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Album:Orexis Of Death & Live [Re-Release]
Genre:Classic Rock, Prog Rock, Psychedelic
Label:Rise Above Records
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:30.04.10
CD kaufen:'Necromandus - Orexis Of Death & Live [Re-Release]' bei amazon.de kaufen
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"Großes aus der uralten Schule!"

Das kleine aber feine britische Doom-Spezialistenlabel Rise Above Records hat eine noch kleinere aber ebenfalls recht aktive Unterabteilung: Rise Above Relics. Ziel ebenjener ist es, verschollene Perlen des psychedelisch rockenden Untergrundes wieder auszugraben.

Genau dies haben die Herren Dorian und Palmer auch mit NECROMANDUS getan – einer britischen Band, die seinerzeit von BLACK SABBATHs Tony Iommi zwar auf Vertigo Records untergebracht wurde und die sich Anfang der 70er mit Vorbands wie JUDAS PRIEST herumtrieb, deren Album jedoch nach dem Ausstieg von Gitarrist Barry Dunnery erst einmal in den Archiven verschwand – bis 1999. Nun steht die Rise Above-Neuauflage "Orexis Of Death & Live"in den Startlöchern. Oder, was vielleicht richtiger wäre, es sitzt sich genüsslich den Bierbauch streichelnd und an einer selbstgedrehten, leicht unförmigen Zigarette ziehend neben der Rennbahn – denn das für die allermeisten Musikhörer heute NECROMANDUS einfach unter dem Begriff "außer Konkurrenz" antreten werden lohnt sich kaum zu bezweifeln. Der Qualität der Scheibe tut das allerdings keinerlei Abbruch, denn "Orexis Of Death & Live" bietet progressiv angehauchten, dabei aber immer erdigen und ehrlichen 70er-Jahre Sound, abwechslungsreich, verspielt und mit pfundweise Charme versehen. Dabei kommen die Songs in den neu gemasterten Albumversionen oberflächlich betrachet relativ direkt daher, haben es aber spielerisch ziemlich in sich. Selbiges gilt für die aus dem Jahre 1973 stammenden Liveaufnahmen, welche "Orexis Of Death"- so der ursprüngliche Titel der Veröffentlichung – heute abrunden. Wie es sich für Liveaufnahmen solcher Coleur gehört wird natürlich auch mal gejammt was die Instrumente hergeben, glücklicherweise ohne den roten Faden zu verlieren – eine Fähigkeit, die anscheinend relativ selten geworden ist. Und noch etwas: wer meint, NECROMANDUS einfach mit BLACK SABBATH in einen Topf werfen zu können, der sitzt vermutlich auf beiden Ohren gleichzeitig und wird "Orexis Of Death & Live" nicht gerecht. Nicht nur, dass die Jazz- und Folkeinflüsse bei NECROMANDUS wesentlich zum eigenständigen Klang beitragen und Bill Branchs Gesang in jeder Hinsicht mehr mit JETHRO TULLs Ian Anderson als mit unserem geliebten, OZZY-Genöle zu tun hat – auch rein vom musikalischen her darf man davon ausgehen, dass NECROMANDUS die frühen BLACK SABBATH in die Tasche stecken konnten.

Die Zeiten in denen man mit diesem Sound richtig groß werden konnte sind vielleicht vorbei, seine Faszination hingegen lebt ungebrochen weiter. Wer gerne wissen möchte woher neuere Retro-Truppen wie GRAVEYARD, FREEDOM HAWK und WITCHCRAFT mindestens drei Viertel ihrer Inspiration beziehen, der muss sich NECROMANDUS anhören - wer auf den Sound der Spätsechziger steht, sowieso!

Trackliste:
01. Mogidismo
02. Nightjar
03. A Black Solitude
04. Homicidal Psychopath
05. Still Born Beauty
06. Gypsy Dancer
07. Orexis of Death
08. Mogidismo [Reprise]
09. Judy Green Rocket [live]
10. Still Born Beauty [live]
11. Homicidal Psychopath [live]
12. Gypsy Dancer [live]
13. Limpet Man [live]
14. A Black Solitude [live]
15. Orexis of Death [live]
16. Nightjar [live]
Spielzeit: 01:10:32

Line-Up:
Bill Branch - Gesang
Barry Dunnery - Gitarre
Dennis McCarten - Bass
Frank Hall - Schlagzeug
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
26.04.2010 | 12:51
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