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Band: Nevermore Homepage Nevermore bei Facebook Metalnews nach 'Nevermore' durchsuchenNevermore
Album:The Obsidian Conspiracy
Genre:Power Metal, Prog-Metal, Thrash Metal
Label:Century Media
Bewertung:5 von 7
Releasedatum:28.05.10
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"Ist weniger wirklich mehr?"

Sie sind wieder da. Der Missing-Link zwischen schriller Power-Metal-Sirene und tiefgestimmten Tech-Metal-Wahnsinn. NEVERMORE, eine der markantesten Metalkapellen unserer Tage meldet sich, man will es kaum glauben, fünf Jahre nach dem Meilensteinalbum „This Godless Endeavor“ zurück und lädt uns zu „The Obsidian Conspiracy“ ein. Wieder mal wurde Stammproduzent Andy Sneap [u.a. OPETH, KILLSWITCH ENGAGE, MEGADETH] an die Regler rangelassen und bekam sogar Unterstützung von SOILWORK’s Peter Wichers [u.a. ALL THAT REMAINS]. Das Ergebnis ist jedoch alles andere als alteingesessen und definiert NEVERMORE wieder einmal neu. Wie bei jeder Entwicklung ist es auch dieses Mal die Frage, wie es um das Verhältnis zwischen neu und alt stehen muss.

Meine persönliche Spannung ging vor dem Sichten der Platte schier ins Unermessliche, da „This Godless Endeavor“ zu einem meiner Alltime-Favourites gehört und das, seit längerem leider nur, Vierer-Gespann aus Seattle mit dem Album technisch und kompositorisch die Messlatte so dermaßen hoch gesetzt hat, dass ich mir eine Verbesserung schon kaum mehr vorstellen konnte bzw. auf eine möglichst zurückhaltende Verschlimmbesserung gehofft habe. Aber gehen wir in medias res. Schon am Anfang von „The Termination Proclamation“ ist das NEVERMORE-Signum schwerlich zu übersehen. Van Williams-Double-Bass-Kunst, gemischt mit dem wummernden Tieftönen von Jim Sheppard und den shredigen Gitarren-Kapriolen von Jeff Loomis, ergeben den bekannten rasenden und exakten Beat der Band, der anschließend durch den Einsatz von Warrel Danes Gesang seine Einzigartigkeit in der Metalwelt untermalt. Laut Jeff Loomis soll bei der kompositorischen Arbeit darauf geachtet worden sein, dass etwas mehr Platz für die Vocals reserviert bleibt und das technische Show-Of seitens der Instrumente dezenter ausfällt. Man merkt es. Natürlich werden die Gesangspassagen ab und zu von den typisch verspielten Rhythmen umgarnt, aber oftmals tritt das Rhythmustrio kompositorisch, sowie auch produktionstechnisch, merkbar in den Hintergrund. Saitenzauberer Jeff Loomis holt auf der Platte relativ selten mit dem Arpeggio-Hammer aus, was wohl ganz unterschiedliche Reaktionen bei Anhängern hervorrufen dürfte. Die langgezogenen Leitmelodien der Songs gehen dagegen stellenweise noch besser ins Ohr als beim Vorgänger. Trotzdem kommen die Balladen dieses Mal qualitativ nur mäßig an vergleichbare Songs wie „Sentient No. 6“ oder „Believe In Nothing“ heran. Warrel Danes Gesang wirkt nicht mehr als Ausschmückung wie es beim Vorgänger-Album manchmal so rüberkam und man erkennt viel Singalong-Potenzial wie z.B. in „Moonrise [Through Mirrors Of Death]“. Liebhaber technischer Musik kriegen dagegen selten ihre Dosis herrlich-wahnsinniger Momente ab, mit denen sich die Band auf dem Vorgängeralbum ins Herz eines jeden Progressive-Fans geshreddet hat. Wobei letzteres differenziert zu betrachten ist, da die ruhigen und heftigeren Parts auf dem Album sehr dazu neigen sich an bestimmten Stellen zu konzentrieren. Einen Anteil daran trägt die eher nuancenbetonte als Druck-aufbauende Produktion von Sneap und Wichers. Das Arrangement wirkt sich bei Stücken wie „And The Maiden Spoke“ etwas dämmend aus, obwohl dort neuerdings fast schon MESHUGGAH-ähnliche Rhythmen anklingen, aber einen nicht so richtig umhauen, da Danes Sprechgesang darüber hörbar bleiben muss. Andererseits ist es bei „The Blue Marble And The New Soul“ ganz interessant auch mal den Bass hören zu können. Trotz allen Kompromissen in Sachen Sound und Arrangement tun NEVERMORE einem gegen Ende nochmal den Gefallen. Fast wenn man gar nicht mehr damit rechnet kommt „She Comes In Colors“, wo man sich aus dem einleitenden akustisch eröffneten Trott schnell in wummernde Groovepassagen raus schießt und damit die Grundlage für den abschließenden Titel-track legt, der beim nächsten Work-Out für die Nackenmuskulatur auf keinen Fall fehlen sollte.

„The Obsidian Conspiracy“ bietet einem eine neue NEVERMORE-Facette, die nicht jedem Fan passen muss, aber auch ein neues Konzept, das eine interessante Schwerpunktverlagerung bietet. Es ist nicht DER „This Godless Endeavor“-Nachfolger, aber ein Album, das bei häufigerem Hören neue Seiten aufzeigt. Wenn das nächste Album eine „Godless Conspiracy“ wird, war das Experiment nicht vergebens.

Trackliste:
1. The Termination Proclamation
2. Your Poison Throne
3. Moonrise (Through Mirrors Of Death)
4. And The Maiden Spoke
5. Emptiness Unobstructed
6. The Blue Marble And The New Soul
7. Without Morals
8. The Day You Built The Wall
9. She Comes In Colors
10.The Obsidian Conspiracy


Line-Up:
Warrel Dane - Gesang
Jeff Loomis - Gitarre
Jim Sheppard - Bass
Van Williams - Drums
Oleg Pronitschew [John Gorerilla]
21.05.2010 | 17:46
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