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Cover von Negative Plane -- Stained Glass Revelations
Band: Negative Plane Homepage  Metalnews nach 'Negative Plane' durchsuchenNegative Plane
Album:Stained Glass Revelations
Genre:Black Metal, Thrash Metal
Label:Ajna Offensive
Bewertung:6.5 von 7
Releasedatum:17.01.11
CD kaufen:'Negative Plane - Stained Glass Revelations' bei amazon.de kaufen
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"Außerweltlich"

Ursprünglich war es vorgesehen, erst dann eine Kritik zu diesem Album zu schreiben, wenn die erste Euphorie verflogen ist und ein wenig Abstand zum Material geschaffen wurde, um so möglichst objektiv vorzugehen. Doch jedes Mal, wenn die neue Scheibe der New Yorker den Heimbeschaller besetzt, schießt das Endorphin in alle Nervenenden und man könnte meinen, "Stained Glass Revelations" würde zum ersten Mal seine Runden drehen - obwohl die persönliche Bang-Choreographie schon recht gut sitzt. Ihr müsst wohl mit diesem Umstand leben, nichtsdestotrotz sollte mir im Laufe dieses Artikels die ein oder andere sachliche Aussage entweichen.

Los geht's mit einem der atmosphärischsten Intros, das mir seit langer Zeit zu Ohren gekommen ist: "The Fall" öffnet die Tore zu diesem Werk in hochdramatischer Weise - schwere Glocken-Samples, herumgeisternde Riffs, vor allem aber das Gesamterscheinungsbild, welches uns die nächste Stunde begleitet, werden hier mit beeindruckend viel Überzeugung und Inbrunst dargeboten. Man könnte sogar dazu übergehen, dieses Meisterwerk als Antithese zur vorherrschenden Sound-Situation in den härteren Gangarten des Heavy Metals aufzufassen: Nicht nur kommt die vertonte Stunde mit überwältigend viel Hall [als ob eine Katakombe zum Aufnahmeort erklärt wurde!] daher, sondern wirkt in ihrem unmittelbaren Auftreten wie aus dem Zeitraum zwischen 1985 und 1986 in die Jetztzeit teleportiert. NEGATIVE PLANE haben sich einem Stil verschrieben, der auch schon damals innerhalb eines Stückes laufend zwischen Black, Death sowie Thrash Metal herumwandert, ohne dabei unentschlossen, geschweige denn unausgegoren vorzugehen. Für eine bildhafte Darstellung soll folgender Vergleich dienen: Würde man "Seven Churches" und "Spectrum of Death" kreuzen, im musikalischen Würzregal nach den Gläschen "Ausladende, hypnotische Lead-Gitarren", "Düsternis" sowie "Überlänge" greifen, dieses Gemisch kräftig verrühren und im Ofen zusammenlaufen lassen, käme wahrscheinlich etwas Ähnliches wie "Stained Glass Revelations" heraus. Immer mal wieder sind zwischen den bis zu elf Minuten andauernden Hammerbrocken kleine Instrumentals zu vernehmen, welche den Geist dieser Platte nicht nur einen ordentlichen Anstrich an Individualität verpassen, sondern ihn darüber hinaus mysteriöser, ja fast schon unnahbar zeichnen.

Konkrete Höhepunkte auszumachen, würde heißen, das gesamte Album in seine Einzelteile zu zerlegen, doch dafür bin ich erstens zu faul und zweitens viel zu widerwillig, potenziellen Kunden die Suche nach ihren Lieblingsmomenten mies zu machen. "Stained Glass Revelations" ist ein überirdisch genialer Wurf, dessen Halbwertszeit deutlich höhere Werte als die der Ottonormalplatte, welche hier alle paar Wochen durchs Zimmer weht, aufweisen kann. Wozu also der halbe Punkt Abzug von der Totalübernahme unserer Bewertungsskala? Nun, dies ist erst der zweite LP-Streich und ich denke [hoffe?] nicht, dass wir beim nächsten Mal unser System über Bord werfen müssen, nur weil NEGATIVE PLANE alles Dagewesene in nichtssagenden Rauch verwandeln.

Trackliste:
01 - The Fall
02 - Lamentations & Ashes
03 - Angels Of Veiled Bone
04 - The Third Hour
05 - The One And The Many
06 - Charnel Spirit
07 - All Souls
08 - The Number Of The Word
09 - Stained Glass Reflections
10 - Stained Glass Revelations
Spielzeit: 01:01:28

Line-Up:
Nameless Void - Gesang, Gitarren
Bestial Devotion - Schlagzeug, Hintergrundgesang
D.G. - Bass
Michael Bambas [Micha] | 16.03.2011 | 20:28

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