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METALNEWS.DE - CD-REVIEW: Napalm Death - Smear Campaign
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Band: Napalm Death Homepage  Metalnews nach 'Napalm Death' durchsuchenNapalm Death
Album:Smear Campaign
Genre:Death Metal, Grindcore
Label:Century Media
Bewertung:6 von 7
Releasedatum:18.09.06
CD kaufen:'Napalm Death - Smear Campaign' bei amazon.de kaufen
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"und immer noch gilt: Leaders - not Followers!"

Keine zwei Wochen ist es her, dass die Meldung von Jesse Pintados Tod die Metalwelt in Trauer versetzte - der ehemalige NAPALM DEATH-Gitarrist war am 27. August aufgrund eines Leberversagens verstorben. Wenige Wochen später wird die neue Scheibe seiner langjährigen Bandkollegen in den Läden stehen - Bandkollegen, mit denen er wahrscheinlich Hunderte von Bands und ein ganzes Genre für die Ewigkeit beeinflußt hat.

Im NAPALM DEATH Lager war man fleißig und veröffentlicht nicht mal zwei Jahre nach dem Vorgänger "The Code Is Red..." die neue Langrille, schlicht und einfach "Smear Campaign" betitelt. Mit "Weltschmerz" gibt es erstmal ein theatralisches, eineinhalb Minuten langes Intro, bevor mit dem ersten Song "Sink Fast, Let Go" das musikalische Inferno losbricht. Nein, NAPALM DEATH haben sich nicht verändert - eigentlich. Irgendwie aber doch. Die Scheibe wirkt wie eine äußerst gelungene Mischungen aus den teilweise doch recht verschiedenen alten Songs - von schnellen, rasanten Nummern wie "Sink Fast, Let Go" über Midtempo-Smasher vom Kaliber "Fatalist" bis hin zu Nackenwirbelzermalmern wie dem Groovemonster "When All Is Said And Done" ist auf "Smear Campaign" alles vorhanden. Allem Groove zum Trotz sind NAPALM DEATH auch 2006 ein straighter Schlag mitten in die Fresse, nicht mehr so primitiv wie auf "Scum" und "From Enslavement To Obliteration", aber definitiv nicht weniger angepisst und wütend.

Und doch ist nicht alles auf der Scheibe schon bekannt und mal dagewesen: Experimente wie Barneys - mehr oder minder - cleaner Gesang in "Smear Campaign", die verfremdenden Vocaleffekte bei "Persona Non Grata" und vor allem das Gastfeature Anneke Van Giersbergens (THE GATHERING) verleihen der Scheibe ein paar noch nicht gekannte Seiten im üblichen, alles zermalmenden Sound NAPALM DEATHS - Experiment definitiv geglückt!

Der wahnsinnig dichte Sound tut sein übriges, um diese Dampfwalze zum absoluten Killdozer werden zu lassen. Auch im Jahre 2006 beweist sich das Urgestein des Grindcores nicht nur ein weiteres Mal, sondern zeigt auch, dass es sich bei NAPALM DEATH nach wie vor um Innovatoren handelt - einfach gesagt: Leaders, Not Followers. Pflichtkauf!

Trackliste:
01. Weltschmerz (Intro)
02. Sink Fast, Let Go
03. Fatalist
04. Puritanical Punishment Beating
05. When All Is Said And Done
06. Freedom Is The Wage Of Sin
07. In Deference
08. Short-Lived
09. Identity Crisis
10. Shattered Existence
11. Eyes Right Out
12. Warped Beyond Logic
13. Rabid Wolves (For Christ)
14. Deaf And Dumbstruck (Intelligent Design)
15. Persona Non Grata
16. Smear Campaign


Thomas Gschwendner [theburningdarkness]
12.09.2006 | 00:04
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