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Cover von Narbeleth -- Through Blackness, and Remote Places
Band: Narbeleth Homepage  Metalnews nach 'Narbeleth' durchsuchenNarbeleth
Album:Through Blackness, and Remote Places
Genre:Black Metal
Label:Folter Records
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:28.08.15
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"Pure Fucking Black Metal!"

Geschätzte Leser und Leserinnen, man/frau werfe den Blick Richtung Kuba. Das Land, das meistens nur im Kontext von Fidel Castro, Rum und Zigarren Erwähnung findet, hat im Jahre 2008 eine Black Metal-Band hervorgebracht, die es auch in Europa zu einem gewissen Bekanntheitsgrad gebracht hat. Da muss man sich wohl bei Folter Records bedanken, denn das Label hat die Truppe unter die Fittiche genommen. Mit „Through Blackness, and Remote Places“ erscheint nach nur einem Jahr der Nachfolger zum Zweitwerk „A Hatred Manifesto“.

Der Schwarzmetall des 21. Jahrhunderts ist in der Regel ein komplexer und vielschichtiger. Selbst traditionelle Black Metal-Bands, die nicht dem Phänomen des „Post-“ frönen, versuchen sich entweder durch Vielschichtigkeit, Vertracktheit oder übertriebene Brutalität von den skandinavischen Bands der 90er abzuheben. NARBELETH – eigentlich ein Solo-Projekt Herrn Dakkars – wollen das im Großen und Ganzen nicht. Es ist nicht unfair zu sagen, dass gerade die drei klassisch gewordenen DARKTHRONE-Alben eine große Inspiration für die kubanische Truppe darstellen. Man will eisig klingen, man will Düsternis erzeugen und man will wieder diesen Funken des Mysteriösen und Geheimnisvollen haben, der Anfang der 90er vorhanden war. Und Herr Dakkar macht mit NARBELETH auch vieles richtig – die Riffs der einzelnen Songs müssen sich vor klassischen schwarzmetallischen Alben nicht verstecken, sein Geschrei und sein Gegeifere ist nicht besonders eigenständig, aber herrlich kraftvoll und fies, und die Songs sind allgemein eher minimalistisch ausgefallen. Bei den Drums beherzt man allgemein den Ratschlag eines frühen Fenriz – „Drums just have to be there“ –, wobei dies nicht ganz fair ist, denn einen gewissen Groove und eine gewisse Dynamik ist durchaus vorhanden. Es verwundert zumindest nicht, dass Dakkar auch gerne mit einem MOTÖRHEAD-T-Shirt auftritt. Das alles führt dazu, dass NARBELETH auf gut 34 Minuten dem puristischen Schwarzmetall huldigen und nur selten neue Ideen oder Elemente einbauen. Gab es beim Album „A Hatred Manifesto“ noch das berühmte Lied „Land Of The Heathen“ mit Klargesang, ist solch ein Spaß nun nicht mehr vorhanden. Stattdessen ist man böser und bissiger geworden. Dass der Rausschmeißer der Scheibe eine Cover-Version des JUDAS ISCARIOT-Songs „Gaze Upon Heaven in Flames“ darstellt, ist da nur konsequent. Genau diesen Sound wollen NARBELETH erreichen und sind derzeit auf dem besten Weg dazu.

Summa summarum ist „Through Blackness, and Remote Places“ ein wirklich gutes Album, um dem klassischen Schwarzmetall der 90er-Jahre zu huldigen. Wer die Klassiker hat und liebt, der braucht NARBELETH eigentlich nicht. Aber eigentlich ist es schade, sich diese Langrille nicht zu holen, denn sie versprüht einfach unglaublich viel Charme, und man kann mit schon fast kindlicher Freunde den pubertären Wahnsinn des norwegischen Black Metal – zumindest musikalisch – nacherleben.

Trackliste:
01. Sons of the Grand Cosmic Emanation
02. Mesmerized by the Pale Ghost Moonlight
03. An Unholy Gathering
04. Delivering the Very Soul
05. The Lightbringer
06. The Eternal Return
07. Through Black and Remote Places
08. Gaze Upon Heaven in Flames [JUDAS ISCARIOT-Cover]
Spielzeit: 00:34:54

Line-Up:
Dakkar - Alles
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
11.09.2015 | 13:52
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