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Band: Nachtgeschrei Homepage Nachtgeschrei bei Facebook Metalnews nach 'Nachtgeschrei' durchsuchenNachtgeschrei
Album:Promo 2007
Genre:Mittelalter, Rock
Label:Eigenproduktion
Bewertung:3.5 von 7
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"Durchwachsener Drehleierrock"

Wenn eine Band nach zwei Jahren bereits auf Konzerte mit absoluten Genregrößen sowie zwei Demos zurückblicken kann, ist das definitiv eine stolze Bilanz, die nicht nur in der Heimatstadt Frankfurt für Aufsehen sorgt. "Promo 2007" ist dabei die erwähnte zweite Veröffentlichung und überzeugt im ersten Augenblick nicht nur durch ein ansprechendes Äußeres, sondern auch für eine erstaunlich gute Abmischung, wenn man bedenkt dass man es hier mit einem Demo zu tun hat. Andererseits sind solche Kosten wohl auch einigermaßen zu tragen, wenn man sie durch sieben teilen kann. Denn nicht nur dass es zwei Gitarristen gibt, auch Instrumente wie ein Akkordeon, die Drehleier, Dudelsäcke oder zahlreiche Flöten wollten bedient werden und unterstützen die klassische Bandbesetzung.

Nach diesen beeindruckenden Fakten klingt die eigentliche Demo aber erschreckend normal. Der Rockaspekt steht jederzeit im Vordergrund [so wie es neuerdings auf den Festivalbühnen dieser Welt ohnehin Konsens ist] und das mittelalterliche Allerlei wurde songdienlich eingefügt. Allerdings fällt beim ersten Song "Windstill" schon deutlich auf, dass die Instrumente zwar wirklich eine angenehm geschlossene Einheit bilden, das Lied an sich aber im harmonischen Bereich oft auf logisch folgende Tonlagen verzichtet und daher nicht in dem Maße punktet, wie es hätte möglich sein können [denn rocken tut der Song sehr ordentlich]. Verwirrenderweise macht die Band im folgenden "Deine Spur" dann aber alles mehr als richtig: Wie sich hier der Song aus den indie-haften Strophen aufbaut und im Refrain ne richtig spannende Wendung parat hat, ist definitiv ganz großes Tennis. Leider fallen die beiden folgenden Lieder deutlich ab, und auch das abschließende "Spiel" kann nur noch mühsam was rausreißen. Hinzu kommt, dass Sänger Hotti zwar eigentlich ein ansprechendes Maß Volumen und im Baritonbereich auch ziemlich Druck in der Stimme hat, in hohen Lagen aber etwas unüberzeugend wirkt. Allerdings muss man ihm auch zugute halten, dass seine Gesangslinien auch nicht immer die einfachsten sind.

Im Endeffekt bleiben also zweieinhalb starke Songs und jede Menge Ehrgeiz. Aufgrund der leider auftretenden Mängel im Songwriting kann ich mir NACHTGESCHREI noch nicht wirklich auf Albumlänge vorstellen, aber das sind definitiv Dinge an denen gearbeitet werden kann. Mal sehen was die Zukunft so bringt.

Trackliste:
01. Windstill
02. Deine Spur
03. Räuber der Nacht
04. Drei Lügen
05. Das Spiel
Spielzeit: 00:23:23

Line-Up:
Hotti - Gesang, Akustikgitarre
Joe - Akkordeon, Drehleier, Backgroundgesang
Danu - Schlagzeug, Percussions, Backgroundgesang
Nik - Dudelsack, Tin- und Lowwhistles
Sane - E-Gitarre, Akustikgitarre
Tilman - E-Gitarre
Oli - Bass
Frederik Pankalla [Fell]
19.09.2007 | 21:31
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