY" KONZ


Trackliste:
01. Undertow
02. American Beauty
03. Stranger In My Life
04. Nobody Left To Blame
05. Still Ain't Enough For Me
06. Once Upon A Time
07. As Far As I Can See
08. All The Way Up
09. I Won't Get In My Way
10. Around The World
11. I Get The Feeling
12. Unforgiven
Spielzeit: 00:50:54

Line-Up:
Eric Martin - Voice
Paul Gilbert - Guitars
Billy Sheehan - Bass
Pat Torpey - Drums
Timo Beisel [kaamos]
14.01.2011 | 23:41
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