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Cover von Nickelback -- Dark Horse
Band: Nickelback Homepage Nickelback bei Facebook Metalnews nach 'Nickelback' durchsuchenNickelback
Album:Dark Horse
Genre:Rock
Label:Roadrunner Records
Bewertung:3 von 7
Releasedatum:14.11.08
CD kaufen:'Nickelback - Dark Horse' bei amazon.de kaufen
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"Keine Überraschungen"

Die kanadische Hit-Formation NICKELBACK hat nach ihren drei letzten unspektakulären, wenn auch überaus erfolgreichen Alben [von denen sie weltweit mehr als 25 Millionen Einheiten absetzen konnten] ein neues Machwerk vorgelegt. Sowohl das Cover als auch der Titel „Dark Horse“ und nicht zuletzt die Aussagen der Bandmitglieder selbst lassen darauf hoffen, dass die Jungs die längst ausgetretenen Pfade mal wieder verlassen und etwas mehr Risiko eingehen.

Zunächst ist man auch noch gewillt daran zu glauben, dass NICKELBACK ein paar Briketts drauf packen und mal richtig los rocken wollen. Der Opener „Something In Your Mouth“ geht recht flott los und dürfte manchen Radiorock-Fan erst mal etwas erschrecken. Auch die zweite Nummer, „Burn It To The Ground“, wird ihrem Namen noch einigermaßen gerecht und geht recht gut nach vorne, doch spätestens bei der darauf folgenden ersten Single „Gotta Be Somebody“ wird deutlich: einmal NICKELBACK, immer NICKELBACK. Die Band hat für ihre Songs eine Rezeptur gefunden, die ihnen immer wieder Erfolg beschert und daran werden sie vermutlich auch nichts Großartiges mehr ändern. Das ist aus kommerziellen Gesichtspunkten verständlich, aus künstlerischen aber nur ernüchternd. So scheint der Anfang von „I’d Come For You“ doch sehr an den eigenen Hit „How You Remind Me“ angelehnt und es sollte nicht verwundern, wenn der Song ähnlich erfolgreich wird. Doch damit nicht genug der Selbstplagiate: „Never Gonna Be Alone“ ist nichts anderes als „Photograph Part II“ und auch „If Today Was Your Last Day“ kommt einem doch arg bekannt vor. Selbstverständlich kann sich eine so erfolgreiche Band wie NICKELBACK eine mehr als ordentliche Produktion leisten, für die bei „Dark Horse“ Robert ‚Mutts‘ Lange verantwortlich zeichnet. Das kann aber nicht darüber hinweg täuschen, dass das Songwriting doch sehr beliebig, zum Teil geradezu langweilig geraten ist. Diesen Eindruck können dann auch das recht schmissige „Just To Get High“ und das sommerlich fluffige „This Afternoon“ nicht mehr widerlegen, die wenigstens noch etwas aus dem gewohnten Schema ausbrechen.

Trotz allen Bekundungen zu mehr Härte und der Rückbesinnung auf die eigenen Stärken ist „Dark Horse“ nichts weiter als ein durchschnittliches Poprock-Album. Das ist nicht unbedingt schlimm, aber ein paar mehr Ecken, Kanten und Experimentierfreudigkeit hätten dem Album sicher gut getan. Dass es sich ausgezeichnet verkaufen wird, daran kann kein Zweifel bestehen; dass „Dark Horse“ in irgendeiner Weise als Meilenstein relevant sein wird, darf man aber sehr wohl bezweifeln.

Trackliste:
01. Something In Your Mouth
02. Burn It To The Ground
03. Gotta Be Somebody
04. I'd Come For You
05. Next Go Round
06. Just To Get High
07. Never Gonna Be Alone
08. Shakin' Hands
09. S.E.X.
10. If Today Was Your Last Day
11. This Afternoon
Spielzeit: 00:43:40

Line-Up:
Chad Kroeger - Vocals, Guitar
Ryan Peake - Guitar, Vocals
Mike Kroeger - Bass
Daniel Adair - Drums, Vocals
Timo Beisel [kaamos]
15.11.2008 | 17:14
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