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Reviews von Ne Obliviscaris
CD Review: Ne Obliviscaris - Portal Of I

Ne Obliviscaris
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Cover von Ne Obliviscaris -- Citadel
Band: Ne Obliviscaris Homepage  Metalnews nach 'Ne Obliviscaris' durchsuchenNe Obliviscaris
Album:Citadel
Genre:Death Metal, Progressive
Label:Season Of Mist
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:07.11.14
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"Insgesamt gereift"

Das Debütalbum der australischen Progger NE OBLIVISCARIS, „Portal Of I“, wurde 2012 allerorts gefeiert, gepriesen, teilweise fast angebetet. Dabei war das Werk [ein sehr progressiver Mix aus allen möglichen Extrem-Metal-Spielarten, gewürzt mit Violinen-Parts und Clean-/Grunz-Mischgesang] zwar gut gemeint, aber in der finalen Ausführung komplett überambitioniert, viel zu ausufernd [knapp 72 Minuten Spielzeit] und zerfahren bis sinnlos arrangiert. Ergo: zuweilen tolles bis fantastisches Stückwerk von technisch zweifellos sehr begabten Musikern, aber als Ganzes nicht wirklich zu gebrauchen. Da hatte sich das Sextett um Bandboss, Clean-Sänger und Violinist Tim Charles doch etwas übernommen. Viel hilft leider doch nicht immer viel...

Umso schöner, dass die Band auf ihrem Zweitwerk „Citadel“ reagiert hat: Die Spielzeit ist mit 48 Minuten deutlich kompakter als noch auf dem Vorgänger, das Füllmaterial, das die Songs nicht voranbringt, wurde in Intros bzw. Outros outgesourct, sodass auf „Citadel“ letztlich nur drei „richtige“ [überlange] Stücke stehen. Die Tracklist liest sich zwar wieder etwas unnötig kompliziert, aber wenn die Band Freude daran hat, sich einen [pseudo-]intellektuellen Überbau zu verpassen, dann sollen sie eben - das schmälert schließlich nicht die hohe Qualität des Songmaterials, dem es über weite Strecken gelingt, die überbordende Kreativität der Band in geordnete Bahnen zu bringen. Das Einstiegstriple „Painters Of The Tempest“, dessen Herzstück der knapp 17-minütige zweite Part „Triptych Lux“ [wie der Name schon andeutet auch noch für sich in drei Teile gesplittet] ist, wird allen Debüt-Worshippern ein feuchtes Höschen bescheren, auch wenn hier in Sachen Arrangements immer noch nicht alles wirklich flüssig erscheint. Trotzdem eine klare Steigerung zum Vorgänger! Wie sehr NE OBLIVISCARIS allerdings prinzipiell als Songwriter und Arrangeure gereift sind, beweist der nächste Song „Pyrrhic“, der als einziger auf dem Album für sich steht: In knapp zehn Minuten fackeln die Australier ein beispielloses Feuerwerk an Gänsehautmomenten ab, die wunderbar ineinandergreifen und wirklich ein großes Ganzes ergeben. Wahnsinn! Warum nicht gleich so? Warum nicht ein Album voller „Pyrrhic“s? Kein Intro-/Interlude-/Outro-Geschwurbel, kein Part sieben bis öchzig, einfach nur vier bis fünf Stücke dieser Güteklasse und prompt hätte man einen eindeutigen Anwärter auf das Album des Jahres vor sich. Leider erreichen NE OBLIVISCARIS auch mit dem Abschluss-Doppel „Devour Me, Colossus“, zusammen knapp 15 Minuten lang, nur das [hohe] Niveau der Einstiegstrilogie. Insgesamt haben NE OBLIVISCARIS den Black Metal-Anteil auf „Citadel“ sehr weit zurückgeschraubt und setzen komplett auf progressiven Death Metal als Fundament, sodass das Ganze oftmals wie eine Mischung aus OPETH zu „Blackwater Park“-Zeiten [2001] und CYNIC klingt, während die Violinen-Parts dem Gemisch eine ganz eigene Note geben.

Fans des Debüts werden „Citadel“ höchstwahrscheinlich ebenfalls lieben, vielleicht aber die kurze Spielzeit und die geringe Songdichte bemängeln, während Leute, denen „Portal Of I“ zu überladen und ungelenk war, jetzt unbedingt hinhören sollten, denn dass NE OBLIVISCARIS prinzipiell Könner sind, stand sowieso niemals zur Debatte.

Trackliste:
01. Painters Of The Tempest (Part I): Wyrmholes
02. Painters Of The Tempest (Part II): Triptych Lux
Movement I: Creator
Movement II: Cynosure
Movement III: Curator
03. Painters Of The Tempest (Part III): Reveries From The Stained Glass Womb
04. Pyrrhic
05. Devour Me, Colossus (Part I): Blackholes
06. Devour Me, Colossus (Part II): Contortions
Spielzeit: 00:48:12

Line-Up:
Marc „Xenoyr“ Campbell – Vocals
Tim Charles – Vocals, Violin
Benjamin Baret – Guitar
Matt Klavins – Guitar
Brendan „Cygnus“ Brown – Bass
Dan Presland – Drums
Michael Siegl [nnnon]
31.10.2014 | 14:39
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