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Album:Apex Predator - Easy Meat
Genre:Death Metal, Grindcore
Label:Century Media
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:23.01.15
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"Gipfelstürmer!"

Die US-amerikanisch/britischen Grindcore-Veteranen NAPALM DEATH sind auch nach über 30 Jahren immer noch kein bisschen müde und untermauern diese Tatsache eindrucksvoll mit ihrem mittlerweile 15. Studioalbum: „Apex Predator – Easy Meat“.

Und über die seit „Enemy Of The Music Business“, aber allerspätestens seit „The Code Is Red… Long Live The Code“ wieder stets hochkarätigen sowie an Aggressivität und Qualität eher noch zunehmenden Veröffentlichungen noch groß Worte zu verlieren, hieße eigentlich, Eulen nach Athen zu tragen. Dies trifft anno 2015 erfreulicherweise auch auf „Apex Predator – Easy Meat“ zu, das primär ein Konzeptalbum zur Sklavenarbeit bzw. Arbeit unter sehr widrigen Bedingungen in der heutigen Zeit darstellt [ausschlaggebend hierfür war der Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch im April 2013 mit über 1000 Toten]. Das Quartett lässt wiederum nichts anbrennen, wirkt noch eine Spur wütender, will deutlich hörbar musikalische Extreme weiter ausreizen – siehe das mutig am Anfang platzierte, experimentelle/ungewöhnliche Titelstück mit Anleihen bei SWANS, THROBBING GRISTLE, PUBLIC IMAGE etc. – und setzt auch in gesanglicher Hinsicht auf noch mehr Vielfalt. Darüber hinaus gehen NAPALM DEATH den während der letzten Jahre eingeschlagenen Weg weiter, die rasende Grind/Death-Wucht mit Ambient-lastigen, sperrig-dissonanten, bedrohlichen Klanglandschaften eher innerhalb der Songs zu kombinieren und diese beiden Ansätze nicht mehr komplett voneinander abzugrenzen. Das funktioniert ganz ausgezeichnet, zumal solche Knaller wie „Smash A Single Digit“, „One-Eyed“, die Groove-Monster „How The Years Condemn“ und „Cesspits“, „Stunt Your Growth“, das Stop-and-Go von „Stubborn Stains“ oder auch z.B. „Beyond The Pale“ [hier funktioniert das gesangliche Wechselspiel von Greenway und Harris am besten] sofort einschlagen, für etliche Moshpits sorgen werden und keine Wünsche offen lassen, während z.B. das schleppende „Dear Slum Landlord…“ eine düster-bedrohliche, unbequeme Atmosphäre erzeugt und zudem für eine kleine Verschnaufpause zur Albummitte sorgt. Produktionstechnisch hat übrigens Russ Russell, der bereits die letzten Alben der Band produziert hat, wieder einmal ganze Arbeit geleistet, denn „Apex Predator – Easy Meat“ ist unglaublich druckvoll produziert, lässt aber jedem Musiker genügend Freiraum, um zur Geltung zu kommen – keine einfache Angelegenheit bei einer Band wie NAPALM DEATH!

Kurzum: Mit „Apex Predator – Easy Meat“ unterstreichen NAPALM DEATH erneut eindrucksvoll, dass sie keineswegs „alte Herren“ sind, sondern immer noch ganz weit vorne mitmischen, wenn es um vielseitigen Grind/Death, pfiffige Ideen, das Gespür für wichtige Themen und den nötigen Blick über den Tellerrand geht, um den eigenen Stil immer wieder aufs Neue zu verfeinern. Fans können hier vollkommen bedenkenlos zuschlagen – bei der Limited Edition gibt es übrigens noch drei Bonustracks obendrauf. Wieder einmal ganz großes Kino und augenscheinlich noch längst nicht das Ende der Fahnenstange!

Trackliste:
01. Apex Predator – Easy Meat
02. Smash A Single Digit
03. Metaphorically Screw You
04. How The Years Condemn
05. Stubborn Stains
06. Timeless Flogging
07. Dear Slum Landlord...
08. Cesspits
09. Bloodless Coup
10. Beyond The Pale
11. Stunt Your Growth
12. Hierarchies
13. One-Eyed
14. Adversarial / Copulating Snakes
Spielzeit: 00:40:04

Line-Up:
Mark ‘Barney’ Greenway – Vocals
Mitch Harris – Guitars
Shane Embury – Bass
Danny Herrera – Drums
Alexander Eitner [soulsatzero]
17.01.2015 | 17:26
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