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Cover von Night Demon -- Darkness Remains
Band: Night Demon Homepage Night Demon bei Facebook Metalnews nach 'Night Demon' durchsuchenNight Demon
Album:Darkness Remains
Genre:Heavy Metal
Label:Steamhammer
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:21.04.17
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"Opfer des Hypes"

Seit sie vor zwei Jahren mit ihrem gefeierten Debüt „Curse Of The Damned“ - immerhin beim Global Player Steamhammer erschienen - erstmals auf der Bildfläche erschienen sind, befinden sich die amerikanischen Newcomer NIGHT DEMON stetig auf dem Weg nach oben – so mancher würde gar so weit gehen, die Burschen aus Ventura zum derzeit heißesten Eisen im schwermetallenen Underground zu erklären. Mit ihrem neuen Album „Darkness Remains“ haben die Jungs nun die Chance, einen Beweis für solch mutige Aussagen ihrer Anhänger zu liefern.

Eines gleich Vorweg: Ja, die Jungs von NIGHT DEMON haben voll und ganz verstanden, was klassischen Heavy Metal ausmacht und spielen können sie auch. Dennoch bleibt die Truppe auch mit ihrem zweiten Album noch eine eindeutige Antwort schuldig, warum gerade sie als das nächste große Ding im Underground gehandelt werden sollten. Auf „Darkness Remains“ setzt die Truppe aus Ventura den auf „Curse Of The Damned“ begonnenen Weg konsequent fort, was natürlich zur Folge hat, dass die Amis nach wie vor bis zum Hals in der NWOBHM feststecken. Das eröffnende Duo aus dem hymnischen „Welcome To The Night“ und dem nicht minder schmissigen „Hallowed Ground“ zeigt dabei, dass NIGHT DEMON definitiv alles mitbringen, was das Genre voraussetzt: Riffs und Melodien klingen durch und durch britisch, Sänger Jarvis Leatherbys Stimme birgt zwar nahezu keinerlei Wiedererkennungswert, ist dafür allerdings die Quintessenz eines Retro Metal-Sängers und in Sachen Sound hat es sich die Formation im Zentrum der Schnittmenge aus modernem Druck und basslastigem Frühachziger-Gerumpel bequem gemacht. Low-Fi mit Studiopolitur eben, man kennt das. Mit dieser Mischung aus insgesamt recht Hochwertigen Bauteilen bewegen sich die Burschen dann im Spannungsfeld von Bands wie VANDERBUYST, im Falle düstererer Nummern wie „Stranger In The Room“ gerne auch mal IN SOLITUDE oder PORTRAIT und stellenweise gar im Fahrwasser ihrer Landsleute WIDOW. Prinzipiell ist das gute Gesellschaft, allerdings nimmt auch genau diese Verwandtschaft einem Album wie „Darkness Remains“ etwas des Winds aus den Segeln. NIGHT DEMON machen auf ihrer zweiten Platte nach wie vor alles richtig, schaffen es allerdings kaum, sich eine eigene Identität zu geben, drängen damit jedoch in ein ohnehin bereits dicht besiedeltes Genre. Das tun andere auch, allerdings werden die Kalifornier gerade vielerorts über den grünen Klee gelobt und da müssen sie es sich eben gefallen lassen, dass man genauer hinhört. Das Ergebnis dieser Sezierung muss lauten: NIGHT DEMON treffen mit ihrem Retro-Charme sicherlich genau den Nerv der Zeit, allerdings gelingt auch das vielen anderen, weshalb sie letztendlich „nur“ eine weitere Band von vielen bleiben. Das soll freilich absolut nicht heißen, dass die Truppe etwas falsch machen würde, denn die NWOBHM klingt bzw. klang eben so. Und innerhalb dieser Grenzen schaffen es diese Amis sogar, einiges an Abwechslung zu bieten. Mit „Maiden Hell“ etwa versprüht die Band ruppig-punkigen Charme, „Dawn Rider“ beginnt als andächtiger Stampfer für gereckte Fäuste und in „On Your Own“ gibt’s spaßigen Hard Rock. Obendrein beweisen NIGHT DEMON auf „Darkness Remains“ durchaus ein Gespür für tolle Melodien, was selten deutlicher wird als im Instrumentalstück „Flight Of The Manticore“ [braucht jede Band, die von IRON MAIDEN beseelt ist].

Manch einer mag das anders sehen, aber „Darnkess Remains“ ist noch kein Grund, NIGHT DEMON zu den Überfliegern zu erklären, zu denen sie derzeit vielerorts gemacht werden. Die Kalifornier liefern hier zweifelsohne ein gutes Album mit gelungenen Songs und viel Retro-Charme ab und befinden sich damit ohne Frage auf dem richtigen Weg. Allerdings haben das viele Bands vor ihnen auch schon getan und derzeit interpretieren Kollegen wie etwa ENFORCER und vor allem MONUMENT die klassische NWOBHM-Formel noch mit deutlich mehr Feuer als diese Truppe.

Trackliste:
01. Welcome To The Night
02. Hallowed Ground
03. Maiden Hell
04. Stranger In The Room
05. Life On The Run
06. Dawn Rider
07. Black Widow
08. On Your Own
09. Flight Of The Manticore [Instrumental]
10. Darkness Remains
Spielzeit: 00:38:02

Line-Up:
Jarvis Leatherby - Vocals, Bass
Armand John Anthony - Guitar
Dusty Squires - Drums
Thomas Meyns [Metalviech]
25.04.2017 | 21:03
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