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Band: Nightsatan Homepage  Metalnews nach 'Nightsatan' durchsuchenNightsatan
Album:Nightsatan And The Loops Of Doom
Genre:Ambient, Avantgarde/Electronica, Electro
Label:Svart Records
Bewertung:4.5 von 7
Releasedatum:09.05.14
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"Synthies in the night...."

Um den lästigen Zuordnungen der schreibenden Zunft zuvorzukommen klettern nicht wenige Bands aus eigenem Antrieb in eine Schublade, die sie dann irgendwie nennen. Meist hat das ganze mit der Musik wie sie alle außer den Musikern selbst wahrnehmen nicht viel zu schaffen. Manchmal trifft sie den Nagel aber auch auf den Kopf.

Bei NIGHTSATAN ist paradoxerweise gleich beides der Fall. "Post apocalyptic laser metal" ist eine Bezeichnung, die zu "Nightsatan And The Loops Of Doom" gut passt und gleichzeitig ziemlicher Unsinn ist. Am unsinnigsten daran ist der "Metal"-Teil. Was die drei Finnen mit Synthesizern und E-Drums hier zusammenbauen, hat mit Metal wirklich nichts zu tun. Auf dem Vorgänger "Midnight Laser Warrior" waren Instrumentalisierung und Sound zwar ähnlich unmetallisch, die Songs selbst konnten aber noch als Fortsetzung harter Rockmusik mit anderen Mitteln gelten. Zu "Nightsatan And The Loops Of Doom" hingegen muss man sich die Genrebezeichnung als von Austin Powers-Gegenspieler Dr. Evil vorgelesen denken, Anführungszeichen inklusive. Was NIGHTSATAN hier abliefern, ist sphärische, bis ans kitischige und bewusst billige reichende Elektro-Mucke, die man auch einem Kickboxer-Film dritter Klasse hätte unterlegen können. Damit keine Missverständnisse in dieser Hinsicht auftreten, liefert die Band den Film "Loops Of Doom" gleich mit - geboxt wird nicht viel. Stattdessen schlägt sich die Band durch eine als postnuklear zu verstehende Wüste namens Karelia - die Implikationen findet ihr bitte selbst raus. Hier nur so viel: Als politische Agitation taugt der Streifen so wenig, wie "Nightsatan And The Loops Of Doom" als Metal-Album etwas taugt.

Die knapp 24 Minuten Film sind eine heillos überdrehte, trashige, postapokalyptische Splatter-SM-Mutanten-Klamotte, deren Unterhaltungsfaktor den reinen Musikgenuss bei Weitem in die Tasche steckt. Böse Transen in der Wüste? Check! Schreiende, explodierende Köpfe im Sand? Jep! Verzogene Roboter-Kinder? Sicher doch! Von den Power Rangers, den Fundstücken aus der Mottenkiste des Schamanen-Onkels und am Set eines Zombiestreifens gestohlenen Schminkresten inspirierte Kostüme? Na logisch! So haben NIGHTSATAN hier ein Album, das bei den meisten Metallern zurecht auf wenig Gegenliebe stoßen wird, in Kombination mit einer kurzen Trash-Perle, deren Wahnsinnsfaktor sich mit den besseren Neverhorst-Produktionen ["Captain Cosmotic", "Ingo Jones und die schlimme Mumie", "Geile Gauner gegen Geister"] messen kann. Um zu wissen, wie man zu NIGHTSATAN musikalisch wie filmisch steht, genügt übrigens das Anschauen des Trailers:




Trackliste:
01. Lost Karelia
02. (Obey) Thy Master
03. Of Wolf And Rami
04. Theme From Loops Of Doom
05. Secret Of The Mystery
06. Doom Doom Girl
07. Nightmare In The Night/Doomsday Judgement
08. Enter The Loop
09. Mazathoth Speaks (Doomsday Reprise)
10. Battle Knights
11. Inhalator II Love Theme
12. Rejects Of The Wasteland
13. Echo Of A Dying World
14. Loops Of Doom End Credits
Spielzeit: 00:47:12

Line-Up:
Mazathoth - Synthesizer
Wolf-Rami - Synthesizer
Inhalator II - Schlagzeug
Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper]
01.06.2014 | 23:25
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