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"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von Nachtmystium -- Addicts: Black Meddle Pt. II
Band: Nachtmystium bei Facebook Metalnews nach 'Nachtmystium' durchsuchenNachtmystium
Album:Addicts: Black Meddle Pt. II
Genre:Black Metal, Experimental, Psychedelic
Label:Candlelight Records
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:04.06.10
CD kaufen:'Nachtmystium - Addicts: Black Meddle Pt. II' bei amazon.de kaufen
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"Vorsicht: Suchtgefahr!"

Vor gut zwei Jahren bescherten uns NACHTMYSTIUM aus den USA ein für ihre Begriffe eher überraschendes, weil stark stilbrüchiges Album mit dem Titel „Assassins: Black Meddle Pt. I“. 2010 und eine EP ["Doomsday Derelicts"] später folgt nun der zweite Teil mit dem Titel „Addicts: Black Meddle Pt. II“. Die Amis sind kein Stück von ihrem Weg abgekommen, ihren Sound vor allem durch weitere elektronische Elemente bereichern zu wollen...

„Addicts: Black Meddle Pt. II“ besticht ein weiteres Mal durch das für NACHTMYSTIUM mittlerweile typische, abgenutzte und dreckige Rockgewandt. Wie ich bereits im Review zur 2009er EP „Doomsday Derelicts“ bereits anmerkte, hätte Ur-Rocker Fenriz von DARKTHRONE wahrscheinlich seine helle Freude am Sound der Chicagoer, denn im Hause NACHTMYSTIUM gibt man einen feuchten Dreck auf aalglatt überproduzierte Kristall-Soundwände und geht eher puristisch zu Werke. Natürlich sind durch das gesamte Album immer noch die schwarzmetallischen Anleihen deutlich zu hören, wenngleich die Band gerade diesen Teil während der letzten drei Alben merklich zurückgeschraubt hat. Viel interessanter hingegen sind die vielen kleinen Details, die man trotz der verhältnismäßig unaufwändigen Produktion dennoch gut heraushören kann. Allem voran geht natürlich die Stimme, die gewohnt asozial und roh daher kommt. Das Interessante hierbei sind einfach die krächzenden Melodieausflüge der Stimme, gepaart mit den teils stampfenden, teils treibenden Psychodelic-Riffs im SATYRICON-Neuzeit-Takt.
NACHTMYSTIUM beweisen einmal mehr, dass Originelles, Ideenreichtum und vor allem Authentizität im Metal noch etwas zählen, denn zumindest ich habe mich in den letzten beiden Jahren beinahe nur noch gelangweilt, angesichts dessen, was da alles an Dilletantenkapellen auf den Markt springt. Die Amis hingegen verstehen es, mich immer wieder zu überraschen und rufen in mir eine Mischung aus angenehmer Aggression und gemütlicher Bierlaune hervor, die mich an gute alte Tage erinnert, als Metal noch etwas bedeutete und Festivals noch keine Flanierveranstaltungen für Aufmerksamkeitshascher waren. Die Mucke hat Eier, das Album ist seit gut vier Wochen der Dauerbrenner im Player und vor allem mit den ersten Frühlingssonnenstrahlen lässt sich mit „Addicts: Black Meddle Pt. II“ hervorragend das Gemüt bescheinen. Dreckig, rockig, aggressiv-offensiv und doch melodiös und hingebungsvoll geht die Scheibe ins Ohr.
Alte Fans der Band werden sich sicherlich ein weiteres Mal vor den Kopf gestoßen fühlen – ich allerdings würde dieses nun vorliegende Werk als das wahrscheinlich ausgereifteste Stück Arbeit der Kapelle mit den vielen Besetzungswechseln bezeichnen.
All jene, die angesichts Blakes Aussage [„Wir werden für das neue Album sehr viele elektronische Elemente einfließen lassen und viel mehr damit experimentieren.“] Angst bereitet hat, kann ich beruhigen. Alles passt – wenn man die Band kennt und mag - wunderbar zusammen und völlige Ausreißer gibt es zwischen den Songs nicht.

Fazit: „Addicts: Black Meddle Pt. II“ ist für mich bisher eines der absoluten Highlights des Jahres 2010 und nur schwer von dem zu schlagen, was in diesem Jahr noch kommen mag. Das Highlight der Bandkarriere ist es obendrein und wer noch auf Musik steht, die vermeintlich simpel gestrickt ist, allerdings über den Song hinweg im Kopf erst entstehen muss, sich wunderbar entwickelt und obendrein noch die Eier hat, zu sagen „Hier sind wir, wir trinken Bier und spielen Metal. Der Rest interessiert uns 'nen Dreck!“, der muss NACHTMYSTIUM in all ihrer Einfachheit und Eigensinnigkeit einfach mögen. Addicted to NACHTMYSTIUM!

Trackliste:
01.Cry For Help
02.High On Hate
03.Nightfall
04.No Funeral
05.Then Fires
06.Addicts
07.The End Is Eternal
08.Blood Trance Fusion
09.Ruined Life Continuum
10.Every Last Drop
Spielzeit: 00:48:01

Line-Up:
Blake "Azentrius" Judd – Gesang, Gitarre, Bass
Jeff Wilson – Gitarre

Session:
Andrew "Aamonael" Markuszewski – Bass
Charlie Fell – Schlagzeug
Sanford Parker – Keyboard, Effekte

Gäste:
Wrest [LEVIATHAN] – Schlagzeug
Bruce Lamont [YAKUZA] – Gesang
Russ Strahan [PENTAGRAM] – Gitarre [Solo]
Matt Johnson [PHAROH] – Gitarre [Solo]
Patrick Franken [Border]
28.05.2010 | 22:37
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