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"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Cover von Nader Sadek -- In the Flesh
Band: Nader Sadek Homepage  Metalnews nach 'Nader Sadek' durchsuchenNader Sadek
Album:In the Flesh
Genre:Death Metal
Label:Season Of Mist
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:16.05.11
CD kaufen:'Nader Sadek - In the Flesh' bei amazon.de kaufen
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"Vorsicht - macht süchtig"

Wow, das ist mal ’ne echt positive Überraschung: Der businesstechnisch tot geglaubte Steve Tucker [Ex-MORBID ANGEL] geht unter der Ägide von Underground-Künstler Nader Sadek gemeinsam mit Flo Mounier [CRYPTOPSY] sowie Rune Eriksen [Ex MAYHEM, AVA INFERI] in ein Studio und hämmert eines der Death Metal-Highlights des Jahres ein. Soviel schon mal vorab.

Die Marschrichtung ist klar: Düsterer, ja abgrundtiefer Death Metal aus dem Schlund der Hölle, der über die griffigsten Riffs gelegt wird, die es auch in der Trey Azagoth – Schule gerade noch so in die nächste Klasse schaffen würden, sprich: Wir haben es rein von den Gitarrenrhythmen und den Soli her mit etwas leicht verdaulicherer Kost zu tun als es den Morbiden Engeln heutzutage zuzutrauen wäre. Trotzdem atmet das Album den Spirit der Florida-Legende und ihrer entfernten Verwandten IMMOLATION und NILE, klingt dabei aber völlig eigenständig, was auch an Mouniers unvergleichlichem und sehr reverblastig aufgenommenem sowie manch tribalmäßig [man höre „Soulless“] performtem Drumming liegt. Vom düsteren Intro über das verrückt riffende und dann alles plattwalzende „Petrophilia“, das mit unglaublichen Breaks und verrückten Tempowechseln glänzt, den Ideen aber dennoch massig Raum zum atmen lässt, bis hin zum menschenverachtend klingenden Instrumental „Nigredo In Necromance“ ist hier die Essenz tiefgründigen Death Metals amerikanischer Prägung zu finden. „Of This Flesh“ und vor allem „Mechanic Idolatry“ hätten ebenso gut auf „Gateways To Annihilation“ stehen können und wären dort Highlights gewesen. Mit dem Unterschied, dass Tucker hier besser singt als auf allem MORBID ANGEL – Veröffentlichungen. Anscheinend hat er hier mehr Freiheiten bekommen als in Treys Covenant Of Death.
Aber weg von den Vergleichen. Was NADER SADEK auf „In The Flesh“ kreieren, geht wirklich auf hypnotische Art und Weise unter die Haut. Die Gesamtatmosphäre, das Abwechseln von ruhigen, aber stets bedrohlich wirkenden Parts mit brutalen Rasereien und diverse Effektspielchen im Bereich der Vocals lassen die Platte einfach ultradämonisch klingen. Die technisch perfekte Umsetzung des Star-Ensembles tut ein Übriges dazu. Dieses Album will man immer wieder hören!

Was aber auch – und da sind wir beim einzigen Schwachpunkt der Scheibe – an der unverschämten Spielzeit von knapp 30 Minuten liegt. Dafür gibt es einen Punkt Abzug in der B-Note. Dennoch hoffe ich, dass es nicht bei diesem einen Album und dem Projektcharakter bleibt, denn diese Truppe könnte bei entsprechender Live-Präsenz ganz schnell ganz weit oben mitspielen.

Trackliste:
01. Awakening
02. Petrophilia
03. Of This Flesh (Novus Deus)
04. Exhaust Capacitor
05. Soulless
06. Rusted Skin
07. Mechanic Idolatry
08. Sulffer
09. Nigredo In Necromance
Spielzeit: 00:30:14

Line-Up:
Nader Sadek: Songwriting, Artwork, Production
Steve Tucker – Vocals
Rune Eriksen – Guitar
Flo Mounier – Drums
Marcus Italiani [Mattaru]
11.05.2011 | 19:53
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