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Cover von My Dying Bride -- A Map Of All Our Failures
Band: My Dying Bride Homepage My Dying Bride bei Facebook Metalnews nach 'My Dying Bride' durchsuchenMy Dying Bride
Album:A Map Of All Our Failures
Genre:Dark Metal, Doom Metal, Gothic Metal
Label:Peaceville Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:19.10.12
CD kaufen:'My Dying Bride - A Map Of All Our Failures' bei amazon.de kaufen
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"Der Titel ist leider ein bisschen Programm..."

Nachdem die englischen Gothic/Doomster MY DYING BRIDE letztes Jahr mit der schönen „The Barghest O' Whitby“-EP zu überzeugen wussten und neben dem experimentellen „Evinta“ mit einem einzigen, überlangen Stück neue Wege gegangen waren, bedeutete dies noch lange nicht, dass das Quintett zwischenzeitlich auf der faulen Haut lag. Der Beweis: Die nächste Full Length, betitelt „The Map Of All Our Failures“, die dieser Tage über Peaceville Records erschienen ist.

Und natürlich hat sich im Sound der Engländer nichts Wesentliches verändert, sodass hier überwiegend der schleppende Doom und epische Acht-Minuten-Songs dominieren, wobei vor allem die nochmals gesteigerte Variabilität in Aaron Stainthorphes Klargesang sowie deren Präsenz positiv auffallen. Im Gegenzug kommen nur sehr wenige Growls zum Einsatz, z.B. beim Opener „Kneel 'Till Doomsday“, die leider auch schon auf den letzten Alben zunehmend dünner und wenig kraftvoll klangen. Auch musikalisch haben MY DYING BRIDE bekanntlich seit einigen Jahren nicht mehr allzu viel mit dem Death Metal zu tun [einige wenige wütende Ausbrüche inklusie Doublebass einmal ausgeklammert], was der Gothic-Metal-lastigen Musik ein bisschen an Aggressivität nimmt, dafür jedoch den sehr poetischen, wunderbar intonierten Texten und den damit verbundenen melancholischen Melodien noch mehr Freiraum gewährt. Allerdings ist es anno 2012 so, dass MY DYING BRIDE bei allem ausgelebtem Weltschmerz und allem Pathos ein wenig die Luft auszugehen scheint, denn letzten Endes befinden sich auf „A Map Of All Our Failures“ – man ahnt es, Sonnenschein ist auch diesmal definitiv nicht auf dem Programm – so gut wie keine wirklichen Highlights, sondern eher überdurchschnittliche bis gutklassige Songs. Nicht mehr, aber auch nicht weniger – aber mir reicht das bei einer Band, die dem Hörer mit solchen Alben wie „Turn Loose The Swans“, „The Angel And The Dark River“, „The Light At The End Of The World“ oder auch dem saustarken Spätwerk „Songs Of Darkness, Words Of Light“ eine Gänsehaut nach der anderen beschert hat, schlichtweg nicht. Da wären beispielsweise das komplett verzichtbare „A Tapestry Scorned“, das lahm vor sich hindümpelt, und leider stellen sich diese Momente auch im restlichen Verlauf des Albums immer mal wieder ein. Irgendwie fehlt es zudem an wirklich griffigen, packenden und herausragenden Melodien und Gitarrenriffs [bei leider ziemlich dumpfem bis schwammigem Gitarrensound, dem es an Wumms mangelt], für die die Band immer ein Garant war, wobei der Titel „The Map Of All Our Failures“ dann unterm Strich natürlich doch nicht ganz programmatisch ist. Denn dafür haben MY DYING BRIDE eben doch eine ganze Menge Erfahrung in petto, können vermutlich gar kein wirklich schlechtes Riff schreiben und wissen zum Glück dann doch noch mit dem wuchtigen, hymnenhaften „Hail Odysseus“, dem schönen Titelstück sowie den wunderbaren Melodien in „Within The Presence Of Absence“ sowie im Refrain von „Like A Perpetual Funeral“ zu überzeugen – na also, geht doch!

Dennoch handelt es sich bei „A Map Of All Our Failures“ unterm Strich um das schwächste Album von MY DYING BRIDE seit einigen Jahren, denn es fehlt einfach an durchweg packenden Songs und ergreifenden Momenten, die einen dauerhaft fesseln, nicht mehr loslassen und alles um sich herum vergessen lassen. Gute Ideen gibt es hier dennoch, genauso wie die Violine prima eingesetzt wird, und gerade die oben erwähnten Lieder wissen zu überzeugen, während der Rest einfach nur „Okay“ ist. Und das reicht für eine solch wichtige Band wie MY DYING BRIDE ganz einfach nicht aus, um ganz vorne mitzumischen. Daher – mit einer Spur von Enttäuschung – leider „nur“ 4,5 Punkte für ein grundsolides, aber nicht überragendes „A Map Of All Our Failures“.

Trackliste:
01. Kneel 'Till Doomsday
02. The Poorest Waltz
03. A Tapestry Scorned
04. Like A Perpetual Funeral
05. A Map Of All Our Failures
06. Hail Odysseus
07. Within The Presence Of Absence
08. Abandoned As Christ
Spielzeit: 01:03:44

Line-Up:
Aaron Stainthorpe – Vocals
Andrew Craighan – Guitars
Hamish Hamilton Glencross – Guitars
Lena Abé – Bass
Shaun MacGowan – Keyboards, Violin
Shaun Taylor-Steels – Drums, Percussion
Alexander Eitner [soulsatzero]
23.10.2012 | 15:00
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