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Cover von Neurosis -- Given To The Rising
Band: Neurosis Homepage  Metalnews nach 'Neurosis' durchsuchenNeurosis
Album:Given To The Rising
Genre:Ambient, Doomcore, Post Hardcore
Label:Neurot Recordings
Bewertung:7 von 7
Releasedatum:18.05.07
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"Siebzigminütige Audienz im Olymp"

Inzwischen liegt „The Eye Of Every Storm“ von NEUROSIS auch schon wieder drei lange Jahre zurück, in denen sich die Band vor allen Dingen live sehr rar gemacht hat. Nun liegt mit „Given To The Rising“ ein neues Machwerk aus der Schmiede der US-Amerikaner vor, und das hat es wahrlich in sich. Dies ist zwar in Anbetracht der stets qualitativ sehr hohen Outputs überhaupt kein Wunder, aber die neue Scheibe zeigt einmal mal mehr, wie sehr sich diese kompromisslose und einzigartige Truppe immer mehr in ihrer selbst erschaffenen Nische häuslich einrichtet und versucht, den optimalen Mittelweg aus brachialen Sound-Wänden und psychedelisch-verspielten Elementen zu beschreiten.

Beim ersten Durchhören zeigt sich schnell, dass NEUROSIS wieder ein wenig mehr in Richtung ihrer älteren Meisterwerke „Times Of Grace“ und „Through Silver In Blood“ gehen, nachdem „The Eye Of Every Storm“ trotz der Hits „No River To Take Me Home“ und „A Season In The Sky“ bisweilen etwas zu sehr auf minimalistischen Pfaden wandelte. Hier hält neben den bekannt ruhigeren und elektronisch unterstützen Elementen definitiv wieder mehr Härte Einzug – und dies bekommt den Songs sichtbar gut. Der Opener und Titelsong verdeutlicht den Stand von NEUROSIS im Jahre 2007 sehr anschaulich, denn darin werden alle Bestandteile aufgetischt, die die Band ausmachen: Fesselnder und beschwörender Gesang mit mystisch-spirituell angehauchten Texten, ruhig-verspielte Einsprengsel und wuchtige Mammut-Riffs, die einen in den Sessel drücken. Auch das hypnotische „Fear And Sickness“ steht dem in nichts nach, wobei dieses zum Ende krachig-dissonant an „Through Silver In Blood“, die wohl dunkelste Scheibe der Band, erinnert. „To The Wind“ fängt zwar sehr zahm an und zeigt, wie Post Rock heute zu klingen hat, und geht zwar in einen nicht weniger poppigen Zwischenpart über, aber was dann folgt, ist der legitime Nachfolger von „From The Hill“ [„A Sun That Never Sets“], da Scott Kelly zum Ende hin nach einem düster-drückenden Intermezzo seine Stimmbänder erneut gekonnt von innen nach außen kehrt und alles herausbrüllt, was noch an Atem vorhanden ist.

Und genau so geht es auch während der restlichen Spielzeit weiter, wobei alle Songs ihren völlig eigenen Charakter haben, sich aber in das Gesamtbild absolut stimmig einfügen, wobei der erdige Sound dies umso authentischer wirken lässt. Lediglich zwei kurze Ambient-Collagen mit unheilvoll geflüsterten Vocals – „Shadow“ und „Nine“ – unterbrechen die eigentlichen Songs und können vielmehr als gut integrierte Überleitungen und Verschnaufpausen gewertet werden. Ausfälle gibt es schlichtweg keine zu verzeichnen, und besonders „Distill [Watching The Swarm]“ und das geniale „Origin“ stechen noch hervor. Letzteres bringt die circa 70 Minuten würdig zum Abschluss, denn das zwölfminütige Stück ist eine fesselnde Perle geworden, die sich leise und verträumt, getragen von Steve von Tills unglaublich intensiver Intonation, entfaltet, aber in den letzten Minuten noch einmal ein brachiales Killer-Riff vom Stapel lässt und das Album mit einem Donnerschlag verhallen lässt.

NEUROSIS ist mit diesem Album erneut ein wichtiger Schritt bei der Verfeinerung ihres schon lange vorhandenen Stils gelungen, wobei an dieser Stelle der Hinweis folgen muss, dass dieses Album – genau wie die anderen auch – einiges an Zeit und Ruhe erfordert. Während der Blick zurück gewagt wird und die altbekannte Brachialität wieder mehr eingesetzt wird, werden ebenso sowohl die schon auf dem Vorgänger immens gesteigerten Gesangsleistungen noch effizienter eingesetzt als auch neue Einflüsse und Ideen, wie beispielsweise das psychedelische Sample am Ende von „Water Is Not Enough“ oder der sehr eingängige Part zu Beginn von „To The Wind“, in den NEUROSIS-Sound sinnvoll integriert. Demnach würde es schlichtweg an Frevel grenzen, „Given To The Rising“ mit etwas anderem als der Höchstnote zu versehen. Und neben dem an sich schon bestechenden Song-Material stellt das Künstlerkollektiv NEUROSIS zudem schon lange eine der wenigen wegweisenden und innovativen Bands dar, die sich unermüdlich weiterentwickeln, verbessern und noch dazu völlig eigenständig sind! Und das muss ohne Zweifel belohnt werden. Kaufen und genießen!

Trackliste:
01. Given To The Rising
02. Fear And Sickness
03. To The Wind
04. At The End Of The Road
05. Shadow
06. Hidden Faces
07. Water Is Not Enough
08. Distill [Watching The Swarm]
09. Nine
10. Origin


Alexander Eitner [soulsatzero]
18.05.2007 | 13:37
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