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Album:Desert Call
Genre:Melodic Metal, Power Metal, Prog-Metal
Label:XIII Bis Group
Bewertung:5.5 von 7
Releasedatum:05.03.10
CD kaufen:'Myrath - Desert Call' bei amazon.de kaufen
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"Arabisches Kunstreiterfleisch!"

Wenn man davon ausgeht, dass mit Exotik beim deutschen Publikum jederzeit gepunktet werden kann, dann haben MYRATH mit ihrer tunesischen Herkunft einen dicken, fetten Vermarktungsvorteil in der Hand. Es klingt abgebrüht und zynisch, eine Kritik so einzuleiten? Ja, vielleicht.

Deswegen muss ich denn auch gleich hinterherschieben, dass "Desert Call" seinen hoffentlich eintretenden Erfolg nicht nur mit oberflächlicher Exotik, sondern einfach mit prima Mucke rechtfertigen könnte. Die seit 2001 aktive Band aus Tunis versteht ihr Handwerk nämlich ausgesprochen gut und schafft es – man verzeihe mir die abgedroschene Formulierung – das Beste zweier Welten zu vereinen. Auf "Desert Call" verbinden die fünf Tunesier leicht verschachtelten, energischen Power Metal äußerst gekonnt mit arabischen Elementen, die vor allem natürlich im Bereich der verwendeten Skalen und durch Instrumente wie den Mezwed auffallen. Hinzu kommen verschiedene vom Prog-Standard abweichende Percussion-Einlagen, mit denen das Schlagzeug nicht ersetzt, aber sehr wohl gezielt unterstützt wird. A propos gezielt: MYRATH haben einen nicht nur durch Sänger Zahers leidenschaftlichen Klargesang bedingten Hang zu ausschweifendem Pathos und zur Dramatik, dem sie in allen Stücken auf "Desert Call" ebenso hemmungslos wie treffsicher frönen. Das ist jetzt im übrigen gar nicht negativ zu sehen, denn obwohl ich ehrlich gesagt bei einigen der gewählten Keyboard-Sounds wie beispielsweise im letzten Drittel von "Madness" zunächst einmal in spontanes Gelächter ausbrechen musste, überspannen MYRATH den Bogen selbst für mein Empfinden eigentlich nie.

Unter Strich bleibt also mit "Desert Call" eine gute Stunde Power/Progressive Metal, die kaum Wünsche offen lässt. Außer vielleicht denjenigen, dass beim nächsten Album die arabische Sprache noch ein wenig mehr zu ihrem Recht kommen möge – ihr Einsatz dient nicht nur der Exotik, sondern funktioniert auch einfach prima. Wer sich stilistisch zwischen DREAM THEATER, PATHOSRAY, OPETH und natürlich ORPHANED LAND wohl fühlt, der ist mit MYRATH und "Desert Call" in jedem Fall gut beraten.

Trackliste:
01. Forever And A Day
02. Tempest Of Sorrows
03. Desert Call
04. Madness
05. Silent Cries
06. Memories
07. Ironic Destiny
08. No Turning Back
09. Empty World
10. Shockwave
Spielzeit: 01:04:44

Line-Up:
Zaher Zorgati - Gesang
Malek Ben Arbia - Gitarre
Elyes Bouchoucha - Keyboard
Anis Jouini - Bass
Saiffedine Ouhibi - Schlagzeug
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
19.04.2010 | 20:58
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