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"Vertonter Generationenvertrag / Solide bei kurzer Halbwertszeit"
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.: CD-REVIEWS :: Neuraxis - Asylon
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"Asyl gewährt" | ||||||||||||||||||
| Es ist gar nicht so lange her, da sind junge, technisch hochbegabte Bands wie Pilze aus dem Boden gesprossen und es entstand ein Wettbewerb darum, das schnellste, brutalste und verfrickeltste Death-Metal-Album aller Zeiten aufzunehmen. So schien es zumindest. Viele dieser Bands sind schon nach kurzer Zeit wieder in der Versenkung verschwunden, falls sie jemals darüber hinaus kamen. Doch eine Band war quasi schon immer da. Nein, nicht SUFFOCATION oder DYING FETUS, die Urväter dieser Raserei-Orgien. NEURAXIS heißen die unauffälligen Helden aus der frankokanadischen Tech-Death Hochburg Quebec. 1997 erschien bereits das Debüt, und seit „A Passage Into Forlorn“ [2001] lassen sie regelmäßig mit einem neuen Album die Fachwelt aufjubeln. Und das, obwohl Mitglieder kommen und gehen. Oder vielleicht gerade deshalb. Auch für das neue, sechste Album, „Asylon“, wurde mal eben die komplette Rhythmus-Fraktion ausgetauscht. Macht aber nichts, Hauptsongwriter ist und bleibt Robin Milley. Und dessen außerordentliches Gespür für Melodien gepaart mit unglaublicher technischer Finesse sorgen auch bei „Asylon“ wieder dafür, dass Fans von Hightech-Death-Metal feuchte Schlüpfer bekommen. Aber technisches Schaulaufen auf Kosten des Songs sucht man hier vergebens. Alle zehn Tracks sind schon beinahe zu eingängig und marschieren unaufhaltsam und mitreißend nach vorne. Nicht zuletzt ein Verdienst der Grunderneuerung an Drums und Bass. Gerade das treibende „Sinister“ knallt so dermaßen nach vorne, dass einem Angst und Bange um die Nackenwirbel wird. Dazu kommen die nicht unbedingt speziellen, aber perfekt passenden Vocals von Frontgrunzer Alex, die er so einzusetzen weiß, dass man schon an seinem Gesang NEURAXIS erkennen kann. Allein dadurch hebt sich die Truppe vom Gros der Szene ab. Doch was dieses Album wieder zu einem echten Highlight macht, ist die wahnsinnig variable und melodieverliebte Gitarrenarbeit Robs. Er mag zwar nicht das virtuose Genie eines Muhammed Suiçmez, Michael Keene oder John Gallagher haben, aber er ist ein verfluchtes Ausnahmetalent. Songs wie „Purity“ oder „By The Flesh“ strotzen nur so vor genialen Leads. In letzterem hört man auch dessen Vorliebe für EMPEROR deutlich heraus. Aber richtig stark wird es dann, wenn er die Melodien nur andeutet und der Fantasie den Rest überlässt. Am besten im hymnischen Titeltrack „Asylum“ zu hören. Ganz große Klasse. Die druckvolle, glasklare Produktion sorgt für das stimmende Grundgerüst. „Asylon“ fährt durchgängig ein enorm hohes Niveau – und zwar sowohl in Sachen Technik als auch beim Songwriting. Abwechslungsreich und spannend. Kein Track wirkt fehl am Platz. Und trotz aller Vielschichtigkeit und Vertracktheit bleibt immer der berühmte rote Faden im Blick. Davon können sich junge Frickelkombos gerne eine Scheibe abschneiden. Wer technischen Death Metal mag, wird nicht darum herum kommen, diese Scheibe anzutesten! Denn wer mit so einer Leichtigkeit an eine überragende Diskografie anknüpfen kann, gehört zu den ganz Großen. NEURAXIS haben diese Anerkennung endlich verdient. | ||||||||||||||||||
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