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Cover von Nebelhexe -- Dead Waters
Band: Nebelhexe Homepage  Metalnews nach 'Nebelhexe' durchsuchenNebelhexe
Album:Dead Waters
Genre:Alternative, Ambient, Electro
Label:Candlelight Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:08.05.09
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"Ein elektronischer Gefühlsnebel"

Seit 2004 ist die Künstlerin Andrea Haugen nun schon mit ihrem Projekt NEBELHEXE in der Musikwelt unterwegs. Wer jetzt denkt, den Namen kenn ich von irgendwo anders, der könnte recht haben. Die gute Frau hatte auch das erfolgreiche Ambient Folk Projekt HAGALAZ‘ RUNEDANCE, mit welchem sie drei Alben veröffentlicht hat. Mit „Dead Waters“ erscheint nun auf jeden Fall das dritte Album von NEBELHEXE, welches erstmals via Candlelight Records veröffentlicht wird. Was erwartet den geneigten Hörer nun auf diesem Album?

Es erwartet euch vieles, aber ganz sicher kein Metal. Stattdessen eine Mischung aus elektronischer Musik und Ambient-Passagen. Bevor ihr jetzt aber auf den „Zurück“-Button eures Browsers klickt, solltet ihr das Review zu Ende lesen. Vielleicht können euch meine Worte überzeugen, dass ihr NEBELHEXE eine Chance gebt. Die Dame kann nämlich vor allem wegen zwei Dingen überzeugen: lyrischer Tiefe und Entspannung. Auch der härteste Metaller braucht schließlich hin und wieder mal eine CD, bei der man sich einfach entspannen kann. „Dead Waters“ eignet sich dafür ganz gut, denn Andrea Haugen hat eine sehr angenehme Stimme, die meistens für Sprachgesang genützt wird. Hin und wieder gibt es auch chorhafte Einlagen, aber meistens „erzählt“ sie auf eine mystische Art ihre Geschichten. Die Musik ist ebenfalls eher minimalistisch gehalten und die einzelnen Songstrukturen ändern sich eigentlich nicht oft. Die Stärke von „Dead Waters“ ist es, dass es Bilder vor dem inneren Auge entstehen lässt. Versucht einmal euch im Dunklen hinzusetzen und einfach mit der Musik mitzuschwingen. Sie wird euch tragen und verschiedene Gefühle und kleine Filmchen hervorzaubern. Das Highlight der Scheibe ist sicherlich der Track „In My Dreams I’m Free“. Aber auch Tracks wie „Digital Sleep“ oder „19th Century Ghost“ wissen zu überzeugen. Soviel also zu den starken Seiten der Scheibe. Ein paar Negativpunkte wollen aber noch erwähnt werden. Ganz allgemein klingt die elektronische Musik, die bei den Tracks verwendet wurde, etwas zu gleichförmig. Außerdem gibt es auch ein zwei Songs auf „Dead Waters“, die etwas zu verstörend wirken, was das Problem heraufbeschwört, dass sie einen wieder aus dem entspannten Zustand reißen, den man vorher eingenommen hatte. Ich denke da zum Beispiel an „Fallen [Angel]“, der relativ hart daherkommt und sogar mit einem Drumcomputer aufwarten kann. Nur damit wir uns nicht falsch verstehen, das Album klingt nicht wie MORTIIS, NORTT etc. Es ist elektronische Musik, die manchmal ganz ruhig, manchmal aber auch laut daherkommt.

Eigentlich sind wir eine Metalseite, aber es ist in der Tat nicht schädlich, wenn man sich auch einmal an neue Territorien heranwagt. „Dead Waters“ von NEBELHEXE hat seine Stärken, aber auch seine Schwächen. Allerdings hebt sich die Scheibe schon alleine deshalb vom Durchschnitt ab, weil es einfach keine Durchschnittsmusik ist, die ihr an jeder Straßenecke bekommen könnt. Natürlich würde das nichts bringen, wenn die Musik schlecht ist, aber das ist sie ja nicht. Klar, es gibt noch ein paar Sachen zum Verbessern, aber ein vorurteilsfreier Hörer sollte auf jeden Fall einmal reinhören und sich überlegen ob er diese mutige Musikerin nicht unterstützen will.

Trackliste:
01. Again The Wall
02. Skindeep
03. Digital Sleep
04. Dead Waters
05. Charmed [Again]
06. In My Dreams I Am Free
07. 19th Century Ghost
08. Beyond The Ninth Wave
09. Fallen
10. The Nightguard
Spielzeit: 00:41:15

Line-Up:
Andrea Haugen - Alles
Jonathan Jancsary [Squiggofant]
10.05.2009 | 23:00
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