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Cover von Negură Bunget -- Măiestrit [Re-Release]
Band: Negură Bunget Homepage Negură Bunget bei Facebook Metalnews nach 'Negură Bunget' durchsuchenNegură Bunget
Album:Măiestrit [Re-Release]
Genre:Ambient, Black Metal
Label:Prophecy Productions
Bewertung:Keine Wertung
Releasedatum:05.03.10
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"Schwarzes Chaos"

Erst vor kurzem haben die Rumänen NEGURA BUNGET ihr neustes Werk „Vîrstele Pămîntului“ veröffentlicht und ein kleines Stück vorher die Neuinterpretation ihres zweiten Albums „Măiastru Sfetnic„ unter die Menschen gebracht. In ihrer Neuauflage wurde das Zweitlingswerk nun namentlich auf „Măiestrit“ gekürzt und um zwei Akustik-Versionen der Stücke „A-vînt în abis“ und „Plecăciunea morţii“ ergänzt. Re-Releases sind ja immer so eine fragwürdige Sache, bei denen man als Rezensent ein Album diskutiert, welches es schon länger gibt und vermutlich schon zuvor als hörenswert empfunden wurde. Hier liegt die Sache jedoch etwas anders, da „Măiestrit“ tatsächlich als Neuinterpretation gesehen werden kann, als eine Aktualisierung vergangener Leistungen. Ob es sich lohnt? Lasst euch überraschen.

Wer „Măiestrit“ in sein jeweiliges Abspielgerät legt und zu Beginn „Vremea locului sortit„ zu hören bekommt, wird vorerst von der chaotisch anmutenden Klanggewalt der Dame und der Herren schlichtweg erschlagen. Dieses Album ist so mächtig und steckt voller Ebenen und Gefühlswelten, dass ein seichtes Zuhören geradewegs unmöglich ist. Dieses Album will und muss verstanden werden. Es muss intensiv konsumiert und verarbeitet werden und richtet sich an Hörer, welche mit Metamusikalischen Ansprüchen und Gedanken zurecht kommem.

Für jenen, der genau zuhört, lüftet sich der neblige Vorhang versteckter Melodien, welche voller Intensität und traumhafter Verzweiflung durch die Luft gleiten. „Măiestrit“ ist getränkt mit Atmosphäre, es ist beinahe der Inbegriff dieser und nimmt den Zuhörer mit auf eine Reise durch die wilde, düstere Natur Rumäniens. Durch schroffe Bergwelten, kalte Waldebenen und eisige Seen. Die Klangwelt, welche sich hier auftut ist mit einem Durchgang wohl nicht zu erfassen. Jedes einzelne Lied steckt voller Überraschungen und Innovationen, dass es das reine Vergnügen ist, dieses Album bis zum Kollaps aufzunehmen; es mit allen Sinnen zu spüren und gänzlich in die Seele eintreten zu lassen.

NEGURA BUNGET erschaffen eine Musik zwischen CODEs „Nouveau Gloaming“, DRUDKHs „The Swan Road“ und periphär DIMMU BORGIRs „Spiritual Black Dimensions“. Und letzterer Album-Titel wäre für diese Scheibe beinahe passender als für die, welche er schmückt. Die sechs Musiker erschaffen eigene Welten, welche den Hörer zum Verweilen einladen und lange im Gedächtnis bleiben. Trotz ihrer unheimlichen Komplexität ist es entzückend, den verworrenen Gitarren- und Bassläufen zu folgen, nach neuen Harmonien zu forschen und jedwedes Tonerzeugnis zu erhaschen.

Mit „Măiestrit“ ist ein Album geglückt, welches fesselt, berührt und inspiriert. Auch die Tatsache, dass der Gesang etwas untergeht, oder vielmehr, nicht im Vordergrund steht, kann nicht als Nachteil gesehen werden, da es funktioniert. Es ergibt Sinn, dass die Stimme sich nicht über die Instrumente erhebt. Sie gehört dazu, ist ein eigenes Instrument, aber eines unter vielen. Sehr angenehm, zumal weitaus strukturierter, sind auch jene beiden akustischen Versionen, welche weitaus ruhiger, aber auch treibend und packend sind. Ein wohlklingender Abschluss eines großen Werkes.

Die unabdingbare Frage am Ende ist natürlich die, ob sich ein Re-Release gelohnt hat und überhaupt nötig war. Und ja, hier kann man dem nur voll zustimmen, da „Măiestrit“ nicht nur eine Neuauflage ist, sondern gänzlich überarbeitet wurde und das schon sehr facettenreiche „Măiastru Sfetnic“ durchaus weiterentwickelt und ergänzt. Das schwarze Chaos greift um sich.

Trackliste:
1. Vremea locului sortit
2. În-zvîcnirea apusului
3. A-vînt în abis
4. Al locului
5. Bruiestru
6. Plecăciunea morţii
7. A-vînt în abis [Acoustic Version]
8. Plecăciunea morţii [Acoustic Version]
Spielzeit: 01:15:25

Line-Up:
Corb - Vocals, Guitars, Dulcimer, Tulnic
Spin - Guitars
Gădineţ - Bass, Pipes
Inia Dinia - Keyboards
aGer [Ageru Pământului] - Vocals, Percussion, Xylophone, Pipes, Tulnic
Negru [Gabriel Mafa] - Drums, Percussion, Folk Instruments
Tobias Naumann [Necrologue]
08.04.2010 | 14:38
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